Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Roboterfußball: Die Mannschaft der Hochschule Reutlingen gewinnt auf der Weltmeisterschaft in Graz einen ersten Platz

06.07.2009
"RT Lions" vor der Universität Osnabrück auf dem ersten Platz, so die endgültige Platzierung auf dem RoboCup 2009 in der Stadthalle von Graz

"RT Lions", das Team des Studienbereichs Mechatronik der Hochschule Reutlingen wurde Weltmeister in der Roboterfußball-Kategorie "Mixed Reality", bei der reale Roboterfahrzeuge mit einem Ball spielen, der auf einem als Spielfeld dienendem Bildschirm simuliert wird.

Am Sonntag, den 5. Juli 2009 um 11 Uhr fand das spannende Endspiel der Liga "Mixed Reality" gegen das Team der Universität Osnabrück statt, das nach einen Rückstand um zwei Tore doch noch 4:3 für die Reutlinger Mannschaft endete.

Fußballspielende Roboter, dieses Zusammenspiel von Mechanik, Elektronik und Informatik begeistert seit über 10 Jahren Wissenschaftler der Mechatronik und der Informatik. Die Teilnehmer am "RoboCup-Senior" sind Studenten und Mitarbeiter von Hochschulen. Für Schüler gibt es eine "Junior"-Liga. Jeder Roboter erhält seine Bewegungsanweisungen von einem Computerprogramm, das die Teammitglieder von Jahr für Jahr zu größerer Perfektion entwickeln. Ziel des Projekts "RoboCup" ist es, im Jahr 2050 so virtuos zu spielen, um gegen eine Nationalmannschaft in der Realität antreten zu können.

Am diesjährigen Wettbewerb nahmen Mannschaften aus 40 Ländern teil. Im RoboCup-Wettbewerb gibt es fußballspielende zweibeinige Roboter, fußballspielende Roboterfahrzeuge und auch Roboter, die andere Aufgaben, wie unbemannte Rettungseinsätze, durchführen. Die Kategorie "Mixed Reality" spielte dieses Jahr zum ersten Mal auf einem 42-Zoll-Flachbildschirm mit fünf gegen fünf Spieler. In den vergangenen Jahren wurde auf einem kleineren Bildschirm mit zwei gegen zwei Spielern gekämpft.

Die Bewegungen der Roboterfahrzeuge werden von einer zentralen Videokamera erfasst und die aktuellen Positionen den stationären Mannschaftscomputern übermittelt. Das Besondere an der Software für die Robotersteuerungen ist, dass jeder Spieler von einem einzelnen Softwaremodul gesteuert wird, der lediglich die aktuellen Positionen aller übrigen Spieler, der Tore und des Balls kennt. Dieses entspricht dem realen Fußballspiel von Menschen, bei dem es bekanntlich auch keine zentrale Befehlsgewalt gibt.

Die Reutlinger Mannschaft wurde erst Anfang dieses Jahres im Studienbereich Mechatronik der Hochschule gebildet. Sie besteht aus zwei Bachelor-Studenten, einer Assistentin und einem Assistenten. Die Studenten entwickelten Software und Hardware im Rahmen ihrer Bachelor-Thesis genannten Abschlussarbeit. Die Mannschaft hat auf dem Wettbewerb RoboCup German Open, der auf der Hannover Messe Industrie im April 2009 stattfand, auch schon den ersten Platz belegt. Der Student, der die Software für die Ansteuerung der Roboterbewegungen entworfen und programmiert hat, war nicht bei der Weltmeisterschaft in Graz anwesend. Seine Software steuerte die Roboter auch ohne ihn in den Sieg der Weltmeisterschaft.

Den spannenden Verlauf der Woche in der Stadthalle in Graz kann man in einem Web-Tagebuch (Blog) auf den Internetseiten der Hochschule unter http://www.tec.reutlingen-university.de/robocup nachlesen. Dort findet man auch Links zu den anderen Roboterfußball-Kategorien.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Jürgen Schwager
E-Mail: juergen.schwager@reutlingen-university.de

Rita Maier | idw
Weitere Informationen:
http://www.tec.reutlingen-university.de/robocup
http://www.reutlingen-university.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Schönheit der organischen Form in 3D
12.07.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Infektionen und Krebs: Welche Rolle spielen spezielle weiße Blutkörperchen?
06.07.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics