Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Expedition ans Ende der Welt

29.11.2016

Wie lebt es sich zweieinhalb Monate auf dem Tiefseemeeresforschungsschiff „SONNE“, das am nördlichen Ende des Pazifischen Ozeans unterwegs ist? Dr. Alexander Ziegler von der Universität Bonn war während einer Expedition der einzige Biologe an Bord inmitten einer internationalen Mannschaft von Geowissenschaftlern aus den USA, Russland und Deutschland.

Zum ständigen Bild gehört die graue Beringsee an meist trüben Tagen. Bewölkung und Nebel sind typisch für die Sommermonate an diesem Ende der Welt. Deshalb freut sich Dr. Ziegler, sobald sich am Horizont Land abzeichnet:


Der Biologe Dr. Alexander Ziegler von der Universität Bonn im Hafen von Dutch Harbor (Alaska/USA) vor dem Tiefseemeeresforschungsschiff „SONNE“.

(c) Foto: Alexander Ziegler

„Die vulkanisch geprägten Landschaften dort sind sehr eindrücklich: karg, einsam und unglaublich schön – eine richtige Wildnis!“

Doch der wissenschaftliche Blick des Evolutionsbiologen richtet sich nicht auf das Festland, sondern auf die Tiefen des Pazifiks. Das Team fördert mit einem Fangkorb Proben aus bis zu 7.000 Metern Meerestiefe empor. Steine und Lebewesen sollen über die Entstehung und das Alter der Beringsee Auskunft geben.

An Bord wird rund um die Uhr und an sieben Tagen pro Woche gearbeitet. Die zahlenmäßig stärker vertretenen Geowissenschaftler absolvieren dies im Schichtdienst, während Dr. Ziegler als einziger Biologe an Bord im Prinzip jederzeit verfügbar sein muss.

Glücklicherweise entlasten ihn nachts meist die Kollegen, doch bei außergewöhnlichen Funden wird er aus seiner Koje gerufen. Den größten Teil seiner Arbeitszeit nimmt die Sichtung und Konservierung der gefangenen Organismen in Anspruch.

„Wir förderten eine große Vielfalt an Lebewesen an die Meeresoberfläche – das hat meine Erwartungen weit übertroffen“, zieht Dr. Ziegler eine sehr positive Bilanz der Expedition. Die reiche Ernte, die bei der 249. Fahrt der „SONNE“ zusammenkam, wird in den nächsten Monaten und Jahren von Evolutionsbiologen der Universität Bonn und anderen Instituten weltweit untersucht werden.

Kontakt für die Medien:

Dr. Alexander Ziegler
Institut für Evolutionsbiologie und Zooökologie
Universität Bonn
Tel. 0228/735758
E-Mail: aziegler@evolution.uni-bonn.de

Weitere Informationen:

https://www.uni-bonn.de/die-universitaet/publikationen/forsch/e-forsch/november-... Ein ausführlicher Bericht der Reise ans Ende der Welt ist im Magazin „forsch“ der Universität Bonn auf den Seiten zehn bis zwölf zu finden

Johannes Seiler | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Es war wirklich der Asteroid
22.10.2019 | Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

nachricht Permafrostregion setzt mehr und mehr CO2 frei
22.10.2019 | Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hohlraum vermittelt starke Wechselwirkung zwischen Licht und Materie

Forschern ist es gelungen, mithilfe eines mikroskopischen Hohlraumes eine effiziente quantenmechanische Licht-Materie-Schnittstelle zu schaffen. Darin wird ein einzelnes Photon bis zu zehn Mal von einem künstlichen Atom ausgesandt und wieder absorbiert. Das eröffnet neue Perspektiven für die Quantentechnologie, berichten Physiker der Universität Basel und der Ruhr-Universität Bochum in der Zeitschrift «Nature».

Die Quantenphysik beschreibt Photonen als Lichtteilchen. Will man ein einzelnes Photon mit einem einzelnen Atom interagieren lassen, stellt dies aufgrund der...

Im Focus: A cavity leads to a strong interaction between light and matter

Researchers have succeeded in creating an efficient quantum-mechanical light-matter interface using a microscopic cavity. Within this cavity, a single photon is emitted and absorbed up to 10 times by an artificial atom. This opens up new prospects for quantum technology, report physicists at the University of Basel and Ruhr-University Bochum in the journal Nature.

Quantum physics describes photons as light particles. Achieving an interaction between a single photon and a single atom is a huge challenge due to the tiny...

Im Focus: Freiburger Forschenden gelingt die erste Synthese eines kationischen Tetraederclusters in Lösung

Hauptgruppenatome kommen oft in kleinen Clustern vor, die neutral, negativ oder positiv geladen sein können. Das bekannteste neutrale sogenannte Tetraedercluster ist der weiße Phosphor (P4), aber darüber hinaus sind weitere Tetraeder als Substanz isolierbar. Es handelt sich um Moleküle aus vier Atomen, deren räumliche Anordnung einem Tetraeder aus gleichseitigen Dreiecken entspricht. Bisher waren neben mindestens sechs neutralen Versionen wie As4 oder AsP3 eine Vielzahl von negativ geladenen Tetraedern wie In2Sb22– bekannt, jedoch keine kationischen, also positiv geladenen Varianten.

Ein Team um Prof. Dr. Ingo Krossing vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Freiburg ist es gelungen, diese positiv geladenen...

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

13. Aachener Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung – »Collaborate to Innovate: Making the Net Work«

22.10.2019 | Veranstaltungen

Serienfertigung von XXL-Produkten: Expertentreffen in Hannover

22.10.2019 | Veranstaltungen

Digitales-Krankenhaus – wo bleibt der Mensch?

21.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

13. Aachener Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung – »Collaborate to Innovate: Making the Net Work«

22.10.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Studenten entwickeln einen Koffer, der automatisch auf Schritt und Tritt folgt

22.10.2019 | Innovative Produkte

Chemikern der Universität Münster gelingt Herstellung neuartiger Lewis-Supersäuren auf Phosphor-Basis

22.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics