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Vernetzungsaktivitäten im osteuropäischen (Bio)- Energiesektor

27.04.2010
Im Rahmen des BMU-Förderprogramms „Förderung von Forschung und Entwicklung zur klimaeffizienten Optimierung der energetischen Biomassenutzung“ einigten sich die Projektvertreter der Osteuropa-Vorhaben der betreffenden Ressorts anlässlich des 1. „Osteuropa-Workshops“ in Berlin auf einen regelmäßigen Informationsaustausch und eine kooperative Zusammenarbeit innerhalb der internationalen Aktivitäten mit Russland und Osteuropa.

Beim ersten Arbeits- und Koordinierungstreffen im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) konnte ein positives Fazit über den Status Quo der Osteuropa-Aktivitäten im (Bio)-Energiesektor der beteiligten Ressorts und Institutionen (BMU - Osteuropareferat, BMELV - Referat N1, BMBF/Internationales Büro, PtJ, FNR, GFA, DBFZ) gezogen werden.

Als gemeinsames Arbeitsziel einigten sich die Teilnehmer verbindlich auf eine weitere Intensivierung der bisherigen erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen den Ressorts und Projektpartnern sowie auf die Initiierung eines regelmäßigen Informationsaustausches zwischen den beteiligten Ressorts und den Projektverantwortlichen im BMU-Förderprogramm.

So sollen einerseits die „bestehenden internationalen Netzwerkstrukturen durch gemeinsame Veranstaltungen intensiviert und andererseits weitere erfolgreiche Synergien entwickelt werden sowie der Wissenstransfer zwischen Deutschland, Belarus, der Russischen Föderation und der Ukraine ausgebaut werden“, so Projektleiter Stefan Schandera (DBFZ, Bereich Internationales).

Die Erschließung der umfangreichen osteuropäischen Biomasse-Potenziale erfolgt im Rahmen des BMU-Förderprogramms länderübergreifend durch den Aufbau von wissenschaftlichen Bioenergie-Netzwerken in Osteuropa sowie durch das Entwicklungs- und Forschungsvorhaben einer „nachhaltigen Biomethanstrategie“. Darüber hinaus werden durch den Aufbau von Kompetenznetzwerken mit den russischen Regionen (z.B. Kaluga)und dem Bau eines Informationszentrums mit angeschlossenem Biogaslabor in Tartastan/Russland auch konkrete Vorhaben mit regionalem Bezug umgesetzt. Die Kooperationen im Rahmen der NKI (Nationale Klimaschutzinitiative) leisten somit einen wichtigen und konkreten Beitrag zur Etablierung der nachhaltigen Bioenergienutzung in Osteuropa und tragen wesentlich zur Verringerung der Emissionen von klimarelevanten Gasen bei.

Das Förderprogramm
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hat im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative das Programm „Förderung von Forschung und Entwicklung zur klimaeffizienten Optimierung der energetischen Biomassenutzung“ aufgelegt. Innerhalb des Programms werden internationale Kooperationen zur Entwicklung von „best practices“ bei Bereitstellung von nachhaltiger Biomasse und Bioenergieträgern mit insgesamt rund 1.8 Mio. € von 2009 – 2011 gefördert. Die Umsetzung der geförderten Maßnahmen erfolgt unter Koordination des Deutschen BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) mit Partnern aus den Bereichen Forschung und Wirtschaft aus Deutschland als auch aus den Partnerstaaten der Vorhaben.

Antje Sauerland | idw
Weitere Informationen:
http://www.dbfz.de
http://www.dbfz.de/osteuropavorhaben
http://www.energetische-biomassenutzung.de

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