Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Künftigen Krankheitsausbrüchen besser begegnen

13.07.2012
"Nationalen Forschungsplattform für Zoonosen" erhält Förderung für weitere drei Jahre / Bundesforschungsministerium unterstützt Standort Münster mit 600.000 Euro

Grünes Licht für Runde zwei: Der Koordinationsstandort Münster der "Nationalen Forschungsplattform für Zoonosen" erhält vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in den nächsten drei Jahren rund 600.000 Euro.

Damit starten die Münsteraner jetzt in die zweite Förderperiode der Vernetzung von Forschungen zu zoonotischen Infektionskrankheiten, also Erkrankungen, die von Tieren auf Menschen übertragen werden – oder umgekehrt. Zoonosen rufen bei Menschen immer wieder Krankheitsausbrüche mit zum Teil globalem Ausmaß hervor. Die sogenannte Schweinegrippe oder die EHEC-Epidemie sind bekannte Beispiele.

Gegenüber der ersten Phase, die 2009 angelaufen war, entspricht die aktuelle Förderung einer Erhöhung der finanziellen Ausstattung um 40 Prozent. "Wir sehen dies auch als Anerkennung des bisherigen Erfolgs unserer Arbeit", betont der Leiter der Geschäftsstelle, Virologe Prof. Dr. Stephan Ludwig von der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU). Die Forschungsplattform ist ein Informations- und Servicenetzwerk für alle in Deutschland aktiven Arbeitsgruppen im Bereich der Zoonosenforschung.
Sie hat über 400 Mitglieder und vereint elf Forschungsverbünde unter ihrem Dach. Wissenschaftler aus verschiedenen Fachdisziplinen, darunter Tier- und Humanmedizin sowie Biologie, solche Krankheiten gemeinsam, um der komplexen Problematik gerecht zu werden. Münster ist der Hauptstandort der Geschäftsstelle; neben Leiter Stephan Ludwig gehören die Biologin Dr. Friederike Jansen und Isabell Schmidt zum Team. Ableger der Geschäftsstelle gibt es in Berlin und auf der Insel Riems nahe der Hansestadt Greifswald.

"Münster ist ein Zentrum der vernetzten Infektionsforschung. Wir haben viele Wissenschaftler, die im Bereich der Zoonosen arbeiten", erklärt Stephan Ludwig. Unter dem Dach der Zoonosenplattform werden mit dem "FluResearchNet" und dem Verbund "MedVetStaph" zwei Zoonosen-Forschungsnetzwerke von Münster aus koordiniert. Zudem ist das Institut für Hygiene der Medizinischen Fakultät der WWU maßgeblich an dem Forschungsverbund "FBI-Zoo" beteiligt, der ebenfalls unter dem Dach der Zoonosenplattform arbeitet. Das Institut für Hygiene als Mitglied der Plattform erlangte im vergangenen Jahr große mediale Aufmerksamkeit, da dort unter der Leitung von Prof. Dr. Helge Karch der EHEC-Erreger identifiziert wurde.

"Wir haben die Vernetzung von Veterinär- und Humanmedizin durch die Forschungsplattform maßgeblich vorangetrieben", zieht Stephan Ludwig Zwischenbilanz. "Nicht nur der jährliche von der Geschäftsstelle organisierte bundesweite Kongress zum Thema Zoonosenforschung hat zum Erfolg der ersten Förderphase beigetragen. Auch zahlreiche Expertentreffen und die verstärkte Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Fachgesellschaften haben dabei eine Rolle gespielt."

In der neuen Förderperiode werden die Forscher die Internationalisierung ihrer Aktivitäten vorantreiben. Zudem soll die Netzwerkstruktur auf den Bereich der klinischen Infektiologie ausgedehnt werden. Die Einbeziehung von Doktoranden soll die Nachwuchsförderung stärken. Stephan Ludwig betont: "So besteht die Chance, den Herausforderungen zukünftiger Krankheitsausbrüche besser zu begegnen.".

Kontakt:

Dr. Friederike Jansen
Nationale Forschungsplattform für Zoonosen
Telefon: 0251 83-53011
E-Mail: friederike.jansen@ukmuenster.de

Dr. Christina Heimken | idw
Weitere Informationen:
http://www.zoonosen.net/
http://www.ukmuenster.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Ausgezeichnet: „betop“ Magazin gewinnt Gold und Silber
05.08.2019 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Bosch Global Supplier Award für Rittal
02.08.2019 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hamburger und Kieler Forschende beobachten spontanes Auftreten von Skyrmionen in atomar dünnen Kobaltfilmen

Seit ihrer experimentellen Entdeckung sind magnetische Skyrmionen – winzige magnetische Knoten – in den Fokus der Forschung gerückt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hamburg und Kiel konnten nun zeigen, dass sich einzelne magnetische Skyrmionen mit einem Durchmesser von nur wenigen Nanometern in magnetischen Metallfilmen auch ohne ein äußeres Magnetfeld stabilisieren lassen. Über ihre Entdeckung berichten sie in der Fachzeitschrift Nature Communications.

Die Existenz magnetischer Skyrmionen als teilchenartige Objekte ist bereits vor 30 Jahren von theoretischen Physikern vorhergesagt worden, konnte aber erst...

Im Focus: Hamburg and Kiel researchers observe spontaneous occurrence of skyrmions in atomically thin cobalt films

Since their experimental discovery, magnetic skyrmions - tiny magnetic knots - have moved into the focus of research. Scientists from Hamburg and Kiel have now been able to show that individual magnetic skyrmions with a diameter of only a few nanometres can be stabilised in magnetic metal films even without an external magnetic field. They report on their discovery in the journal Nature Communications.

The existence of magnetic skyrmions as particle-like objects was predicted 30 years ago by theoretical physicists, but could only be proven experimentally in...

Im Focus: Physicists create world's smallest engine

Theoretical physicists at Trinity College Dublin are among an international collaboration that has built the world's smallest engine - which, as a single calcium ion, is approximately ten billion times smaller than a car engine.

Work performed by Professor John Goold's QuSys group in Trinity's School of Physics describes the science behind this tiny motor.

Im Focus: Die verschränkte Zeit der Quantengravitation

Die Theorien der Quantenmechanik und der Gravitation sind dafür bekannt, trotz der Bemühungen unzähliger PhysikerInnen in den letzten 50 Jahren, miteinander inkompatibel zu sein. Vor kurzem ist es jedoch einem internationalen Forschungsteam von PhysikerInnen der Universität Wien, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie der Universität Queensland (AUS) und dem Stevens Institute of Technology (USA) gelungen, wichtige Bestandteile der beiden Theorien, die den Verlauf der Zeit beschreiben, zu verbinden. Sie fanden heraus, dass die zeitliche Abfolge von Ereignissen echte Quanteneigenschaften aufweisen kann.

Der allgemeinen Relativitätstheorie zufolge verlangsamt die Anwesenheit eines schweren Körpers die Zeit. Das bedeutet, dass eine Uhr in der Nähe eines schweren...

Im Focus: Quantencomputer sollen tragbar werden

Infineon Austria forscht gemeinsam mit der Universität Innsbruck, der ETH Zürich und Interactive Fully Electrical Vehicles SRL an konkreten Fragestellungen zum kommerziellen Einsatz von Quantencomputern. Mit neuen Innovationen im Design und in der Fertigung wollen die Partner aus Hochschulen und Industrie leistbare Bauelemente für Quantencomputer entwickeln.

Ionenfallen haben sich als sehr erfolgreiche Technologie für die Kontrolle und Manipulation von Quantenteilchen erwiesen. Sie bilden heute das Herzstück der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

GAIN 2019: Das größte Netzwerktreffen deutscher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler startet in den USA

22.08.2019 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz auf der MS Wissenschaft

22.08.2019 | Veranstaltungen

Informatik-Tagung vom 26. bis 30. August 2019 in Aachen

21.08.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

5G macht die Produktion smarter

23.08.2019 | Informationstechnologie

Wärmekraftmaschinen in der Mikrowelt

23.08.2019 | Physik Astronomie

Auf dem Prüfstand: Automatisierte Induktionsthermographie zur Oberflächenrissprüfung von Schmiedeteilen

23.08.2019 | Maschinenbau

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics