Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

18.01.2018

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“ im Fab Lab Berlin an intelligenten Lösungen für das Flugerlebnis von morgen gearbeitet.


LYRA verbindet verschiedene Mobilgeräte zu einem neuartigen Kommunikationssystem.

Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab


Mit LYRA haben Flugbegleiter Anfragen der Gäste über Smart Glasses direkt vor Augen.

Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab

Drei Prototypen wurden nun an Bord eines Lufthansa-Airbus A380 auf dem Weg von Frankfurt nach Houston vorgestellt und getestet. Die jungen Entwicklerteams präsentieren dabei Ideen zu neuen Flugzeugsitzen, zur Bordunterhaltung sowie neue Wege der Kommunikation in der Kabine.

Plattform der Präsentation auf dem Flug LH440 war das sogenannte Lufthansa FlyingLab, mit dem Fluggäste die Möglichkeit hatten, innovative Produkte und Services 10.000 Meter über dem Boden auszuprobieren und im Rahmen von Vorträgen mehr über das Thema Smart Fashion zu erfahren.

Team Lyra: Den Passagier besser im Blick dank Smart Glasses

Mit „LYRA“ präsentierten die DFKI-Wissenschaftler Orkhan Amiraslanov und Bo Zhou vom Forschungsbereich Eingebettete Intelligenz eine Anwendung zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Passagieren und der Kabinencrew. Die gemeinsam mit der LMU München und der Universität Duisburg-Essen sowie Xnet Communications aus Hamburg entwickelte Web-Applikation „LYRA Connect“ verkürzt die Laufwege des Kabinenpersonals und optimiert damit die Service-Abläufe und den individuellen Service an Bord.

Fluggäste können mit ihren eigenen Mobilgeräten einfache Anfragen an das Flugpersonal senden. So können Passagiere beispielsweise ein Getränk bestellen oder fragen, ob der Anschlussflug noch erreicht wird. Der nächste verfügbare Flugbegleiter hat die Anfrage durch Smart Glasses direkt vor Augen, und weiß sofort, wer wann was bestellt oder gefragt hat. Dabei können die Flugbegleiter auch zusätzliche Informationen über die Passagiere abfragen.

Dazu stellen sie sich auf ein Signalfeld, ein „Location Beacon“, das vor jedem Sitz angebracht ist. LYRA spielt dann die entsprechende Information diskret auf die Smart Glasses für den Flugbegleiter ein. So lässt sich beispielsweise vorab erfahren, welche Sprache der Passagier spricht oder welche Speisepräferenzen er angegeben hat.

Das Fazit der Jury: „LYRA verbindet verschiedene Geräte. Mit den Devices wird eine Art „Mini- Internet“ aufgebaut, das in einem Flugzeug auch offline voll funktionsfähig ist. Das System ist „Plug & Play“, also unkompliziert einsetzbar im Flugzeug. Die Herausforderung des Teams bestand darin, die Komplexität durch verschiedene Geräte, die an der App partizipieren, so zu kontrollieren, dass am Ende eine intuitive Schnittstelle für die Flugbegleiter und die Passgiere entsteht. Sofern die angebundenen Hardware-Lösungen überzeugen, ist das System einsetzbar.“

Prof. Dr. Paul Lukowicz, Leiter des Forschungsbereich Eingebettete Intelligenz am DFKI in Kaiserslautern: „Nach dem Gewinn des Fashion Fusion Award durch das Konzept Trainwear im Vorjahr unterstreicht der Einzug von LYRA in das Finale des diesjährigen Wettbewerbs und die aufsehenerregende Demonstration des Systems im Lufthansa FlyingLab erneut die Relevanz von modernen Wearable-Konzepten, wie wir sie im DFKI Wearable AI Competence Center erforschen“.

Prof. Lukowicz war selbst mit an Bord des Lufthansa-FlyingLabs und gab, als einer von fünf renommierten Digitalexperten, den Fluggästen in einer interaktiven Inflight-Konferenz Einblicke in das Thema „Mode & Technologie“.

Zusammenarbeit mit den Finalisten verlängert

Die Telekom, Initiator von Fashion Fusion, ist überzeugt, dass der Branchenfokus, den sie in der diesjährigen Challenge gemeinsam mit dem Partner Lufthansa auf die Zukunft des Fliegens gelegt haben, erfolgreich war. „Die Fashion Fusion Challenge zeigt, wie die Digitalisierung auch unser Reiseerlebnis an Bord eines Flugzeugs positiv verändern und den Wohlfühlfaktor steigern kann“, so Antje Hundhausen Vice President 3D Brand Experience bei der Deutschen Telekom.

Im Anschluss an das Lufthansa FlyingLab wurden die Prototypen in Las Vegas am Rande der CES (Consumer Electronics Show) einem internationalen Publikum präsentiert. Die Initiatoren der exklusiven Challenge sind darüber hinaus in weiteren Kooperationsgesprächen mit den Teams, so auch mit LYRA. Die Applikation soll zudem auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentiert werden.

Kontakt:

Prof. Dr. Paul Lukowicz
Forschungsbereich Eingebettete Intelligenz
Kompetenzzentrum Wearable AI
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH
Trippstadter Straße 122
D-67663 Kaiserslautern
Tel.: +49 (0)631 / 205 75-4000
ei-info@dfki.de

Pressekontakt:

Christian Heyer
DFKI Unternehmenskommunikation Kaiserslautern
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH
Trippstadter Straße 122
67663 Kaiserslautern
Tel.: +49 631 20575-1710
uk-kl@dfki.de

Weitere Informationen:

https://www.dfki.de/web/kompetenz/wearable-ai DFKI Kompetenzzentrum Wearable AI
https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/telekom-und-lufthan... Pressemitteilung der Telekom

Christian Heyer DFKI Kaiserslautern | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht LTE-V2X-Direktkommunikation für mehr Verkehrssicherheit
15.11.2018 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht Elektronische Haut zeigt Weg nach Norden - HZDR-Forscher verleihen Menschen mit Sensoren Magnetsinn
15.11.2018 | Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rasende Elektronen unter Kontrolle

Die Elektronik zukünftig über Lichtwellen kontrollieren statt Spannungssignalen: Das ist das Ziel von Physikern weltweit. Der Vorteil: Elektromagnetische Wellen des Licht schwingen mit Petahertz-Frequenz. Damit könnten zukünftige Computer eine Million Mal schneller sein als die heutige Generation. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sind diesem Ziel nun einen Schritt nähergekommen: Ihnen ist es gelungen, Elektronen in Graphen mit ultrakurzen Laserpulsen präzise zu steuern.

Eine Stromregelung in der Elektronik, die millionenfach schneller ist als heutzutage: Davon träumen viele. Schließlich ist die Stromregelung eine der...

Im Focus: UNH scientists help provide first-ever views of elusive energy explosion

Researchers at the University of New Hampshire have captured a difficult-to-view singular event involving "magnetic reconnection"--the process by which sparse particles and energy around Earth collide producing a quick but mighty explosion--in the Earth's magnetotail, the magnetic environment that trails behind the planet.

Magnetic reconnection has remained a bit of a mystery to scientists. They know it exists and have documented the effects that the energy explosions can...

Im Focus: Eine kalte Supererde in unserer Nachbarschaft

Der sechs Lichtjahre entfernte Barnards Stern beherbergt einen Exoplaneten

Einer internationalen Gruppe von Astronomen unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg ist es gelungen, beim nur sechs Lichtjahre...

Im Focus: Mit Gold Krankheiten aufspüren

Röntgenfluoreszenz könnte neue Diagnosemöglichkeiten in der Medizin eröffnen

Ein Präzisions-Röntgenverfahren soll Krebs früher erkennen sowie die Entwicklung und Kontrolle von Medikamenten verbessern können. Wie ein Forschungsteam unter...

Im Focus: Ein Chip mit echten Blutgefäßen

An der TU Wien wurden Bio-Chips entwickelt, in denen man Gewebe herstellen und untersuchen kann. Die Stoffzufuhr lässt sich dabei sehr präzise dosieren.

Menschliche Zellen in der Petrischale zu vermehren, ist heute keine große Herausforderung mehr. Künstliches Gewebe herzustellen, durchzogen von feinen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Kalikokrebse: Erste Fachtagung zu hochinvasiver Tierart

16.11.2018 | Veranstaltungen

Können Roboter im Alter Spaß machen?

14.11.2018 | Veranstaltungen

Tagung informiert über künstliche Intelligenz

13.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mikroplastik in Kosmetik

16.11.2018 | Studien Analysen

Neue Materialien – Wie Polymerpelze selbstorganisiert wachsen

16.11.2018 | Materialwissenschaften

Anomale Kristalle: ein Schlüssel zu atomaren Strukturen von Schmelzen im Erdinneren

16.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics