Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DVB-H fürs Handy mit automatischem Zoom

14.03.2006


DVB-H steht für Digital Video Broadcasting for Handhelds und setzt auf dem in einigen Regionen Deutschlands bereits eingeführten DVB-T-Standard auf, der als digitaler terrestrischer Übertragungsstandard das analoge Fernsehen ablöst. Damit wird ermöglicht, dass Zuschauer interaktiv am Fernsehprogramm teilnehmen können und zum Beispiel bei der Wahl des „Tor des Monats“ ihre Stimme abgeben können. Außerdem versäumt man keine Sport-Live-Events, wie zum Beispiel die olympischen Winterspiele 2006 in Turin.


Siemens hat eine Lösung für mobiles Fernsehen entwickelt, die die Bilder automatisch auf die Displaygröße kleiner Empfangsgeräte oder Handys anpasst. Auf der Computermesse CeBIT (noch bis 15. März) in Hannover können die Besucher das Fernsehen auf DVB-H-Basis (Digital Video Broadcasts for Handhelds) testen. Ausgestrahlt werden mehrere Fernsehprogramme deutscher und internationaler Sender.

... mehr zu:
»DVB-H »Empfang »Endgerät »Handy

DVB-H ist eine Übertragungstechnologie für mobile Endgeräte. Sie basiert auf der Technik des DVB-T, dem Übertragungsstandard des digitalen terrestrischen Empfangs, der sukzessive den analogen Fernsehempfang ablöst. Bisher war der terrestrische Fernsehgenuss auf Mobiltelefonen wegen ihrer kleinen Displays nur eingeschränkt möglich. Bei Fußballspielen zum Beispiel wäre der Ball nur ein kaum wahrzunehmender Punkt. Das System von Siemens optimiert deshalb die gesendeten Fernsehbilder für den Empfang auf Handys.

Zwischen dem übertragenen Signal und dem Endgerät schalten die Entwickler von Siemens Communications eine Schnittstelle. Diese so genannte Media Delivery Solution (MDS) nimmt das Fußballspiel auf, zoomt bei totalen Aufnahmen an den Ball heran und sendet den vergrößerten Bildausschnitt weiter.


Das Ergebnis ist auch während der Fußballweltmeisterschaft zu sehen. In vielen WM-Städten sollen Fußballspiele über DVB-H in Testläufen übertragen werden. Ab 2008 soll dann ein flächendeckender Empfang möglich sein.

Der Nutzer braucht für den mobilen Empfang ein Mobiltelefon oder ein Endgerät mit integriertem DVB-H-Chipset und DVB-H-Antenne. Er kann bis zu 30 Kanäle empfangen und hat die Möglichkeit, interaktiv am Programm teilzunehmen. Als Rückkanal dient eine Mobilfunkverbindung. Der Zuschauer kann so per Knopfdruck während der Sendung bei Abstimmungen oder Gewinnspielen mitmachen.

Experten versprechen sich für DVB-H einen großen Markt. Zu den olympischen Sommerspielen 2008 in Peking werden weltweit bis zu 100 Millionen mobile Nutzer erwartet. (IN 2006.03.6)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/cebit
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Berichte zu: DVB-H Empfang Endgerät Handy

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Design Thinking für Nachhaltigkeitsinnovationen – Toolbox zum Einsatz in Unternehmen jetzt online
15.06.2018 | Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

nachricht Messewand PIXLIP GO LED
13.06.2018 | NORD DISPLAY GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics