Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Doppelte Auszeichnung für exzellente Radiologen

13.05.2010
Deutsche Röntgengesellschaft zeichnet gleich zwei Radiologen der Universitätsmedizin Mannheim mit hochrangigen Preisen aus

Mit Professor Dr. med. Christian Fink und Privatdozent Dr. med. Henrik J. Michaely werden gleich zwei Ärzte des Instituts für Klinische Radiologie und Nuklearmedizin der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) mit hochrangigen Preisen ausgezeichnet.

Professor Dr. Christian Fink wird in diesem Jahr den Röntgenring erhalten, Privatdozent Dr. Henrik Michaely wird mit dem Walter-Friedrich-Preis ausgezeichnet. Beides sind renommierte Preise der Deutschen Röntgengesellschaft, die im Rahmen des 91. Deutschen Röntgenkongresses, der vom 12. bis 15. Mai 2010 in Berlin stattfindet, verliehen werden.

Professor Dr. Christian Fink wird der seit diesem Jahr zu Ehren Wilhelm Conrad Röntgens umbenannte Röntgenring verliehen. Der Preis wurde bislang als Holthusenring seit 1955 jährlich an junge Wissenschaftler im Bereich der Radiologie vergeben. Den Kriterien für die Vergabe des Röntgenrings entsprechend muss sich der Preisträger bereits im Alter von unter 40 Jahren durch exzellente wissenschaftliche Arbeiten und Vorträge einen Ruf auf nationaler und internationaler Ebene erworben haben.

Professor Fink ist Geschäftsführender Oberarzt und stellvertretender Direktor des Instituts für Klinische Radiologie und Nuklearmedizin. Der 38-jährige Radiologe vertritt damit Professor Dr. Stefan Schönberg, der seit 2006 übrigens selbst Träger des Holthusenrings ist.

Als Leiter des Geschäftsfeldes Kardiothorakale Diagnostik des Instituts für Klinische Radiologie und Nuklearmedizin liegen die klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkte von Professor Fink in der radiologischen Diagnostik im Bereich des Brustkorbs – der Organe, wie Herz und Lunge, und des Gefäßsystems. Seine wissenschaftlichen Arbeiten konzentrieren sich darauf, die kardiothorakale Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) für die nicht-invasive Diagnostik der koronaren Herzkrankheit und von Lungenerkrankungen fortlaufend zu verbessern, sowie auf den Einsatz der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zur Verbesserung der Diagnostik des Lungenkarzinoms. In diesem Feld ist er auch als radiologischer Experte Mitglied des Vorstands der „Lung Cancer Group“ der European Organization für Research and Treatment of Cancer (EORTC).

Für alle genannten bildgebenden Verfahren liegen Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeit von Professor Fink in der fortlaufenden Optimierung der Untersuchungstechnik, etwa mit dem Ziel, die Strahlenbelastung für Patienten in der CT zu reduzieren oder alternativ die strahlenfreie MRT zur Diagnostik von Lungenentzündungen bei Patienten mit Leukämie einzusetzen. Diese Projekte werden durch das Bundesamt für Strahlenschutz und die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. gefördert.

Die wissenschaftlichen Ergebnisse des jungen Radiologen sind in über 100 Originalarbeiten und Übersichtsartikeln in nationalen und internationalen Zeitschriften veröffentlicht. Aufgrund seiner wissenschaftlichen Expertise ist er Gutachter und Mitherausgeber internationaler wissenschaftlicher Zeitschriften sowie Gutachter nationaler und internationaler Forschungsgesellschaften, wie des Schweizer Nationalfonds.

Den Walter-Friedrich-Preis, mit dem PD Dr. Henrik J. Michaely ausgezeichnet wird, vergibt die Fachgesellschaft an Radiologen, die nicht älter als 40 Jahre sind und herausragende wissenschaftliche Arbeiten in der Radiologie erbracht haben. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert. Henrik J. Michaely erhält die Auszeichnung für seine wissenschaftlichen Arbeiten im Rahmen seiner Habilitation, die er 2008 an der Medizinischen Fakultät Mannheim erlangte. Dabei befasste sich der heute 34-jährige Radiologe mit der hochaufgelösten dreidimensionalen Darstellung der Gefäße der Nieren mittels der MR-Angiographie unter Verwendung kleinster Mengen an Kontrastmittel bei 3 Tesla sowie mit der Darstellung und Messung der Nierenfunktion mittels funktioneller MR-Bildgebung.

PD Dr. Michaely ist Oberarzt am Institut für Klinische Radiologie und Nuklearmedizin und Leiter des Geschäftsfeldes Abdominelle und Vaskuläre Bildgebung. Dieser Funktionsbereich widmet sich insbesondere der Erkennung von Erkrankungen von transplantierten Nieren sowie der schonenden und schnellen Bildgebung der Gefäße mit neuesten MR-Methoden. Die wissenschaftlichen Schwerpunkte des Radiologen liegen im Bereich der schnellen kardiovaskulären (Herz und Gefäßsystem betreffend) und funktionellen Magnetresonanz- und Computertomographie, insbesondere unter Einsatz neuer Technologien.

PD Dr. Michaely war Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Seine umfangreichen wissenschaftlichen Ergebnisse auf dem Gebiet der MR-Angioraphie und der funktionellen MRT der Nieren sind in mehr als 70 nationalen und internationalen Publikationen und etlichen Buchbeiträgen veröffentlicht. Er ist als Gutachter für zahlreiche internationale Fachzeitschriften tätig, bei zwei internationalen Fachzeitschriften wirkt er als Herausgeber mit.

Auch der Walter-Friedrich-Preis ist schon einmal an einen Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg vergeben worden: Professor Dr. rer. nat. Lothar R. Schad, Direktor des Instituts für Computerunterstützte Klinische Medizin, wurde 1995 damit ausgezeichnet.

Vergabe der Preise:
Der Röntgenring wird Prof. Dr. Christian Fink am Mittwoch, 12. Mai 2010, im Rahmen der Eröffnungsfeier des Deutschen Röntgenkongresses verliehen, den Walter-Friedrich-Preis erhält PD Dr. Henrik J. Michaely im Rahmen der Mitgliederversammlung am Freitag, 14. Mai 2010.

Dr. Eva Maria Wellnitz | idw
Weitere Informationen:
http://www.umm.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Wie ein infizierter Knochen besser heilt
16.10.2019 | Klinikum der Ruhr-Universität Bochum - Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH

nachricht Sensorschleuse Argus von dormakaba mit ICONIC Award 2019 ausgezeichnet
15.10.2019 | dormakaba Deutschland GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Im Focus: Solving the mystery of quantum light in thin layers

A very special kind of light is emitted by tungsten diselenide layers. The reason for this has been unclear. Now an explanation has been found at TU Wien (Vienna)

It is an exotic phenomenon that nobody was able to explain for years: when energy is supplied to a thin layer of the material tungsten diselenide, it begins to...

Im Focus: Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

Eine ganz spezielle Art von Licht wird von Wolfram-Diselenid-Schichten ausgesandt. Warum das so ist, war bisher unklar. An der TU Wien wurde nun eine Erklärung gefunden.

Es ist ein merkwürdiges Phänomen, das jahrelang niemand erklären konnte: Wenn man einer dünnen Schicht des Materials Wolfram-Diselenid Energie zuführt, dann...

Im Focus: Wie sich Reibung bei topologischen Isolatoren kontrollieren lässt

Topologische Isolatoren sind neuartige Materialien, die elektrischen Strom an der Oberfläche leiten, sich im Innern aber wie Isolatoren verhalten. Wie sie auf Reibung reagieren, haben Physiker der Universität Basel und der Technischen Universität Istanbul nun erstmals untersucht. Ihr Experiment zeigt, dass die durch Reibung erzeugt Wärme deutlich geringer ausfällt als in herkömmlichen Materialien. Dafür verantwortlich ist ein neuartiger Quantenmechanismus, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift «Nature Materials».

Dank ihren einzigartigen elektrischen Eigenschaften versprechen topologische Isolatoren zahlreiche Neuerungen in der Elektronik- und Computerindustrie, aber...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

VR-/AR-Technologien aus der Nische holen

18.10.2019 | Veranstaltungen

Ein Marktplatz zur digitalen Transformation

18.10.2019 | Veranstaltungen

Wenn der Mensch auf Künstliche Intelligenz trifft

17.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Insekten teilen den gleichen Signalweg zur dreidimensionalen Entwicklung ihres Körpers

18.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Volle Wertschöpfungskette in der Mikrosystemtechnik – vom Chip bis zum Prototyp

18.10.2019 | Physik Astronomie

Innovative Datenanalyse von Fraunhofer Austria

18.10.2019 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics