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Durchbrechen von Sprachbarrieren in der Bildung

25.01.2005


Durch die Einführung von Technologien wurde die Art und Weise, wie Fernunterricht durchgeführt wird, grundlegend verändert. Die Kehrseite dieser Entwicklung ist die Verschlechterung der Schüler-Lehrer-Beziehung. Im Rahmen eines von der Europäischen Kommission finanzierten Projekts mit dem Namen Ped-Care wurden neue Kommunikationsinstrumente bereitgestellt, die diese Beziehung verbessern und damit die Qualität des Online-Unterrichts erhöhen sollen.



Die Vorteile von Fernunterricht sind enorm. So bietet diese Lernmethode eine umfassendere Bildungsgrundlage für eine größere Anzahl von Schülern mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Merkmalen. Durch Fernunterricht steht Bildung nicht nur größeren Bevölkerungsgruppen offen, die Bildungsqualität erreicht überdies ein nie gekanntes Niveau.



So lautet zumindest die Theorie. In der Praxis zeigt sich aber, dass die Situation keineswegs ideal ist. Zwar hat die moderne Kommunikation den Bildungsprozess erleichtert, in der Realität wurden Lehrer aber oftmals von Schüleranfragen und administrativen Anforderungen überflutet. Tatsächlich hat die Kommunikation durch Fernunterricht einen größeren Umfang angenommen und wurde in vielen Fällen durch Sprachbarrieren stark eingeschränkt. Solche Barrieren, die normalerweise von moderner Technologie erkannt und minimiert werden sollten, beeinflussen die Qualität des persönlichen Ansatzes.

Das Ped-Care-Projekt bietet eine Antwort auf dieses Problem, denn mit der Entwicklung von "intelligenten Tools" will man die Verbesserung von derzeitigen pädogogischen Verfahren erreichen. Im Rahmen des Projekts werden die verschiedenen Zeitzonen berücksichtigt und es erfolgt eine Anpassung an die technologischen Unterschiede, um den Kommunikationsprozess zwischen Schüler und Lehrer zu verbessern. Dafür werden eine Reihe von Tools verwendet, darunter die semantischen Analyseverfahren.

Zu den semantischen Analyseverfahren gehören eine Reihe von strömenden Algorithmen und neuralen Netzen, die eine Unterstützung der natürlichen Sprache bieten. Diese Algorithmen unterstützen die Verbesserung von Endnutzer-Schnittstellen für Helpdesk-Anwendungen, Benutzerhandbücher und Datenbankanfragen. Zu solchen Schnittstellen können auch E-Mail- oder SMS-Nachrichtendienste gehören.

Damit dienen die semantischen Analyseverfahren als ein Filter für SMS- und E-Mail-Anwendungen, der auf Studentenanfragen automatisch und unter Verwendung der richtigen Informationen antworten kann bzw. diese Nachrichten bei Bedarf an andere Abteilungen weiterleiten kann. Somit werden Lehrer entlastet und können sich auf die wichtigeren und persönlichen Bedürfnisse ihrer Schüler konzentrieren.

Miguel Arjona | alfa
Weitere Informationen:
http://www.altransdb.com

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