Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Generationenwechsel erfordert mehr Teilhabe in Alten- und Pflegeheimen

13.04.2011
Sobald die 68er-Generation in die Alten- und Pflegeheime einzieht, müssen die Konzepte der Heime überarbeitet werden – KDA-Quartiershäuser vorgestellt

In den kommenden Jahren wird ein Generationenwechsel in den Alten- und Pflegeheimen stattfinden. „Im Vergleich zur Kriegsgeneration wird die sogenannte 68er-Generation ihr Recht auf Selbstbestimmung und Teilhabe vehementer einfordern. Sie wird nur bereit sein, eine stationäre Versorgung zu akzeptieren, wenn diese Grundrechte umgesetzt werden“, sagt Dr. Peter Michell-Auli, Geschäftsführer des Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA).

Die KDA-Quartiershäuser setzen aus vielen Einzelansätzen die Aspekte um, die ein selbstbestimmtes Leben in stationärer Pflege ermöglichen. Zusätzlich beteiligen sich die Bewohner am Leben außerhalb des Heims. „Die künftige Entwicklung in der Pflege älterer Menschen in Einrichtungen ist klar: Die Häuser müssen kleiner und stadtteilbezogen sein, also eingebettet in den örtlichen Sozialraum“, sagt Franz Josef Stoffer, Geschäftsführer der Caritas Betriebs und Trägergesellschaft mbH (CBT).

Die KDA-Quartiershäuser bieten dafür drei Säulen: das Leben in Privatheit, in Gemeinschaft und im Quartier, also dem Stadtteil, Kiez oder Dorf. Das Leben in Privatheit findet in Appartements statt, die Einzelzimmer ersetzen. Eine eigene Klingel und ein Briefkasten zeigen, dass sie der persönliche Rückzugsraum des Bewohners sind. Sie verfügen über ein Zimmer und eine kleine Pantryküche, in der die Menschen Kaffee kochen, mitgebrachte Speisen erwärmen oder selbst zubereiten können wie zuvor Zuhause. Für ein Leben in Gemeinschaft sorgen große Wohnküchen. Tagsüber ist immer jemand zugegen. „Hier entstehen familienähnliche Beziehungen“, erklärt Christine Sowinski, Leiterin des Bereichs Beratung von Einrichtungen und Diensten. Am öffentlichen Leben nehmen die Bewohner der KDA-Quartiershäuser ebenfalls teil. „Sie nutzen Angebote im Quartier oder aber die Einrichtung bietet selbst Veranstaltungen für alle Bürger des Quartiers an“, erklärt Sowinski. Durch diese eigenen Veranstaltungen für alle Bürger integrieren sich die Quartiershäuser ins öffentliche Leben.

„Die Prinzipien der Quartiershäuser sind in der Praxis realisierbar und wurden in Einrichtungen der CBT teilweise bereits umgesetzt“, sagt CBT-Geschäftsführer Stoffer. „Teilhabe der Menschen in den Häusern und Partizipation der Bürger außerhalb – für mich liegt in diesem Konzept die Zukunft.“

Weitere Informationen zum Thema: Kostenloser Download der Artikel „Akteure im Quartier. Füreinander und miteinander“ und „Eigener Herd ist Goldes Wert. Das Appartement im KDA-Quartiershaus der 5. Generation“, erschienen im KDA-Magazin Pro Alter (Ausgaben November/Dezember 2010 und März/April 2011) unter www.kda.de

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe
Das KDA setzt sich seit 1962 für die Lebensqualität und Selbstbestimmung älterer Menschen ein. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten führen unabhängige Experten Projekte und Studien durch. Das KDA berät Ministerien, Kommunen, Unternehmen, Sozialverbände, Leistungserbringer wie Heimträger und ambulante Dienste, bietet Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für Führungs- und Fachkräfte an und informiert die Öffentlichkeit mit seinem Fachmagazin ProAlter sowie durch Tagungen und Publikationen.
Kontakt
Simone Helck, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Tel.: 0221/ 93 18 47 – 10, Mail: presse@kda.de

Dr. Peter Michell-Auli | idw
Weitere Informationen:
http://www.kda.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Deutschland wächst – aber nicht überall
24.04.2018 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

nachricht Daseinsvorsorge in Stadt und Land sichern
08.11.2017 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics