Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Epoxidharze aus Pflanzenöl für Leiterplatten

15.05.2013
Forschungsverbund entwickelt Epoxidharze aus Leinöl für elektronische Anwendungen

Jährlich werden in der Elektroindustrie etwa 1,5 Mio. Tonnen petrochemische Epoxide für Schaltungsträger, Leiterplatinen und Ähnliches verarbeitet. Eine biobasierte Alternative dafür zu entwickeln, ist das Ziel eines Forschungsverbundes der Hobum Oleochemicals GmbH, des Fraunhofer Instituts für Angewandte Polymerforschung und der Siemens AG.


Blühender Lein
FNR/H. Habbe

Das Projekt wird bis Anfang 2015 vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über dessen Projektträger, die Fachagentur Nahwachsende Rohstoffe (FNR), gefördert.

Pflanzenöle stellen die wesentliche Grundkomponente für biobasierte Harze dar. Eine spezielle Fettsäure-Zusammensetzung, insbesondere ein hoher Gehalt an Linolensäure, ist dabei entscheidend. Öllein verfügt über einen hohen Linolengehalt, deshalb wurde die Pflanze für das Projekt ausgewählt.

Systemlösungen für Reaktivharze aus reinen Leinölepoxiden und den entsprechenden Härtern stecken in Deutschland derzeit noch in den Anfängen. Unter anderem suchen die Forscher in dem jetzt anlaufenden Vorhaben nach den optimalen Additiven. Das Fraunhofer IAP setzt dabei auf phosphorhaltige Verbindungen, die ein Abbrennverhalten ohne halogenhaltige Substanzen ermöglichen. Dadurch ergäben sich enorme Vorteile bei der Entsorgung, denn petrochemische Epoxide mit bromhaltigen Flammhemmern gelten als Sondermüll, die einen speziellen Verbrennungsprozess erfordern.

Epoxidharze werden für elektronische Bauteile, aber auch zur Herstellung von Lacken, Beschichtungen und Hydrophobierungsmitteln sowie Klebstoffen und Dichtungsschäumen eingesetzt. Bei elektronischen Bauteilen wird die Epoxidharz-Basis mit Papier oder Glasfasern verstärkt.

Informationen und Ansprechpartner zum Projekt finden Sie in der Projektdatenbank der FNR auf www.fnr.de – Projekte & Förderung unter den Förderkennzeichen 22025612, 22012110 und 22023109.

Dr. Torsten Gabriel | idw
Weitere Informationen:
http://www.nachwachsenderohstoffe.de/projekte-foerderung/projekte/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Ganz ohne Zauberstab: Bayreuther Forscher steuern mit Schallwellen schwebende Objekte
04.12.2018 | Universität Bayreuth

nachricht Stabile lokale Stromnetze durch Photovoltaik
04.12.2018 | FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Supercomputer ohne Abwärme

Konstanzer Physiker eröffnen die Möglichkeit, Supraleiter zur Informationsübertragung einzusetzen

Konventionell betrachtet sind Magnetismus und der widerstandsfreie Fluss elektrischen Stroms („Supraleitung“) konkurrierende Phänomene, die nicht zusammen in...

Im Focus: Drei Nervenzellen reichen, um eine Fliege zu steuern

Uns wirft so schnell nichts um. Eine Fruchtfliege kann dagegen schon ein kleiner Windstoß vom Kurs abbringen. Drei große Nervenzellen in jeder Hälfte des Fliegenhirns reichen jedoch aus, um die Fliege mit Hilfe visueller Signale wieder auf Kurs zu bringen.

Bewegen wir uns vorwärts, zieht die Umwelt in die entgegengesetzte Richtung an unseren Augen vorbei. Drehen wir uns, verschiebt sich das Bild der Umwelt im...

Im Focus: Researchers develop method to transfer entire 2D circuits to any smooth surface

What if a sensor sensing a thing could be part of the thing itself? Rice University engineers believe they have a two-dimensional solution to do just that.

Rice engineers led by materials scientists Pulickel Ajayan and Jun Lou have developed a method to make atom-flat sensors that seamlessly integrate with devices...

Im Focus: Drei Komponenten auf einem Chip

Wissenschaftlern der Universität Stuttgart und des Karlsruher Institutes für Technologie (KIT gelingt wichtige Weiterentwicklung auf dem Weg zum Quantencomputer

Quantencomputer sollen bestimmte Rechenprobleme einmal sehr viel schneller lösen können als ein klassischer Computer. Einer der vielversprechendsten Ansätze...

Im Focus: Three components on one chip

Scientists at the University of Stuttgart and the Karlsruhe Institute of Technology (KIT) succeed in important further development on the way to quantum Computers.

Quantum computers one day should be able to solve certain computing problems much faster than a classical computer. One of the most promising approaches is...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Kalikokrebse: Großes Interesse an erster Fachtagung

07.12.2018 | Veranstaltungen

Entwicklung eines Amphibienflugzeugs

04.12.2018 | Veranstaltungen

Neue biologische Verfahren im Trink- und Grundwassermanagement

04.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erstmalig in Deutschland: Erfolgreiche Bestrahlungstherapie lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörung

07.12.2018 | Medizintechnik

Nicht zu warm und nicht zu kalt! Seminar „Thermomanagement von Lithium-Ionen-Batterien“ am 02.04.2019 in Aachen

07.12.2018 | Seminare Workshops

Seminar „Magnettechnik - Magnetwerkstoffe“ vom 19. – 20.02.2019 in Essen

07.12.2018 | Seminare Workshops

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics