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HySafe - Sicherheitsforschung für den Umgang mit Wasserstoff

01.04.2004


Forschungszentrum Karlsruhe koordiniert EU-Projekt mit 13 beteiligten Nationen



Wasserstoff gilt als der Energieträger der Zukunft. Aber die Wasserstofftechnologie birgt auch Gefahren durch Explosionen und Brände. Hier setzt das Projekt HySafe an, ein so genanntes "Network of Excellence", das die Europäische Union im 6. Forschungsrahmenprogramm mit 7 Millionen Euro fördert. Beteiligt sind 24 europäische und ein kanadischer Partner aus insgesamt 13 Ländern. Die Koordination liegt beim Forschungszentrum Karlsruhe.



"HySafe" steht für "Safety of Hydrogen as an Energy Carrier". Das Projekt ordnet sich ein in die Bestrebungen der EU, auf dem Gebiet der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie im Wettbewerb mit den USA und Japan aufzuholen. Man geht heute davon aus, dass der Einsatz von Wasserstoff die Energieversorgung der Zukunft radikal verändern wird. Dies reicht von neuen Technologien zur Energieerzeugung über neuartige Speichermedien für Wasserstoff bis zur Energienutzung in Brennstoffzellen. Die sichere Beherrschung dieser Technologien ist daher für Europa von strategischer Bedeutung und hoher gesellschaftlicher Relevanz. Im Sinne einer künftigen breiten Anwendung müssen Regeln und Standards für den Umgang mit Wasserstoff und Brennstoffzellen entwickelt und abgeglichen werden.

Das Projekt HySafe hat zum Ziel, den Umgang mit Wasserstoff sicherer zu machen und gleichzeitig das öffentliche Vertrauen in die Wasserstofftechnologie und ihre Anwendungen zu fördern. Wichtige Themen sind dabei die Entwicklung von Methoden zur Beschreibung von Freisetzungsszenarien sowie zur Schadensverhütung und -begrenzung, ferner die Standardisierung von Risikoanalysen hinsichtlich Brand oder Explosion. Dazu kommt der Aufbau einer internationalen Datenbank für Störfälle und Unfälle.

"Dazu haben sich 24 europäische und ein kanadischer Partner zusammengeschlossen, um ihre Aktivitäten abzustimmen und ihre Ressourcen zu bündeln", erklärt Dr. Thomas Jordan vom Institut für Kern- und Energietechnik des Forschungszentrums Karlsruhe, der die fachliche Koordination von HySafe übernommen hat. "Als weitere Integrationsaktivitäten sind der Austausch von Mitarbeitern und die gemeinsame Nutzung von Versuchsanlagen vorgesehen."

Insgesamt werden 102 Wissenschaftler an HySafe mitarbeiten. Das Forschungszentrum Karlsruhe ist Koordinator dieses Netzwerkes, das mit 7 Millionen Euro über einen Zeitraum von 5 Jahren von der Europäischen Kommission gefördert wird. Die Partner des Projektes kommen sowohl aus der Industrie (beispielsweise BMW, Volvo, Air Liquide) und der Wissenschaft (zum Beispiel Fraunhofer Institut für Chemische Technologie, Forschungszentrum Jülich, Universität Pisa) als auch aus staatlichen Einrichtungen (wie der Bundesanstalt für Materialprüfung).

Am 31. März treffen sich die Teilnehmer dieses Projektes zum Kick-Off-Meeting im Forschungszentrum Karlsruhe; am 1. April wird das Treffen im Schloss Bruchsal fortgesetzt. Es werden etwa 60 Wissenschaftler aus den beteiligten Institutionen erwartet.


Das Forschungszentrum Karlsruhe ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, die mit ihren 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,1 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands ist. Die insgesamt 24 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helmholtz-Gemeinschaft forschen in den Bereichen Struktur der Materie, Erde und Umwelt, Verkehr und Weltraum, Gesundheit, Energie sowie Schlüsseltechnologien.

Inge Arnold | idw
Weitere Informationen:
http://www.fzk.de

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