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3D-Welten bieten großes Lernpotenzial

29.06.2010
Anwendungsmöglichkeiten gehen über abstrakten Wissenserwerb hinaus

Virtuelle 3D-Welten wie Second Life sind zwar selbst keine Lernplattformen, haben aber großes Potenzial als Basis für E-Learning-Lösungen. Dieser Ansicht sind Forscher an der Universität Carlos III zu Madrid (UC3M).

"3D-Lernumgebungen sind nicht nur zur reinen Wissensvermittlung geeignet, sondern auch zum Lehren anderer Kompetenzen", betont Carlos Delgado Kloos, Professor für Telematik an der UC3M. Ein Beispiel ist das Erlernen von Spanisch als Fremdsprache.

Optimales Zusammenspiel

Den Wissenschaftlern müssen für eine optimale ideale Lehrplattform Komponenten wie ein Schulungsprogramm, Aktivitäten zum Wissenserwerb und auch eine Methodologie zum bewerten des Lernerfolgs umfassen. "Wenn all diese Elemente bestehen, können wir vom Übergang von einer abstrakten 3D-Welt zu einer Lernplattform sprechen", sagt Kloos. Ein Fallbeispiel der Wissenschaftler ist das Erlernen von Spanisch.

Für den Erwerb dieser Fremdsprache wäre es optimal, in einem spanischsprachigen Land zu leben. Eben das lässt sich mittels 3D-Welt zumindest virtuell verwirklichen. Eine große Stärke dieser Lernumgebung ist dabei, dass sie realweltlichen Situationen wesentlich näher kommt, als es das beste Lehrbuch je könnte. Daher kann ein solches System auch über das rein kognitive hinausgehende Fähigkeiten und Kompetenzen vermitteln, bei denen das allein mit einem Buch nicht möglich ist, so die Forscher.

Relativ Neuland

Zwar verweisen die Wissenschaftler darauf, dass gerade Flugsimulatoren schon lange auf den Nachbau der realen Welt als Lehrmethode setzen. Ebenso gab es bereits Experimente für Lernumgebungen in Second Life wie beispielsweise ein virtuelles Lehrkrankenhaus (pressetext berichtete: http://www.pressetext.com/news/090401004/). Doch insgesamt ist der Weg für virtuelle 3D-Welten als Lernumgebung nach Ansicht der Spanier noch weit.

"Das ist ein relativ neues Gebiet, dessen Bedeutung sich erst zeigen muss", meint Kloos. Mit immer leistungsfähigerer Hardware und neuen Interfaces werde es aber sicher ein Wachstum geben. Dabei ist ein Wildwuchs zu vermeiden. Den Forschern zufolge besteht dringender Bedarf, Standards und gute Praktiken für die Umsetzung von Lehrumgebungen in virtuellen 3D-Welten zu definieren.

Thomas Pichler | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.uc3m.es

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