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Mini-Wasserkraftwerk versorgt Technologiepark

24.03.2010
Investition von 3,5 Mio. Euro rentiert sich nach vier Jahren

Der auf erneuerbare Energien und Bioarchitektur spezialisierte Environmental Park hat ein besonders kostengünstiges Mini-Wasserkraftwerk in Betrieb genommen. Es handelt sich um die weltweit erste Anlage ihrer Art, die in einer städtischen Umgebung installiert wurde. Bereits nach vier Jahren soll sich die mit 3,5 Mio. Euro bezifferte Investition bezahlt machen.


Die Kraftwerksbauer verwendeten ausschließlich biokompatible Rohstoffe (Foto: H. Jung)

Kernstück der in zwei Jahren Bauzeit fertiggestellten Anlage ist die von der Officine Impianti Meregalli Srl aus Monza gelieferte zwei Meter hohe Turbine, deren Schaufeln sich automatisch an die Fließgeschwindigkeit des Wassers anpassen. Bei 250 Umdrehungen pro Minute kommt sie auf eine Nennleistung von 670 kW und eine Jahresproduktion von 3,8 Mio. kWh.

Nach vier Jahren rentabel

"Angesichts des staatlich garantierten Vergütungstarifs von 22 Cents je Kilowattstunde macht sich die Anlage bereits in dreieinhalb bis vier Jahren bezahlt", erklärt Hauptgeschäftsführer Alessandro Battaglino. "Außerdem werden jährlich 1.200 Tonnen Kohlendioxid weniger an die Atmosphäre abgegeben." Angeregt wurde die Errichtung des Mini-Wasserkraftwerks durch die unmittelbare Nähe zum Doria-Fluss und dessen Seitenkanal, der Teil eines im Mittelalter entstandenen Mühlenverbundsystems ist.

Die einer rechteckigen Scheune ähnliche Anlage ist vollständig aus Holz und anderen biokompatiblen Rohstoffen gefertigt. Dies entspricht der Philosophie des 35.000 Quadratmeter großen "Envipark", in dem 20 auf nachhaltige Technologien spezialisierte Start-ups untergebracht sind. Baustoffe und Know-how sind zu fast 100 Prozent italienischen Ursprungs. Durch das Minikraftwerk ist der Envipark in der Lage, bis zu 80 Prozent seines Energiebedarfs selbst zu decken.

Einsatzfähig an einer Vielzahl kleiner Flüsse

"Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass nur wenig Wartungskosten anfallen und auf eine geringe Geräuschentwicklung geachtet wurde", so Battaglino weiter. Als Einsatzmöglichkeiten kämen in Italien eine Vielzahl kleinere Flüsse wie der Arno, der Tiber und die Mailänder Navigli in Betracht. Aber auch für die vielen von Geldproblemen betroffenen Berggemeinden könne das Wasserkraftwerk als Pilotanlage dienen.

Harald Jung | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.envipark.com

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