Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsprojekt für Entwicklung von Knochenersatz gefördert

05.08.2003



Um die Entwicklung von individuell maßgeschneiderten, mit körpereigenen Zellen besiedelte biologische Implantate für große Knochen- und Knorpeldefekte des Schädels - etwa bei Verlust der Kiefer, der Nase oder des Ohrs- und des Bewegungsapparates geht es bei einem Forschungsverbund mit der Bezeichnung FORTEPRO, an dem das Friedrich-Baur- Forschungsinstitut für Biomaterialien (FBI) unter der Leitung von Professor Dr.-Ing Günter Ziegler als die einzige Institution aus Nordbayern und das einzige materialwissenschaftliche Institut in diesem Verbund beteiligt ist.

... mehr zu:
»Biomaterial »FORTEPRO »Implantat

Die Bayerische Forschungsstiftung fördert diesen Forschungverbund für "Tissue Engineering und Rapid Prototyping (FORTEPRO)" über drei Jahre mit 3 Mio. An ihm sind 31 Partner aus Industrie und Forschung beteiligt. Die 13 beteiligten Industriepartner finanzieren den Verbund zusätzlich mit 3 Mio. Die Fördersumme für das FBI beträgt ca. 300.000 über 3 Jahre.

Die Implantate werden aus dreidimensional strukturierten, resorbierbaren Stützgerüsten bestehen, die über neue Rapid Prototyping(RP)- Verfahren - spezielle Verfahren zur direkten Herstellung von Implantaten - hergestellt, mit körpereigenen Zellen (zunächst Stammzellen aus den Knochenmark) besiedelt werden und auf dieser Basis neues Gewebe bilden (Tissue Engineering). Mit solchen individuell designten, zellbesiedelten Implantaten, die im Verlauf der Resorption des Zellträgers neues Gewebe bilden (Tissue Engineering), können Infektionsrisiken bzw. Abstoßungsreaktionen bei Fremdknochen- Transplantaten oder Custom-Implantaten aus verschiedenen Werkstoffen vermieden werden.


Keiner der bereits experimentell verwendeten Zellträger ist derzeit für das Rapid Prototyping geeignet. Notwendig ist daher die Modifikation bekannter Werkstoffe bzw. die Entwicklung eines für dieses Herstellungsverfahren von defektgerechten Prothesen geeigneten Biomaterials. Es soll eine Technologie entwickelt werden, die die direkte Herstellung von soliden Formkörpern mit Hilfe von RP-Verfahren erlaubt.

Ziel von FORTEPRO ist die Entwicklung von Verfahrenstechniken, Biomaterialien und Implantat- Prototypen, um hieraus eine schnelle Produktentwicklung von hochstabilen, individuell maßgeschneiderten biologischen Implantaten mit körpereigenen Zellen zu ermöglichen.

An FORTEPRO beteiligt sind Institute und Kliniken der Universität Bayreuth, der Technischen Universität München, der Ludwig-Maximilians- Universität München, der Universität Regensburg, des FORWISS Passau, des europäischen Großforschungszentrums caesar (center of advanced european studies and research) Bonn sowie der 13 mittelständische Firmen. Das Friedrich-Baur-Forschungsinstitut für Biomaterialien ist an drei der sechs Teilprojekte beteiligt.

Die Aufgabe des FBI ist es, künstliche Knochenersatzmaterialien hinsichtlich Porenstruktur und mechanischer Eigenschaften maßzuschneidern, die Optimierung für die Gewebezüchtung zu nutzen und die verfahrenstechnischen Voraussetzungen für das Rapid Prototyping zu erarbeiten. Ein verfahrenstechnisch orientiertes Teilprojekt wird von Professor Ziegler geleitet.

Kerstin Wodal | Bayerische Forschungsstiftung
Weitere Informationen:
http://www.fortepro.de

Weitere Berichte zu: Biomaterial FORTEPRO Implantat

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Klimafreundliche Energie aus Abwärme
20.12.2019 | Technische Universität München

nachricht Der DPG-Technologietransferpreis 2020 geht an Orcan Energy für die Nutzung von Abwärme für die CO2-freie Stromerzeugung
16.12.2019 | Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultraschnelles Schalten eines optischen Bits: Gewinn für die Informationsverarbeitung

Wissenschaftler der Universität Paderborn und der TU Dortmund veröffentlichen Ergebnisse in Nature Communications

Computer speichern Informationen in Form eines Binärcodes, einer Reihe aus Einsen und Nullen – sogenannten Bits. In der Praxis werden dafür komplexe...

Im Focus: Fraunhofer IOSB-AST und DRK Wasserrettungsdienst entwickeln den weltweit ersten Wasserrettungsroboter

Künstliche Intelligenz und autonome Mobilität sollen dem Strukturwandel in Thüringen und Sachsen-Anhalt neue Impulse verleihen. Mit diesem Ziel fördert das Bundeswirtschaftsministerium ab sofort ein innovatives Projekt in Halle (Saale) und Ilmenau.

Der Wasserrettungsdienst Halle (Saale) und das Fraunhofer Institut für Optronik,
Systemtechnik und Bildauswertung, Institutsteil Angewandte Systemtechnik...

Im Focus: A step towards controlling spin-dependent petahertz electronics by material defects

The operational speed of semiconductors in various electronic and optoelectronic devices is limited to several gigahertz (a billion oscillations per second). This constrains the upper limit of the operational speed of computing. Now researchers from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg, Germany, and the Indian Institute of Technology in Bombay have explained how these processes can be sped up through the use of light waves and defected solid materials.

Light waves perform several hundred trillion oscillations per second. Hence, it is natural to envision employing light oscillations to drive the electronic...

Im Focus: Haben ein Auge für Farben: druckbare Lichtsensoren

Kameras, Lichtschranken und Bewegungsmelder verbindet eines: Sie arbeiten mit Lichtsensoren, die schon jetzt bei vielen Anwendungen nicht mehr wegzudenken sind. Zukünftig könnten diese Sensoren auch bei der Telekommunikation eine wichtige Rolle spielen, indem sie die Datenübertragung mittels Licht ermöglichen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) am InnovationLab in Heidelberg ist hier ein entscheidender Entwicklungsschritt gelungen: druckbare Lichtsensoren, die Farben sehen können. Die Ergebnisse veröffentlichten sie jetzt in der Zeitschrift Advanced Materials (DOI: 10.1002/adma.201908258).

Neue Technologien werden die Nachfrage nach optischen Sensoren für eine Vielzahl von Anwendungen erhöhen, darunter auch die Kommunikation mithilfe von...

Im Focus: Einblicke in die Rolle von Materialdefekten bei der spin-abhängigen Petahertzelektronik

Die Betriebsgeschwindigkeit von Halbleitern in elektronischen und optoelektronischen Geräten ist auf mehrere Gigahertz (eine Milliarde Oszillationen pro Sekunde) beschränkt. Die Rechengeschwindigkeit von modernen Computern trifft dadurch auf eine Grenze. Forscher am MPSD und dem Indian Institute of Technology in Bombay (IIT) haben nun untersucht, wie diese Grenze mithilfe von Lichtwellen und Festkörperstrukturen mit Defekten erhöht werden könnte, um noch größere Rechenleistungen zu erreichen.

Lichtwellen schwingen mehrere hundert Trillionen Mal pro Sekunde und haben das Potential, die Bewegung von Elektronen zu steuern. Im Gegensatz zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungen

Gemeinsam auf kleinem Raum - Mikrowohnen

19.02.2020 | Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Globale Datenbank für Karstquellenabflüsse

21.02.2020 | Geowissenschaften

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Langlebige Fachwerkbrücken aus Stahl einfacher bemessen

21.02.2020 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics