Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

RWE Innogy, Stadtwerke München und Siemens bauen Offshore-Windpark Gwynt y Môr

04.06.2010
• Baubeginn im Jahr 2011, Fertigstellung 2014
• Investitionen von über zwei Milliarden Euro
• Auftragsvolumen für Siemens liegt bei 1,2 Milliarden Euro
• Voraussichtlich rund 1,7 Millionen t CO2 -Vermeidung im Jahr
• RWE Innogy lässt zweites Offshore-Konstruktionsschiff bauen

RWE Innogy, die Stadtwerke München (SWM) und Siemens haben ein Joint Venture zum Bau des Offshore-Windparks „Gwynt y Môr“ (walisisch: Wind im Meer) gegründet.

RWE Innogy wird 60 Prozent an diesem Gemeinschaftsunternehmen halten, die Stadtwerke München 30 Prozent und Siemens 10 Prozent. Die Investitionssumme liegt bei über zwei Milliarden Euro, inklusive der Netzanbindung zur Küste. Sie wird entsprechend unter den Partnern aufgeteilt.

„Gwynt y Môr“ soll mit einer installierten Leistung von 576 Megawatt (MW) in der sogenannten Liverpool Bay rund 18 Kilometer vor der Küste von Nordwales entstehen. Bereits Ende 2011 soll mit der Errichtung der ersten Fundamente für die insgesamt 160 Windenergieanlagen begonnen werden. Der Windpark mit einer Fläche von 79 Quadratkilometern hat bereits alle erforderlichen Genehmigungen erhalten. Siemens wird die Windturbinen liefern, installieren und warten sowie für die Netzanbindung sorgen.

Prof. Fritz Vahrenholt, Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Innogy: „Wir sind 2008 angetreten, um RWE grüner zu machen. Gwynt y Môr wird mit seinen knapp 580 Megawatt und jährlich rund 1,7 Millionen Tonnen CO2-Vermeidung ) maßgeblich dazu beitragen. Es handelt sich um den fünften Offshore-Windpark, den RWE nicht nur entwickelt, sondern auch baut – eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.“ Hans Bünting, CFO von RWE Innogy ergänzt: „RWE Innogy steht Partnerschaften zur Realisierung von Projekten im Bereich Erneuerbarer sehr offen gegenüber. Green Gecco, unser Gemeinschaftsunternehmen mit 26 Stadtwerken, ist nur ein Beispiel dafür. Wir sind stolz, dass es uns nun auch bei Gwynt y Môr gelungen ist, mit SWM und Siemens starke Partner zu gewinnen, mit denen uns langjährige, gute Geschäftsbeziehungen verbinden. Wir freuen uns schon auf die weitere Zusammenarbeit.“

Bereits 2013 soll der Windpark in einer ersten Ausbaustufe Strom erzeugen. Die Fertigstellung ist für 2014 vorgesehen. Ab dann wird er voraussichtlich rund 1.950 Gigawattstunden Strom im Jahr erzeugen und damit umgerechnet rund 400.000 britische Haushalte ) versorgen können. Der Standort ist sehr gut geeignet: Die Liverpool Bay in Nordwales zeichnet sich durch vergleichsweise geringe Wassertiefen und sehr hohe Windgeschwindigkeiten aus.

Dr. Kurt Mühlhäuser, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung: "Die SWM haben ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2015 wollen wir soviel Ökostrom in eigenen Anlagen erzeugen, dass damit alle rund 800.000 Münchner Privathaushalte versorgt werden könnten. Bis 2025 wollen wir sogar den gesamten Münchner Strombedarf decken können und damit weltweit die erste Millionenstadt sein, die dieses ehrgeizige Ziel schafft. Bei unserer Ausbauoffensive Erneuerbare Energien, in die wir rund neun Milliarden Euro investieren, engagieren wir uns lokal, regional und europaweit. Der Windpark vor der walisischen Küste bringt uns jetzt unserem Ausbauziel einen Riesenschritt näher. Mit unserem Anteil und den bisher angestoßenen sowie realisierten Projekten können wir unsere Ökostrom-Erzeugung innerhalb von zwei Jahren von anfangs 350 Millionen Kilowattstunden pro Jahr auf dann rund 1.800 Millionen Kilowattstunden erhöhen. Damit könnten bereits über 700.000 Münchner Haushalte versorgt werden. Wir sind daher zuversichtlich, unser Etappenziel für 2015 deutlich früher erreichen zu können. Um so erfolgreich zu sein, braucht man verlässliche und starke Partner. Diese haben wir in RWE Innogy, mit denen wir bereits beim Solarkraftwerk Andasol 3 in Südspanien zusammenarbeiten, und in Siemens gefunden.“

Siemens liefert Windturbinen und sorgt für Netzanbindung sowie Wartung des Parks
Siemens Energy wird bei dem Projekt nicht nur mit der Lieferung, Aufstellung und Wartung der Windturbinen beauftragt, sondern wird auch für die elektrische Anbindung des Windparks Gwynt y Môr ans Festland sorgen. Das Auftragsvolumen für Siemens beläuft sich auf rund 1,2 Milliarden Euro. “Die Offshore-Windkraft stellt einen enormen Wachstumsmarkt dar. Siemens hat sich früh in diesem Bereich engagiert und kann somit auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken. Wir freuen uns, dass auch bei diesem großen Projekt unsere bewährten Windenergieanlagen zum Einsatz kommen. Die Zusammenarbeit mit RWE bei der Realisierung von mittlerweile drei Offshore-Windparks in Großbritannien ist ein klares Signal, dass beide Unternehmen den Ausbau der Windenergienutzung auf dem Meer vorantreiben“, sagte Wolfgang Dehen, CEO des Siemens-Sektors Energy und Mitglied des Vorstands der Siemens AG.

Siemens wird für das Projekt Gwynt y Môr 160 Windenergieanlagen mit einer Leistung von je 3,6 Megawatt liefern und aufstellen und den Netzanschluss der Windturbinen übernehmen, was die Lieferung von zwei schlüsselfertigen Offshore-Umspannplattformen beinhaltet. Mittels Hochspannungsseekabeln wird der Strom bis zum walisischen Ort St. Asaph transportiert, von wo aus die Verteilung ins Inland erfolgt. Für fünf Jahre, mit einer Option über eine Verlängerung um weitere sieben Jahre, wird Siemens zudem die Wartung des Windparks übernehmen.

Weiteres Konstruktionsschiff im Bau
Für den Bau von „Gwynt y Môr“ lässt RWE Innogy ein weiteres Offshore-Konstruktionsschiff bei der koreanischen Werft Daewoo bauen. Ein erstes dieser weltweit größten Offshore-Konstruktionsschiffe hatte das Unternehmen bereits Ende des letzten Jahres für die Errichtung des deutschen Offshore-Windparks Nordsee Ost in Auftrag geben. Der Auftragswert je Schiff liegt bei rund 100 Millionen Euro. Ende 2011 wird das neue Konstruktionsschiff erwartet. Dort sollen die Fundamente und Windkraftanlagen vormontiert und auf die Baustelle auf See transportiert werden.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2009 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 25,8 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 30 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug 3,3 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2009 über 85.100 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter: www.siemens.de/energy.

Siemens AG
Corporate Communications and Government Affairs
Wittelsbacherplatz 2, 80333 München
Deutschland
Informationsnummer: EPT201006081
Media Relations: Torsten Wolf
Telefon: +49 9131 18-82532
E-Mail: torsten.tw.wolf@siemens.com
Siemens AG
Energy Sector - Energy Service Division
Freyeslebenstr. 1, 91058 Erlangen

Torsten Wolf | Siemens Energy
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Wärmepumpe mit dem klimafreundlichen Kältemittel Propan für die Aufstellung im Haus entwickelt
21.10.2019 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht RACOCO: Strahlungscharakterisierung und Funktionsprüfung von COTS Bauteilen zur Anwendung im Weltraum
21.10.2019 | Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Freiburger Forschenden gelingt die erste Synthese eines kationischen Tetraederclusters in Lösung

Hauptgruppenatome kommen oft in kleinen Clustern vor, die neutral, negativ oder positiv geladen sein können. Das bekannteste neutrale sogenannte Tetraedercluster ist der weiße Phosphor (P4), aber darüber hinaus sind weitere Tetraeder als Substanz isolierbar. Es handelt sich um Moleküle aus vier Atomen, deren räumliche Anordnung einem Tetraeder aus gleichseitigen Dreiecken entspricht. Bisher waren neben mindestens sechs neutralen Versionen wie As4 oder AsP3 eine Vielzahl von negativ geladenen Tetraedern wie In2Sb22– bekannt, jedoch keine kationischen, also positiv geladenen Varianten.

Ein Team um Prof. Dr. Ingo Krossing vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Freiburg ist es gelungen, diese positiv geladenen...

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Im Focus: Solving the mystery of quantum light in thin layers

A very special kind of light is emitted by tungsten diselenide layers. The reason for this has been unclear. Now an explanation has been found at TU Wien (Vienna)

It is an exotic phenomenon that nobody was able to explain for years: when energy is supplied to a thin layer of the material tungsten diselenide, it begins to...

Im Focus: Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

Eine ganz spezielle Art von Licht wird von Wolfram-Diselenid-Schichten ausgesandt. Warum das so ist, war bisher unklar. An der TU Wien wurde nun eine Erklärung gefunden.

Es ist ein merkwürdiges Phänomen, das jahrelang niemand erklären konnte: Wenn man einer dünnen Schicht des Materials Wolfram-Diselenid Energie zuführt, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitales-Krankenhaus – wo bleibt der Mensch?

21.10.2019 | Veranstaltungen

VR-/AR-Technologien aus der Nische holen

18.10.2019 | Veranstaltungen

Ein Marktplatz zur digitalen Transformation

18.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Digitales-Krankenhaus – wo bleibt der Mensch?

21.10.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Das Stromnetz fit für E-Mobilität machen

21.10.2019 | Förderungen Preise

Kompakt, effizient, robust und zuverlässig: FBH-Entwicklungen für den Weltraum

21.10.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics