Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Beifall für Europas Top-Erfinder

07.05.2008
Vier herausragende Erfinder erhalten heute in Ljubljana Europas wichtigsten Innovationspreis

Antiviralbehandlung, Fahrzeugrahmen aus Aluminium, revolutionäres Scan-Verfahren am Auge und Roboterchirurgie werden mit dem Preis "European Inventor of the Year 2008" ausgezeichnet.

*Vier herausragende Erfinder erhalten heute in Ljubljana Europas wichtigsten Innovationspreis.

*Die Gewinner kommen aus Belgien, Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten.

*Die slowenische EU-Präsidentschaft, die Europäische Kommission und das Europäische Patentamt feiern die Beiträge zu Europas Innovationskapazität und Wettbewerbsfähigkeit

Heute wurden die Erfinder einer bahnbrechenden AIDS-Therapie, leichterer und umweltfreundlicherer Fahrzeugrahmen aus Aluminium, eines gründlichen aber schmerzlosen Laser-Scanning-Verfahrens am Auge und eines Roboters, der die Chirurgie revolutionieren soll, mit dem Preis "European Inventor of the Year 2008" ausgezeichnet. Europas wichtigster Innovationspreis ehrt Pioniere, deren Erfindungen unseren Alltag verändert und Europas Wettbewerbsfähigkeit gestärkt haben. Der slowenische Präsident Danilo Türk, der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Günter Verheugen, und die Präsidentin des EPA, Alison Brimelow, haben die Preise auf einer Galaveranstaltung in Ljubljana überreicht.

Die internationale Jury hat die Gewinner in den folgenden Kategorien ausgewählt:
Lebenswerk:
Erik De Clercq von der Universtität Leuven (Belgien) für richtungsweisende Beiträge im Bereich der Antiviralbehandlung einschließlich der Entwicklung des Arzneicocktails gegen AIDS, der zum Goldstandard unserer Tage geworden ist.
Industrie:
Norbert Enning, Ulrich Klages, Heinrich Timm, Gundolf Kreis, Alois Feldschmid, Christian Dornberg und Karl Reiter (Deutschland) von Audi für die Revolutionierung der Fahrzeugherstellung, indem sie Fahrzeugrahmen durch die Verwendung von Aluminium leichter und sicherer gemacht haben.
KMU/Forschung:
Douglas Anderson, Robert Henderson und Roger Lucas von dem schottischen Unternehmen Optos (Vereinigtes Königreich) für die Entwicklung einer neuen Laser-Scanning-Technik am Auge zur gründlichen aber schmerzlosen Untersuchung der Netzhaut.
Außereuropäische Erfinder:
Philip S. Green (Vereinigte Staaten) vom SRI International für die Entwicklung eines robotergestützten Chirurgiesystems, das zur Weiterentwicklung der Chirurgie in Europa beigetragen hat, indem es Chirurgen ermöglicht, komplizierte Operationen mit höchster Präzision durchzuführen.

Günter Verheugen, Vizepräsident der Europäischen Kommission: "Alle Gewinner des Preises "European Inventor of the Year 2008" haben absolut bahnbrechende Erfindungen entwickelt. Sie beweisen damit Europas Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit. Die Innovationsförderung steht im Hinblick auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wachstum weiterhin an der Spitze der Prioritätenliste."

Andrej Vizjak, Wirtschaftsminister der Republik Slowenien: "Die slowenische Präsidentschaft setzt sich entschieden für die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und der Innovationskapazität Europas ein. Die bahnbrechenden Erfindungen, die heute ausgezeichnet worden sind, unterstreichen, wie wichtig ein effizienter rechtlicher Rahmen zum Schutz geistiger Eigentumsrechte für die Unterstützung des kreativen Potenzials der euro¬päischen Wirtschaft ist. Wir sind davon überzeugt, dass eine Einigung auf ein Gemeinschaftspatent den Innovationsprozess und die internationale Wettbewerbsfähigkeit Europas voranbringen wird."

EPA-Präsidentin Alison Brimelow: "Die Gewinner haben herausragende kreative Leistungen erbracht. Ihr Erfolg zeigt, wie wichtig Patentschutz im Erfindungsprozess ist. Wenn wir den Klimawandel bekämpfen wollen, wenn wir neue Wege bei der Behand¬lung von Krankheiten beschreiten wollen, dann brauchen wir ein qualitätsorientiertes Patentsystem, das Innovationen fördert und unterstützt. Das IP-System kann Dreh- und Angelpunkt für die effiziente Verbreitung von wegweisenden Technologien sein - dafür ist die diesjährige Preisverleihung der eindeutige Beweis."

Hintergrund zum "European Inventor of the Year"

Unter den zahlreichen Innovationspreisen ist der "European Inventor of the Year" etwas Besonderes - nicht nur wegen des Formats und der Bedeutung der ausgezeichneten Forscher, auch das Auswahlverfahren und die geografische Reichweite sind einzigartig. Bei der Auswahl der Gewinner konnte die unabhängige, hochkarätige internationale Jury auf die Expertise des EPA und von Patentprüfern nationaler Patentämter zurückgreifen. Zur Wahl standen Erfindungen, die zwischen 1993 und 2002 patentiert und erfolgreich vermarktet wurden. Der Preis hat rein symbolischen Charakter und beinhaltet keine finanzielle oder sonstige Belohnung.

Ausgezeichnet werden Erfinder und Erfindungen, die in Europa und über seine Grenzen hinaus einen maßgeblichen und nachhaltigen Beitrag zum technischen Fortschritt und damit auch zur wirtschaftlichen Stärkung Europas geleistet haben. Der "European Inventor of the Year" wurde von der Europäischen Kommission und dem Europäischen Patentamt (EPA) gemeinsam ins Leben gerufen.

Die diesjährige Preisverleihung fand in Ljubljana im Rahmen des Europäischen Patentforums 2008 (Motto: "Inventing a cleaner future") statt. Auf dieser Konferenz bietet das EPA international renommierten Experten eine Plattform, sich über die mögliche Rolle des Patentsystems bei der Bekämpfung des Klimawandels auszutauschen.

Weitere Fragen richten Sie bitte an:

Europäisches Patentamt:
Rainer Osterwalder: +49(0)89 2399-1820
+49-(0)163-8399-527
Europäische Kommission:
Ton van Lierop: +32(2)29.665.65
Catherine Bunyan: +32(2)29.965.12

Rainer Osterwalder | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.epo.org/about-us/events/epf2008/forum.html
http://www.epo.org/topics/news/2008/20080410.html

Weitere Berichte zu: EPA Innovationspreis Inventor Wettbewerbsfähigkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Weniger Tierversuche absehbar: Multiorgan-Chip ausgezeichnet
18.10.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Ein Roboter, der Schienenbrüche erkennt: Auszeichnung für Projekt „Railcheck“
12.10.2018 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Auf dem Weg zu maßgeschneiderten Naturstoffen

Biotechnologen entschlüsseln Struktur und Funktion von Docking Domänen bei der Biosynthese von Peptid-Wirkstoffen

Mikroorganismen bauen Naturstoffe oft wie am Fließband zusammen. Dabei spielen bestimmte Enzyme, die nicht-ribosomalen Peptid Synthetasen (NRPS), eine...

Im Focus: Größter Galaxien-Proto-Superhaufen entdeckt

Astronomen enttarnen mit dem ESO Very Large Telescope einen kosmischen Titanen, der im frühen Universum lauert

Ein Team von Astronomen unter der Leitung von Olga Cucciati vom Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) Bologna hat mit dem VIMOS-Instrument am Very Large...

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Natürlich intelligent

19.10.2018 | Veranstaltungen

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Entzündungsprozesse beeinträchtigen Nervenregeneration im Alter

19.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Auf dem Weg zu maßgeschneiderten Naturstoffen

19.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Magnetische Sensoren ermöglichen richtungsabhängige Temperaturmessung

19.10.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics