Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Projekt zur Entwicklung der Wellenenergie in der Bretagne

05.12.2014

Der finnische Energiekonzern Fortum, die französische Marinewerft DCNS und das finnische Technologie-Unternehmen AW-Energy haben die Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Entwicklung der erneuerbaren Meeresenergien mit der Unterstützung der Bretagne Region angekündigt.

Im Rahmen dieser Vereinbarung werden die Partnerunternehmen gemeinsam eine Wellenkraftwerk-Demonstrationsanlage zur Auswertung der Wellenenergie entwickeln. Die Anlage wird auf der von der Firma AW-Energy entwickelten und patentierten WaveRoller-Technologie basieren und eine Nennkapazität von 1,5 MW erreichen.

Diese Technologie nimmt eine Vorreiterrolle beim Sammeln der Wellenenergie ein, deren globales Potenzial gewaltig ist. Angesichts der Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten für die lokale Wirtschaft ist die Region Bretagne sehr an diesem Projekt interessiert.

Der WaveRoller wandelt die Bewegung der Meereswellen – kinetische Energie – in elektrische Energie um. Die Anlage wird in Küstennähe (ca. 0,3-2km vor der Küste), in Tiefen zwischen 8 und 20 Metern installiert. Sie befindet sich vollständig unter Wasser und ist am Meeresboden verankert. Die Leistung einer einzigen WaveRoller-Einheit wird – je nach Wellenbedingungen vor Ort – auf 500–1000 kW mit einem Kapazitätsfaktor von 25-50 % geschätzt.

Der WaveRoller besteht aus absenkbaren Metallplattformen, auf denen vertikale, bewegliche Metallplatten befestigt sind. Die Strömungen führen dazu, dass sich diese Metallplatten hin- und her bewegen und damit kinetische Energie freisetzen. Zur Maximierung der Wellenenergie wird der WaveRoller dort verankert, wo die Wellenbewegungen am stärksten sind (8 bis 20 m). Die Metallplatte deckt nahezu die gesamte Wassersäule ab, ohne die Wasseroberfläche zu durchbrechen. Dadurch wird eine Verunstaltung der Meereslandschaft, als auch die Entstehung von Materie vermieden, die diese Struktur beeinträchtigen könnte.

Bewegt sich die WaveRoller-Platte und absorbiert die Energie der Meereswellen, pumpen die an der Platte fixierten hydraulischen Kolbenpumpen die Hydraulikflüssigkeit in ein geschlossenes hydraulisches System. Alle Elemente des Hydraulikkreislaufs sind in einer hermetischen Struktur innerhalb der Anlage eingeschlossen und kommen somit nicht mit der Meeresumwelt in Berührung, wodurch auch das Risiko einer Leckage ins Meer vermieden wird. Die Hochdruckflüssigkeiten gelangen in einen hydraulischen Motor, der wiederum einen elektrischen Generator versorgt. Der auf diese Weise erzeugte Strom wird über ein Seekabel ins Stromnetz eingespeist.

Mit ihrer 2730 km langen Küste, die dem Wind, den Wellen, den Strömungen und den starken Gezeiten ausgesetzt ist, sowie einem einfachen Zugang zum Meer und einer ausgeprägten Meereskultur verfügt die Bretagne über ein einzigartiges und unerschöpfliches natürliches Potenzial für die Entwicklung aller erneuerbaren Meeresenergien. Als einzige Region in Frankreich, die sechs verschiedene Meeresenergietechnologien entwickelt, ist die Bretagne auch für ihren starken politischen Willen bekannt, die Zukunft der erneuerbaren Meeresenergien aufzubauen. Zu den sechs unterschiedlichen Technologien, die in der Bretagne untersucht, getestet und entwickelt werden, gehören: die Offshore-Windenergie, die schwimmende Offshore-Windenergie, die Meeresströmung, die thermische Meeresenergie, die Gezeitenkraft und die Wellenenergie.

Quelle: Artikel von Enerzine – 26.09.2013 – http://www.enerzine.com/7/16268+nouveau-projet-de-developpement-de-lenergie-des-vagues-en-bretagne+.html

Redakteurin: Hélène Benveniste, helene.benveniste@diplomatie.gouv.fr

Hélène Benveniste | Wissenschaft Frankreich
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaft-frankreich.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht „PerovsKET“ erforscht Schlüsseltechnologien für photonische Schaltungen
19.07.2019 | Bergische Universität Wuppertal

nachricht Automatische Qualitätsprüfung für die Additive Fertigung
18.07.2019 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bessere Wärmeleitfähigkeit durch geänderte Atomanordnung

Die Anpassung der Wärmeleitfähigkeit von Materialien ist eine aktuelle Herausforderung in den Nanowissenschaften. Forschende der Universität Basel haben mit Kolleginnen und Kollegen aus den Niederlanden und Spanien gezeigt, dass sich allein durch die Anordnung von Atomen in Nanodrähten atomare Vibrationen steuern lassen, welche die Wärmeleitfähigkeit bestimmen. Die Wissenschaftler veröffentlichten die Ergebnisse kürzlich im Fachblatt «Nano Letters».

In der Elektronik- und Computerindustrie werden die Komponenten immer kleiner und leistungsfähiger. Problematisch ist dabei die Wärmeentwicklung, die durch...

Im Focus: Better thermal conductivity by adjusting the arrangement of atoms

Adjusting the thermal conductivity of materials is one of the challenges nanoscience is currently facing. Together with colleagues from the Netherlands and Spain, researchers from the University of Basel have shown that the atomic vibrations that determine heat generation in nanowires can be controlled through the arrangement of atoms alone. The scientists will publish the results shortly in the journal Nano Letters.

In the electronics and computer industry, components are becoming ever smaller and more powerful. However, there are problems with the heat generation. It is...

Im Focus: Nanopartikel mit neuartigen elektronischen Eigenschaften

Forscher der FAU haben Konzept zur Steuerung von Nanopartikeln entwickelt

Die optischen und elektronischen Eigenschaften von Aluminiumoxid-Nanopartikeln, die eigentlich elektronisch inert und optisch inaktiv sind, können gesteuert...

Im Focus: First-ever visualizations of electrical gating effects on electronic structure

Scientists have visualised the electronic structure in a microelectronic device for the first time, opening up opportunities for finely-tuned high performance electronic devices.

Physicists from the University of Warwick and the University of Washington have developed a technique to measure the energy and momentum of electrons in...

Im Focus: Neues Verfahren für den Kampf gegen Viren

Forschende der Fraunhofer-Gesellschaft in Sulzbach und Regensburg arbeiten im Projekt ViroSens gemeinsam mit Industriepartnern an einem neuartigen Analyseverfahren, um die Wirksamkeitsprüfung von Impfstoffen effizienter und kostengünstiger zu machen. Die Methode kombiniert elektrochemische Sensorik und Biotechnologie und ermöglicht erstmals eine komplett automatisierte Analyse des Infektionszustands von Testzellen.

Die Meisten sehen Impfungen als einen Segen der modernen Medizin, da sie vor gefährlichen Viruserkrankungen schützen. Doch bevor es ein Impfstoff in die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Testzone für die KI-gestützte Produktion

18.07.2019 | Veranstaltungen

„World Brain Day“ zum Thema Migräne: individualisierte Therapie statt Schmerzmittelübergebrauch

18.07.2019 | Veranstaltungen

Kosmos-Konferenz: Navigating the Sustainability Transformation in the 21st Century

17.07.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vielfältiger einsetzbare Materialien

19.07.2019 | Biowissenschaften Chemie

Regulation des Wurzelwachstums aus der Ferne

19.07.2019 | Biowissenschaften Chemie

Bessere Wärmeleitfähigkeit durch geänderte Atomanordnung

19.07.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics