Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

450.000 Euro für den Umweltschutz – BMBF fördert Projekt der Umweltingenieure

14.09.2012
Nachhaltige Technologien und strategische Partnerschaften sind gefragt, damit Klimawandel und schwindende Ressourcen für nachfolgende Generationen nicht zum unlösbaren Problem werden.
Beides vereint das Verbundprojekt „Technologien zum nachhaltigen Gewässer- und Umweltschutz von Küstenlandschaften in Vietnam (EWATEC-COAST)“, an dem die Hochschule Ostwestfalen-Lippe beteiligt ist. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt mit rund drei Mio. Euro für die Dauer von drei Jahren, von denen ca. 450.000 Euro an die Hochschule OWL gehen.

Vietnam mit seiner über 3.000 Kilometer langen Küste kämpft seit Jahren unter den Folgen von Umweltverschmutzungen durch Industriebetriebe, von Naturkatastrophen und globalen Klimaveränderungen. Sturmfluten und Binnenhochwasser fordern Menschenleben und sorgen für hohe ökonomische Schäden. Eine integrierte und nachhaltige Wasserwirtschaft wäre dringend notwendig, jedoch fehlen den Kommunen und Verwaltungen ausgereifte Planungsgrundlagen und nachhaltige Umwelttechnologien.

An diesem Punkt setzt das Verbundprojekt an, das im Rahmen des Programms „Internationale Partnerschaften für nachhaltige Klimaschutz- und Umwelttechnologien und -dienstleistungen (CLIENT)“ gefördert wird. Die Projektleitung liegt bei Professor Günter Meon von der TU Braunschweig, sein Stellvertreter ist Professor Joachim Fettig vom Fachbereich Umweltingenieurwesen und Angewandte Informatik der Hochschule OWL. Er übernimmt außerdem mit der industriellen Wasserwirtschaft eines der neun Teilprojekte. Ebenfalls involviert ist Professor Klaus Maßmeyer, der seine Kompetenzen im Bereich Meteorologie und Schadstoffausbreitung einbringt. Die Kollegen vom Fachbereich Umweltingenieurwesen und Angewandte Informatik blicken auf langjährige Forschungserfahrungen auch in Vietnam zurück.

Die Untersuchungsgebiete des Verbundvorhabens – die Thi-Vai-Flusslandschaft und der Can-Gio-Mangrovenwald – liegen im Süden Vietnams. Beide leiden unter erheblichen Umweltschäden. Der Thi-Vai-Fluss gilt bereits seit 1995 wegen zahlreicher Abwassereinleitungen als ökologisch tot. Das Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Bereitstellung sowie der Einsatz von Wasser- und Umwelttechnologien. Im Teilprojekt Industrielle Wasserwirtschaft sollen vor allem die Nutzung von Wasser durch Industriebetriebe und die Reinigung des entstehenden Abwassers verbessert werden. Ortsansässige Firmen benötigen zukünftig moderne Abwassertechnologien, um die Verschmutzung der Umwelt zu verringern. „Teile der Anlagen, mit denen wir die Abwasserreinigung demonstrieren wollen, werden in Deutschland gefertigt und nach Vietnam gebracht. Die Koordination der notwendigen Schritte gehört auch zu meinen Aufgaben“, erklärt Professor Fettig.

Darüber hinaus soll als Dienstleistungstool ein sogenanntes Managementsystem entwickelt und installiert werden, um die Umwelt- und Lebensbedingungen im Untersuchungsgebiet nachhaltig zu verbessern. Hierbei handelt es sich um ein modellbasiertes Instrumentarium für wasserwirtschaftliche Planungen. So werden zum Beispiel die Wassermenge und die Wasserqualität erfasst und modelliert sowie meteorologische und hydrologische Daten bereitgestellt.

Die Projektpartner von EWATEC-COAST bringen Kompetenzen aus verschiedenen Bereichen ein. Neben der TU Braunschweig und der Hochschule OWL sind die Universitäten Köln und Siegen involviert. Außerdem erfolgt die Zusammenarbeit mit den Firmen A3 Water Solutions, Gelsenkirchen, enviplan, Lichtenau sowie dem Institut für Wassermanagement IfW aus Braunschweig und dem Ingenieurbüro IWUD (Ingenieure für Wasser, Umwelt und Datenverarbeitung) aus Höxter. Die Verbundpartner treffen sich im Oktober in Vietnam, um die Zusammenarbeit mit vietnamesischen Partnerinstitutionen sowie mit Behörden und Firmen zu konkretisieren.

Julia Wunderlich | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-owl.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Klimafreundliche Energie aus Abwärme
20.12.2019 | Technische Universität München

nachricht Der DPG-Technologietransferpreis 2020 geht an Orcan Energy für die Nutzung von Abwärme für die CO2-freie Stromerzeugung
16.12.2019 | Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnellster hochpräziser 3D-Drucker

3D-Drucker, die im Millimeterbereich und größer drucken, finden derzeit Eingang in die unterschiedlichsten industriellen Produktionsprozesse. Viele Anwendungen benötigen jedoch einen präzisen Druck im Mikrometermaßstab und eine deutlich höhere Druckgeschwindigkeit. Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben ein System entwickelt, mit dem sich in bisher noch nicht erreichter Geschwindigkeit hochpräzise, zentimetergroße Objekte mit submikrometergroßen Details drucken lassen. Dieses System präsentieren sie in einem Sonderband der Zeitschrift Advanced Functional Materials. (DOI: 10.1002/adfm.201907795).

Um nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Zuverlässigkeit ihres Aufbaus zu demonstrieren, haben die Forscherinnen und Forscher eine 60 Kubikmillimeter...

Im Focus: Wie man ein Bild von einem Lichtpuls macht

Um die Form von Lichtpulsen zu messen, brauchte man bisher komplizierte Messanlagen. Ein Team von MPI Garching, LMU München und TU Wien schafft das nun viel einfacher.

Mit modernen Lasern lassen sich heute extrem kurze Lichtpulse erzeugen, mit denen man dann Materialien untersuchen oder sogar medizinische Diagnosen erstellen...

Im Focus: Ein ultraschnelles Mikroskop für die Quantenwelt

Was in winzigen elektronischen Bauteilen oder in Molekülen geschieht, lässt sich nun auf einige 100 Attosekunden und ein Atom genau filmen

Wie Bauteile für künftige Computer arbeiten, lässt sich jetzt gewissermaßen in HD-Qualität filmen. Manish Garg und Klaus Kern, die am Max-Planck-Institut für...

Im Focus: Integrierte Mikrochips für elektronische Haut

Forscher aus Dresden und Osaka präsentieren das erste vollintegrierte Bauelement aus Magnetsensoren und organischer Elektronik und schaffen eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung von elektronischer Haut.

Die menschliche Haut ist faszinierend und hat viele Funktionen. Eine davon ist der Tastsinn, bei dem vielfältige Informationen aus der Umgebung verarbeitet...

Im Focus: Dresdner Forscher entdecken Mechanismus bei aggressivem Krebs

Enzym blockiert Wächterfunktion gegen unkontrollierte Zellteilung

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) haben gemeinsam mit einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

HDT-Tagung: Sensortechnologien im Automobil

24.01.2020 | Veranstaltungen

Tagung befasst sich mit der Zukunft der Mobilität

22.01.2020 | Veranstaltungen

ENERGIE – Wende. Wandel. Wissen.

22.01.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Lichtgetriebene Nanomotoren - Erfolgreich gekoppelt

28.01.2020 | Biowissenschaften Chemie

Warum Gesunde für Kranke so wichtig sind! – Vergleichsstudie geht Fibromyalgie-Syndrom auf den Grund

28.01.2020 | Biowissenschaften Chemie

Kiss and Run: Wie Zellen ihre Bestandteile trennen und recyceln

28.01.2020 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics