Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit "OpinionCloud" rasend schnell und spielend leicht Web-Kommentare analysieren

15.09.2009
Kommentare sind ein zentraler Bestandteil des Web 2.0 - nur leider allzu oft nichtssagend. Eine neue Software aus der Bauhaus-Universität Weimar macht es möglich, die vorherrschenden Meinungen in einer Menge von Kommentaren übersichtlich darzustellen.

"Für den Nutzer ist es oftmals zeitraubend und langweilig, Kommentare zu lesen. Unser Ansatz hilft, sich einen Überblick zu verschaffen, indem die in Kommentaren geäußerten Meinungen zu einer 'Meinungs-Wort-Wolke' zusammengefasst werden", erklärt Martin Potthast von der Fakultät Medien der Universität.

Die Software OpinionCloud funktioniert ebenso simpel wie ausgeklügelt: Zentraler Bestandteil ist ein Wörterbuch, in dem Wörter als positiv, negativ oder neutral besetzt klassifiziert wurden. Das geschah sowohl per Hand als auch mit Hilfe maschineller Lernverfahren. Im laufenden Betrieb schlägt OpinionCloud jedes Wort in einem Kommentar einfach im Wörterbuch nach.

Die Darstellung der vorherrschenden Wörter in den Kommentaren lässt sich mit den "Tag clouds", den "Stichwort-Wolken" vergleichen, wie es sie auf vielen Nachrichten-Websites gibt. Positiv besetzte Wörter erscheinen grün, neutrale grau, negativ besetzte Wörter rot. Je häufiger ein Wort vorkommt, desto größer wird es dargestellt. Dem Nutzer erschließt sich über Farben und Größen leicht die vorherrschende Meinung.

Martin Potthast und der Student Steffen Becker entwickelten ihre Software für die Video-Plattform YouTube und für die Foto-Plattform Flickr. "Ein Kommentar dort weist in aller Regel nur eine Tendenz auf, und es steht eine große Menge an Kommentaren zur Verfügung", begründet Potthast diese Wahl. Für das Wörterbuch von "OpinionCloud" wurden neun Millionen Kommentare analysiert. Die Software ist als Zusatzprogramm ("Add-on") für den Internet-Browser Firefox kostenlos verfügbar. Sie funktioniert aktuell nur mit englischen Kommentaren, eine Version für deutsche Kommentare ist in der Entwicklung.

Das Add-on zum Download:
https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/11283
Weitere Informationen unter
http://www.webis.de/research/projects/opinioncloud
Kontakt:
Fakultät Medien
Bauhaus-Universität Weimar
Martin Potthast
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Professur Content Management und Web-Technologien / Prof. Benno Stein
Telefon 03643-583720
E-Mail: martin.potthast@uni-weimar.de

Claudia Weinreich | idw
Weitere Informationen:
http://www.webis.de/research/projects/opinioncloud
http://ewww.uni-weimar.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Intelligente Lösungen für smarte Container
13.11.2019 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht KI, mein Freund und Helfer – Studie zu den Implikationen der Interaktion mit Künstlicher Intelligenz
12.11.2019 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: New Pitt research finds carbon nanotubes show a love/hate relationship with water

Carbon nanotubes (CNTs) are valuable for a wide variety of applications. Made of graphene sheets rolled into tubes 10,000 times smaller than a human hair, CNTs have an exceptional strength-to-mass ratio and excellent thermal and electrical properties. These features make them ideal for a range of applications, including supercapacitors, interconnects, adhesives, particle trapping and structural color.

New research reveals even more potential for CNTs: as a coating, they can both repel and hold water in place, a useful property for applications like printing,...

Im Focus: Magnetisches Tuning auf der Nanoskala

Magnetische Nanostrukturen maßgeschneidert herzustellen und nanomagnetische Materialeigenschaften gezielt zu beeinflussen, daran arbeiten Physiker des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) gemeinsam mit Kollegen des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden und der Universität Glasgow. Zum Einsatz kommt ein spezielles Mikroskop am Ionenstrahlzentrum des HZDR, dessen hauchdünner Strahl aus schnellen geladenen Atomen (Ionen) periodisch angeordnete und stabile Nanomagnete in einem Probenmaterial erzeugen kann. Es dient aber auch dazu, die magnetischen Eigenschaften von Kohlenstoff-Nanoröhrchen zu optimieren.

„Materialien im Nanometerbereich magnetisch zu tunen birgt ein großes Potenzial für die Herstellung modernster elektronischer Bauteile. Für unsere magnetischen...

Im Focus: Magnets for the second dimension

If you've ever tried to put several really strong, small cube magnets right next to each other on a magnetic board, you'll know that you just can't do it. What happens is that the magnets always arrange themselves in a column sticking out vertically from the magnetic board. Moreover, it's almost impossible to join several rows of these magnets together to form a flat surface. That's because magnets are dipolar. Equal poles repel each other, with the north pole of one magnet always attaching itself to the south pole of another and vice versa. This explains why they form a column with all the magnets aligned the same way.

Now, scientists at ETH Zurich have managed to create magnetic building blocks in the shape of cubes that - for the first time ever - can be joined together to...

Im Focus: A new quantum data classification protocol brings us nearer to a future 'quantum internet'

The algorithm represents a first step in the automated learning of quantum information networks

Quantum-based communication and computation technologies promise unprecedented applications, such as unconditionally secure communications, ultra-precise...

Im Focus: REANIMA - für ein neues Paradigma der Herzregeneration

Endogene Mechanismen der Geweberegeneration sind ein innovativer Forschungsansatz, um Herzmuskelschäden zu begegnen. Ihnen widmet sich das internationale REANIMA-Projekt, an dem zwölf europäische Forschungszentren beteiligt sind. Das am CNIC (Centro Nacional de Investigaciones Cardiovasculares) in Madrid koordinierte Projekt startet im Januar 2020 und wird von der Europäischen Kommission mit 8 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen weltweit die meisten Todesfälle. Herzinsuffizienz ist geradezu eine Epidemie, die neben der persönlichen Belastung mit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Mediation – Konflikte konstruktiv lösen

12.11.2019 | Veranstaltungen

Hochleistungsmaterialien mit neuen Eigenschaften im Fokus von Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft

11.11.2019 | Veranstaltungen

Weniger Lärm in Innenstädten durch neue Gebäudekonzepte

08.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mehr digitale Prozesse für den Mittelstand

13.11.2019 | Unternehmensmeldung

dormakaba mit 4 Architects' Darling in Gold ausgezeichnet

13.11.2019 | Förderungen Preise

Effiziente Motorenproduktion mit der neuesten Generation des LZH IBK

13.11.2019 | Maschinenbau

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics