Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Preisverleihung der ELSE KRÖNER MEMORIAL STIPENDIEN 2006

26.09.2007
Am 13.09.2007 wurden im Rahmen des Präsidentensymposiums auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie die drei Preisträger der ELSE KRÖNER MEMORIAL STIPENDIEN 2006 feierlich im ICC, Berlin geehrt.

Im Rahmen des Präsidentensymposiums beim 80. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie wurden am 13.09.07 die Preisträger der ELSE KRÖNER MEMORIAL STIPENDIEN 2006 feierlich von Dr. Gabriele Kröner, Mitglied des Vorstands der Else Kröner-Fresenius-Stiftung, im ICC, Berlin geehrt.

Herr Dr. med. Andreas Bender von der Neurologischen Klinik am Klinikum Großhadern, Ludwig-Maximilians-Universität München, befasst sich in seiner Arbeit mit dem Titel "Deletion der mitochondrialen DNA und oxidativer Stress bei der Parkinson-Erkrankung: Eine Untersuchung auf Einzelzellniveau" mit Veränderungen des Erbgutes der Mitochondrien. Deletionen der mitochondrialen DNA akkumulieren mit zunehmendem Alter und verstärkt bei neurodegenerativen Erkrankungen, wie z.B. dem M. Parkinson, in postmitotischen Geweben, insbesondere dem Gehirn. Im Rahmen der Projektförderung wird untersucht werden, ob die Deletionen in einem krankheitsspezifischen neuroanatomischen Muster auftreten, also z.B. bei M. Parkinson bevorzugt in der Substantia nigra. Vulnerabilitätsfaktoren für die Entstehung von Mutationen einzelner Zellpopulationen sowie die Rolle von oxidativem Stress als möglichem Auslöser der mitochondrialen Schädigung werden verifiziert. Durch die Übertragung der Befunde auf Zellkultur und Tiermodell soll ein Testsystem zur Überprüfung neuroprotektiver Therapieansätze entwickelt werden. Methodisch stehen quantitative Einzelluntersuchungen durch Lasermikrodissektion und realtime-PCR im Mittelpunkt des Projektes.

Privatdozent Dr. med. Jan Kielstein von der Medizinischen Hochschule Hannover, Zentrum Innere Medizin, Abteilung Nephrologie, befasst sich in seiner Projektarbeit mit dem Titel "Anreicherung des Dialysates mit L-Arginin - Auswirkungen auf die zerebrale Durchblutung und die Gefäßsteifigkeit von Dialysepatienten" mit dem Effekt einer Anreicherung des Dialysates auf die zerebrale Durchblutung und Gefäßsteifigkeit bei Dialysepatienten mit terminaler Niereninsuffizienz. Bei der chronischen Hämodialyse kommt es zu einem Verlust von Aminosäuren aus dem Blut ins Dialysat. Hierdurch werden bis zu 10% der mit der Nahrung aufgenommenen Aminosäuren entfernt. Ziel der Studie ist es durch die Anreicherung des Dialysates mit L-Arginin den Verlust dieser, für die Produktion von Stickstoffmonoxid (NO) so wichtigen Aminosäure zu verhindern. Der Effekt dieser Intervention auf die cerebrale Durchblutung und Gefäßsteifigkeit von Dialysepatienten soll mittels Kernspinntomographie und Pulswellengeschwindigkeit ermittelt werden.

... mehr zu:
»Dialysat »Vektor

Dr. med. Axel Schambach von der Medizinischen Hochschule Hannover, Zentrum Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, befasst sich in seiner Projektarbeit mit dem Titel "Biologische Sicherheit lentiviraler Vektoren in Forschung und klinischer Anwendung" mit der Entwicklung von Vektoren für die Behandlung von Immundefekten. Lentivirale Vektoren sind vielversprechende Werkzeuge zur Übertragung von Erbinformation in blutbildende Stammzellen und Leberzellen. Das Projekt soll helfen, die möglichen Risiken des lentiviralen Gentransfers besser abschätzen zu können und sicherere, effiziente Vektoren für die Therapie von angeborenen Gendefekten (z.B. SCID-X1) und metabolischen Erkrankungen (z.B. alpha 1-Antitrypsinmangel) zu etablieren. Im weiteren sollen diese lentiviralen Vektoren zur Korrektur von ausgewählten Proteindefekten in blutbildenden System und Leberzellen eingesetzt werden.

Die ELSE KRÖNER MEMORIAL STIPENDIEN wurden im Jahr 2006 bereits zum dritten Mal vergeben. Die drei Stipendiaten erhalten eine Vergütung von jeweils bis maximal 70 TEuro p.a., die den Kandidaten zu Forschungszwecken an einer Deutschen Universität eine zweijährige Freistellung von der klinischen Tätigkeit ermöglicht. Die Bewerber müssen außergewöhnliche Forschungsleistungen vorweisen und das Ziel der Habilitation verfolgen oder sich vor nicht länger als fünf Jahren habilitiert haben. Zusätzlich können Bewerber einen Antrag auf Projektförderung einreichen. Insgesamt hat die Else Kröner-Fresenius-Stiftung für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Rahmen der ELSE KRÖNER MEMORIAL STIPENDIEN bislang rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mit der Auslobung der ELSE KRÖNER MEMORIAL STIPENDIEN soll das Lebenswerk von Else Kröner gewürdigt werden und jungen Medizinern eine einmalige Forschungsplattform eröffnet werden.

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Bad Homburg v.d.H.. Stiftungszweck sind die Förderung klinischer Forschung und die Unterstützung humanitärer Hilfsprojekte sowie die Ausbildung von jungen Ärzten, Krankenpflegepersonal, begabter Schüler und Studenten. Bis dato hat die Else Kröner-Fresenius-Stiftung rund 700 Einzelprojekte unterstützt mit einem Gesamtbetrag von über 65 Millionen Euro. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung wurde im Jahr 1983 von Else Kröner gegründet, die mit ihrem Tod im Jahr 1988 ihr gesamtes Vermögen der Else Kröner-Fresenius-Stiftung zuwendete.

Dr. Gabriele Kröner | idw
Weitere Informationen:
http://www.ekfs.de
http://www.ekfs.eu

Weitere Berichte zu: Dialysat Vektor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Schönheit der organischen Form in 3D
12.07.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Infektionen und Krebs: Welche Rolle spielen spezielle weiße Blutkörperchen?
06.07.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 467 km/h in Los Angeles: TUM-Hyperloop-Team bleibt Weltmeister

Mit grandiosen 467 Stundenkilometern ist die dritte Kapsel des WARR-Hyperloop-Teams in Los Angeles durch die Teströhre auf dem Firmengelände von SpaceX gerast. Die Studierenden der Technischen Universität München (TUM) bleiben damit auch im dritten Hyperloop Pod Wettbewerb in Los Angeles ungeschlagen und halten den Geschwindigkeitsrekord für den Hyperloop Prototyp.

Der SpaceX-Gründer Elon Musk hatte die „Hyperloop Pod Competition“ 2015 ins Leben gerufen. Der Hyperloop ist das Konzept eines Transportsystems, bei dem sich...

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Natur in der Stadt – was sie leistet und wie wir sie schützen können

23.07.2018 | Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Suchmaschine für «Smart Wood»

23.07.2018 | Informationstechnologie

Das Geheimnis der Höhlenkrebse entschlüsselt

23.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Natur in der Stadt – was sie leistet und wie wir sie schützen können

23.07.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics