Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Supercomputer-Rekorde am Fließband - IBM-Rechner mit 70,72 Teraflops

05.11.2004


Vor der nächste Woche anstehenden Veröffentlichung der neuen Supercomputer-Hitparade fallen die Rechen-Rekorde am laufenden Band. Den jüngsten Spitzenwert reklamiert das US-Energieministerium http://www.energy.gov für sich: Demnach hat ein im Rahmen des Stockpile Stewardship Program entwickeltes Blue Gene/L-System von IBM eine Rechenleistung von 70,72 Teraflops (70,72 Bio. Rechenoperationen pro Sekunde) erreicht. Damit scheint der jüngst von Silicon Graphics aufgestellte Rekord Makulatur zu sein.


Der kalifornische Spezialist Silicon Graphics hatte erst in der Vorwoche mit seinem Columbia Supercomputer einen neuen Rekord mit insgesamt 42,7 Teraflops für sich reklamiert, dabei aber noch nicht die volle Performance seines Systems ausgenutzt. Auch das nunmehrige Rekordsystem, das von IBM und der National Nuclear Security Administration (NNSA) des Energieministeriums entwickelt wurde, hat noch einige Ressourcen: Der Supercomputer läuft erst auf einem Viertel seiner Kapazitäten, teilte das Energieministerium mit. Im Endausbau soll der Rechner auf eine Performance von rund 300 Teraflops kommen.

Durch das neue System sollen wissenschaftliche Berechnungen wesentlich schneller als bisher möglich sein. "Blue Gene/L (BG/L) wird es unseren Wissenschaftlern ermöglichen, größere und komplexere Probleme als jemals zuvor zu erforschen", sagte Energieminister Spencer Abraham. Eine Aufgabe, für die die seinerzeitige Nummer drei der Supercomputerliste im Vorjahr 30 Tage benötigt habe, könne das neue System in rund drei Tagen erledigen. BG/L werde in seinem endgültigen Vollausbau den lange Zeit im Ranking führenden japanischen Earth Simulator in der Performance um den Faktor neun übertreffen, gleichzeitig aber nur ein Siebentel der elektrischen Energie und ein Vierzehntel des Stellplatzes benötigen, teilte das Energieministerium mit. Dies seien entscheidende Faktoren, die den Einsatz von Supercomputern für mehr Universitäten und Regierungsstellen überhaupt erst möglich machen.


Das neue Ranking der Supercomputer der Welt soll am 8. November veröffentlicht werden. Obwohl die Hitliste generell anerkannt wird, ist der zugrunde liegende Linpack-Test nicht unumstritten. Dieser sei eine zwar komfortable, aber unvollständige Methode zur Performance-Messung, berichtet der Branchendienst Cnet. Im Ranking der Supercomputer liefern sich traditionell US- und japanische Produkte einen Wettlauf. Von 2002 bis zum September dieses Jahres hatte der japanische Earth Simulator die Liste angeführt.

Georg Panovsky | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.energy.gov
http://www.top500.org

Weitere Berichte zu: Performance Ranking Supercomputer Teraflop

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation
13.07.2018 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Gegen das Verblassen historischer Dokumente
11.07.2018 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Pflanzenmütter kommunizieren mit ihren Embryonen über das Hormon Auxin

17.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus wird zum Internetstar

17.07.2018 | Architektur Bauwesen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics