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1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext

20.07.2017

Hochmoderne Laser zur Herstellung mikrooptischer Bauelemente und Messsysteme für drahtlose Sensorik und Kommunikation im Kontext Industrie 4.0 – für diese Forschungsprojekte am Fachbereich Ingenieurwissenschaften der Hochschule RheinMain hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) rund 1,4 Millionen Euro bewilligt.

756.284 Euro erhält das Projekt Ultrakurzpuls-Lasermaterial-funktionalisierung für innovative, mikrooptische Bauelemente, kurz UltraLIMO.

„Erweiterte Anforderungen im Bereich Industrie 4.0 verlangen eine integrierte optische Signalverarbeitung bei der Vernetzung von Maschinen, sowie hohe Zuverlässigkeit und Präzision bei gleichzeitig großer Flexibilität. Das kann durch Ultrakurzpuls-Laserprozesse und damit herstellbare, kostengünstige und individuell gefertigte mikrooptische Bauelemente erreicht werden“, erklärt Prof. Dr. Stefan Kontermann, der mit seinem Antrag in der BMBF-Förderlinie FHInvest des Programms „Forschung an Fachhochschulen“ erfolgreich war und jetzt ein hochmodernes Ultrakurzpuls-Laserlabor an der Hochschule RheinMain aufbaut.

Das Projekt mmWave von Prof. Dr. Werner Schroeder wird mit 631.098 Euro ebenfalls aus der BMBF-Förderlinie FHInvest des Programms „Forschung an Fachhochschulen“ gefördert. Hier geht es um den Aufbau eines Millimeterwellen-Messsystems für die zukünftige Funk-kommunikation und neuartige Anwendungen im Umfeld von Industrie 4.0.

„In Zukunft wird man bei der Funkkommunikation auf freie Frequenzen im Millimeterwellenbereich zurückgreifen müssen. Dieser Frequenzbereich ist auch von besonderem Interesse für die drahtlose Sensorik, unter anderem im Straßenverkehr im Hinblick auf autonomes Fahren und in der industriellen Fertigung und Objektvernetzung, Stichwort Industrie 4.0“, sagt Prof. Dr.-Ing. Werner Schroeder.

„Wir freuen uns sehr über die Forschungsförderungen. Die beiden Projekte aus dem Fachbereich Ingenieurwissenschaften stehen im Kontext des profilbildenden Forschungsschwerpunkts ‚Engineering 4.0‘ der Hochschule RheinMain und unterstreichen wieder einmal die Forschungsstärke der Hochschule in diesem Bereich“, so Prof. Dr. Walid Hafezi, Vizepräsident der Hochschule RheinMain für Forschung und Entwicklung.

Forschungsschwerpunkt „Engineering 4.0“

An der Hochschule RheinMain beinhaltet der profilbildende Schwerpunkt „Engineering 4.0“ die interdisziplinäre Zusammenführung der Schlüsseltechnologien Mikrosystemtechnik und Nanotechnologie mit den vier Anwendungsfeldern Antriebs-, Energie-, Sensor- und Kommunikationstechnik. Damit wird die Grundlage für innovative technische und ökonomische Lösungen in diesen Anwendungsfeldern gelegt. Im Rahmen dieses Verbundes kooperieren mehr als 25 Professorinnen und Professoren. Der Schwerpunkt bildet eine Plattform für gemeinsame Forschungsprojekte und dient als Kooperations-Schnittstelle mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft.

Weitere Informationen:

https://www.hs-rm.de/de/hochschule/veroeffentlichungen/#pressemitteilungen-968 Zur Pressemitteilung der Hochschule RheinMain

Matthias Munz | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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