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Forschungskolleg Frühkindliche Bildung neu ausgeschrieben

31.03.2010
Robert Bosch Stiftung fördert Nachwuchs für Wissenschaft und Forschung

Die Bedeutung frühkindlicher Bildung für die Persönlichkeitsentwicklung ist heute unbestritten: Auf die ersten Jahre kommt es an. Inzwischen besteht weitgehend Konsens darüber, dass die Ausbildung von Lehrpersonal für Kindertageseinrichtungen an Universitäten und Fachhochschulen ihren Platz haben muss.

Um das Potential exzellent ausgebildeter Fachkräfte auch für Wissenschaft und Forschung in der frühkindlichen Bildung besser zu nutzen, schreibt die Robert Bosch Stiftung zum zweiten Mal das Förderprogramm "Forschungskolleg Frühkindliche Bildung - Exzellenter Nachwuchs für die Wissenschaft" aus. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2010. Bis zu 15 Nachwuchswissenschaftler werden im Herbst 2010 von einem renommierten wissenschaftlichen Fachgremium ausgewählt. Die Auftaktveranstaltung findet am 8. Dezember 2010 in Berlin statt.

Das umfassenden Weiterbildungsprogramm zur Qualifizierung in dieser neuen Disziplin richtet sich an Wissenschaftler, die am Anfang ihrer Karriere stehen, an einer Universität oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung promovieren oder habilitieren und eine verantwortungsvolle Position in Forschung und Lehre auf dem Gebiet der frühkindlichen Bildung anstreben. Begleitend zu ihrer Promotion oder Habilitation erhalten die Stipendiaten innerhalb von 24 Monaten zahlreiche, individuell zugeschnittene Weiterbildungen in Modulform rund um das Thema frühkindliche Bildung.

Sie nehmen an einer international besetzten und interdisziplinär ausgerichteten Sommerschule zu aktuellen Forschungsfragen sowie an einem Mentoring-Programm teil. Neben dem Besuch internationaler Fachtagungen werden individuelle Hospitationen oder Praktika in Kitas, Trägereinrichtungen und Forschungsinstitutionen angeboten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zu einem Forschungsaufenthalt an einer ausländischen Hochschule, den der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) unterstützt. Individuelle karrierefördernde Maßnahmen wie Sprachkurse, persönliches Coaching oder Zuschüsse zur Kinderbetreuung runden das Programm ab.

Voraussetzung für die Teilnahme am Forschungskolleg Frühkindliche Bildung ist die Zulassung zur Promotion oder Habilitation an einer deutschen Universität. Das Thema der Qualifikationsarbeit muss dabei einen Bezug zur frühkindlichen Bildung haben. Neben Absolventen pädagogischer Studiengänge richtet sich das Programm insbesondere an Nachwuchswissenschaftler angrenzender Fachgebiete wie Sozial- und Grundschulpädagogen, Soziologen, Psychologen oder Kognitionswissenschaftler.

Stephanie Ferdinand | idw
Weitere Informationen:
http://www.bosch-stiftung.de/forschungskolleg_fruehkindliche_bildung

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