Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bezahlen über die SIM-Karte

05.04.2005


Siemens hat in Handys eine spezielle RFID-Technik für den Datenaustausch über kurze Entfernungen integriert. Damit könnten Mobiltelefone eine einfache Bezahlfunktion bekommen und versteckte Informationen von speziellen Plakaten lesen. Auf der CeBIT stellten Entwickler von Siemens Communications mehrere Anwendungsszenarien mit einem solchen Handy vor. Siemens hat bereits mehrere Systeme auf dem Markt, die Bezahlen von Parktickets und Fahrscheinen oder auch Einchecken mit dem Handy ermöglicht. Projekte laufen in Wien, im Vogtland oder bei einer brasilianischen Fluggesellschaft. Die Systeme funktionieren aber mit spezieller Software und nicht über Radio-Frequenz-Identifizierung (RFID) mit Near Field Communication (NFC).



Auf der Computermesse 2004 hatten die Entwickler bereits die Machbarkeit der Technik gezeigt: Handys mit RFID/NFC-Chips können prinzipiell den Geldbeutel ersetzen. Die Weiterentwicklung besteht darin, dass die zugehörige Software nun auf der offenen Java-Plattform basiert und damit nahezu auf jedem Mobiltelefon laufen kann. Das kontaktlose Bezahlen erfolgt beispielsweise mit der SIM-Karte. Dafür die werden die bisher nicht benutzten elektrischen Kontakte der Karte benutzt. Auf der Karte kann auch ein elektronischer Schlüssel sitzen, der eine eindeutige und sichere Buchung garantiert. Wenn der Nutzer etwas bezahlen möchte, muss er nur sein Handy an ein entsprechendes Lesegerät halten. Für die Abrechnung gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder fungiert die SIM-Karte wie eine herkömmliche aufladbare Geldkarte, oder die Beträge werden vom Mobilfunkbetreiber über die Handyrechnung abgebucht.



Mit NFC-Technik können Anwender auch mit Info-Postern in Kontakt treten. Wenn in einem solchen Poster ein RFID-Transponder, ein Tag, integriert ist, kann das Handy Webadressen laden oder kleinere Downloads machen. Dieser Tag wird aber nur aktiv, wenn das Handy weniger als zehn Zentimeter entfernt gehalten wird. So hat der Anwender im Gegensatz zu anderen Lösungen die volle Kontrolle. Auf der CeBIT konnten Besucher beispielsweise ein Mobiltelefon an ein Plakat der Deutschen Bahn halten, worauf direkt die Seite der Zugauskunft geladen wurde. Denkbar wäre, dass Anwender von einem Kino- oder Konzertplakat zur Online-Buchung geführt werden oder sich einen Klingelton mit der Filmmusik herunterladen können.

Die Handys mit NFC-Technik befinden sich zurzeit in der Testphase. Ein größerer Feldversuch steht noch aus.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de
http://www.siemens.de/cebit

Weitere Berichte zu: Handy Mobiltelefon NFC-Technik SIM-Karte

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation
13.07.2018 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Gegen das Verblassen historischer Dokumente
11.07.2018 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Im Focus: Magnetic vortices: Two independent magnetic skyrmion phases discovered in a single material

For the first time a team of researchers have discovered two different phases of magnetic skyrmions in a single material. Physicists of the Technical Universities of Munich and Dresden and the University of Cologne can now better study and understand the properties of these magnetic structures, which are important for both basic research and applications.

Whirlpools are an everyday experience in a bath tub: When the water is drained a circular vortex is formed. Typically, such whirls are rather stable. Similar...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation

13.07.2018 | Informationstechnologie

Fachhochschule Südwestfalen entwickelt innovative Zinklamellenbeschichtung

13.07.2018 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics