Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU Ilmenau erforscht innovative mikrooptische Bauelemente für neuartige Anwendungen

21.09.2017

Die Technische Universität Ilmenau startet ein Forschungsprojekt, in dem Wissenschaftler innovative mikrooptische Module erforschen.

Auf der Oberfläche dieser optischen Bauelemente bringen die Forscher kleinste Strukturen auf, um so neue Funktionsmöglichkeiten zu erzielen. Diese hochintegrierten optischen Systeme können künftig in der Präzisionsmesstechnik und im Computational Imaging eingesetzt werden.


Foto: TU Ilmenau


Foto: TU Ilmenau

Unter Computational Imaging versteht man digitale Methoden der Bildgewinnung, bei denen es durch eine optimierte numerische Auswertung mehrerer aufgezeichneter Bilder beispielsweise gelingt, mit stark vereinfachten optischen Systemen wie einer Handykamera besonderes scharfe hochaufgelöste, gegebenenfalls gar dreidimensionale Bilder aufzuzeichnen.

In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit rund 400.000 Euro geförderten Projekt „Dynamische optische Wellenfront Synthesizer“ erforscht das Fachgebiet Technische Optik der TU Ilmenau in den kommenden drei Jahren neuartige optische Mikrostrukturen, die am Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien mit großer Präzision hergestellt werden können.

Mit den Fördermitteln kann das Fachgebiet um Prof. Stefan Sinzinger und den Doktoranden Adrian Grewe, der den Projektantrag maßgeblich mit ausgearbeitet hat, die erfolgreichen Forschungsarbeiten der TU Ilmenau an sogenannten verallgemeinerten dynamisch verstimmbaren optischen Modulen weiterführen.

Mit Hilfe optimierter Mikrostrukturierung gelingt es, das Funktionsspektrum mikrooptischer Module deutlich zu vergrößern. Dabei ist es Ziel des WaveSynth-Projektes, Lichtwellen in nahezu beliebiger Form variabel zu erzeugen und damit neue Anwendungsbereiche zu erschließen.

Beispielsweise können solche dynamisch angepassten Lichtwellen helfen, die Messgenauigkeit und Dynamik hoch-präziser optischer Messsysteme zu verbessern oder sie ermöglichen innovative neue Methoden für die Mikroskopie.

Die relative Verschiebung optischer Bauelemente führt zu einer Veränderung der optischen Funktionalität und damit der Gestalt, die die Lichtwellen nach Durchlauf der Bauelemente annehmen. Dieses Prinzip wird zum Beispiel bei der Zoom-Optik einer Kamera ausgenutzt, um variable Brennweiten und damit variable Maßstäbe der fotografischen Abbildung zu erzielen.

Dabei werden zwei Linsengruppen auf komplexen Bahnen entlang der optischen Achse positioniert. Auch durch relative Verschiebung optischer Bauelemente quer zur optischen Achse kann deren optische Funktionalität gezielt verändert werden. Dieses schon seit vielen Jahren bekannte Grundprinzip wird zum Beispiel in optischen Modulen mit variabler Brennweite und in der Augenheilkunde für variabel einstellbare Brillengläser genutzt.

Kontakt:
Prof. Stefan Sinzinger
Leiter Fachgebiet Technische Optik
Tel.: 03677 69-2490
E-Mail: stefan.sinzinger@tu-ilmenau.de

Bettina Wegner | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.tu-ilmenau.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Schlaflos wegen Handy? Neue Displays könnten Abhilfe schaffen
21.06.2018 | Universität Basel

nachricht Sensoren auf Gummibärchen: Team druckt Mikroelektroden-Arrays auf weiche Materialien
21.06.2018 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics