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Endspurt zum Deutschen Zukunftspreis 2012

06.11.2012
Vorstellungen der nominierten Projekte jetzt als Video online - ab heute Team I: Binaurale Hörgeräte - räumliches Hören für alle

Am 28. November 2012 verleiht Bundespräsident Joachim Gauck den Deutschen Zukunftspreis, den Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation, in Berlin. Vier Teams sind für die hochrangige Auszeichnung nominiert. Wir stellen die Projekte im Video vor - ab heute das Team I.

Die drei Forscher Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Prof. Dr. Volker Hohmann und Dr. Torsten Niederdränk schufen mit ihren Teams die technologischen Grundlagen für Hörgerätesysteme, die beidohrig und aufeinander abgestimmt arbeiten. Dadurch können hörgeschädigte Menschen zukünftig Gespräche und Geräusche auch in akustisch "schwierigen" Situationen besser wahrnehmen, als dies mit herkömmlichen Hörgeräten möglich ist.

Das "binaurale" System koppelt zwei Hörgeräte am linken und rechten Ohr, die die räumlichen Eigenschaften eines Schallfeldes aufnehmen und im Sinne einer optimalen Aufbereitung für den Hörgeschädigten nutzbar machen. Dabei hilft ein eigens entwickeltes Verfahren, um Daten per Funk zwischen den beiden Hörgeräten austauschen. Eine neuartige Diagnosemethode ermöglicht es außerdem, den individuellen Hörfehler von betroffenen Menschen zu ermitteln - um dann Algorithmen zu erstellen, die ihn gezielt kompensieren.

Hörprobleme sind weit verbreitet - vor allem bei der Generation 60+, bei der etwa jeder Zweite darunter leidet. Doch das Phänomen ist keine reine Alterserscheinung: Auch Jugendliche und Kinder verfügen oft über ein eingeschränktes Hörvermögen.

Die bislang gebräuchlichen Hörgeräte stoßen mitunter an Grenzen - etwa in Räumen mit Nachhall, bei mehreren durcheinander redenden Menschen oder lauten Hintergrundgeräuschen. Dann ist trotz Hörhilfe oft nur ein unverständliches Gewirr von Stimmen und Geräuschen zu vernehmen.

Binaurale Hörsysteme bewirken dagegen eine deutlich bessere Hörqualität. Die Firma Siemens Audiologische Technik brachte 2004 das erste Hörgerät mit dieser Technologie auf den Markt, weitere Produkte folgten. In einigen Jahren werden vermutlich vier von fünf Hörgeräten die binaurale Technik nutzen. Das erschließt weltweit einen riesigen und wachstumsstarken Markt.

Das Video zu Team I finden Sie in der Mediathek unter www.deutscher-zukunftspreis.de und ab sofort auch auf unserem neuen YouTube Kanal.

Pressekontakt:
Dr. Christiane A. Pudenz
Büro Deutscher Zukunftspreis
Cuvilliésstraße 14
81679 München
Telefon 089-30 70 34 44
info@deutscher-zukunftspreis.de

Dr. Christiane A. Pudenz | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.deutscher-zukunftspreis.de

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