Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Digitalisierung der Automobil- und Automatisierungsindustrie ist in vollem Gange

05.09.2016

Führende Vertreter der europäischen Automobil- und Automatisierungsindustrie kooperieren für schnellere Markteinführung von Halbleiterinnovationen für intelligente und sichere Mobilität

Mobilität befindet sich im Wandel und die Automobilindustrie steht vor einem tiefgreifenden Umbruch. Die Mikroelektronik mit intelligenten Sensoren, Prozessoren und Aktuatoren macht neue Mobilitätslösungen möglich. Kunden erwarten, dass Funktionen und Dienste, die bereits über das Smartphone im Alltag Einzug gehalten haben, auch im Automobil verfügbar werden. Die Art und Weise, wie wir uns in Zukunft bewegen, wird durch selbstfahrende, vernetzte Fahrzeuge neu definiert werden.


Technology Readiness for Consumer Electronics

Bosch

Gleichzeitig findet herstellerseitig, vorangetrieben durch die Automatisierungsindustrie, die sogenannte vierte industrielle Revolution statt: innovative mikroelektronische Komponenten lassen Produktion und Logistik im Internet der Dinge und Dienste („Internet of Things and Services, IoTS“) zusammenwachsen.

Ursprünglich für den Bereich Consumer-Elektronik entwickelt, erfüllen die dafür benötigten hoch-performanten Halbleiterkomponenten jedoch regelmäßig nicht die hohen Sicherheits-, Zuverlässigkeits- und Robustheitsanforderungen für Fahrzeuge und Produktionsausrüstungen. Eine Anpassung dieser elektronischen Komponenten ist kosten- und zeitintensiv oder erfordert sogar eine Neuentwicklung.

Das Projekt TRACE hat sich daher zum Ziel gesetzt, neue Methoden und Prozesse zu entwickeln, die einen sicheren Einsatz von Halbleitertechnologien und Komponenten aus der Consumer-Elektronik im Automobil sowie in der Automatisierungsindustrie gewährleisten.

Ergebnis des Projekts wird eine Richtlinie zur Qualifizierung und Freigabe dieser Komponenten für den entsprechenden Anwendungsbereich sein, die anhand von Prototypen aus dem Bereich des hochautomatisierten Fahrens und der autonomen Infrastruktur-Interaktion demonstriert wird.

Nur über Synergien mit der Consumer-Elektronik werden sich Preis und Platzbedarf der Elektronik für hochautomatisierte und sichere Mobilität als auch für interaktive Automatisierungstechnik reduzieren lassen, so dass der Einsatz in Serienprodukten wirtschaftlich wird.

Für die Erreichung dieses Ziels ist eine Kooperation entlang der gesamten automobilen und industriellen Wertschöpfungskette erforderlich. Unter den 35 TRACE-Projektpartnern aus fünf europäischen Ländern finden sich führende europäische Automobilhersteller (BMW, Daimler, Volvo, VW), Automobil- und Maschinenherstellerzulieferer (Bosch, Continental, Siemens) sowie Halbleiterhersteller (ams, Bosch, NXP, STMicroelectronics). Das Projektkonsortium zielt auf einen neuen Industriestandard ab, um die globale Führungsrolle der europäischen Industrie für zukünftige Mobilität und Produktivität zu stärken.

Gestartet ist das TRACE Projekt im April 2016 und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Die Verbundkoordination erfolgt durch den deutschen Partner Robert Bosch GmbH. Das Projekt wird im Rahmen der europäischen EUREKA-CATRENE Initiative gefördert und durch fünf Mitgliedsstaaten Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich und Schweden unterstützt. Auf deutscher Seite erfolgt die Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Hightech Strategie für Deutschland.

Zusatzinformationen
Projektvolumen
44,9 Mio. €, gefördert im Rahmen der europäischen Initiative EUREKA-CATRENE.
BMBF-Förderkennzeichen 16ES0488-16ES0502

Projektlaufzeit
11.04.2016 - 10.04.2019

Projektpartner
DE: Robert Bosch GmbH, Berliner Nanotest und Design GmbH, BMW AG, Chemnitzer Werkstoffmechanik GmbH, Daimler AG, FRT GmbH, Goepel electronic GmbH, iMAR Navigation GmbH, NXP Semiconductors Germany GmbH, Siemens AG, TWT GmbH Science & Innovation, Volkswagen AG, Fraunhofer ENAS, Universität Bremen, Universität Siegen
AT: ams AG, FH Joanneum GmbH.
FR: AKKA Informatique et Systèmes, Continental Automotive France SAS, Coventor, VEDECOM, OpenWide, STMicroelectronics, Tronics Microsystems, CEA, Universität Bordeau
NL: Catena Holding BV, Heliox BV, NXP Semiconductor Netherlands BV, Universität Delft
SE: Imsys AB, QRTECH AB, Swerea IVF AB, Volvo Car Corporation, KTH Royal Institute of technology

Ansprechpartner
Peter Neumann
edacentrum GmbH
Tel: +49 (511) 76219383
Fax: +49 (511) 76219695
E-Mail: neumann@edacentrum.de

Weitere Informationen:

http://www.edacentrum.de/trace

Dr. Dieter Treytnar | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Entspannt und umweltfreundlich von A nach B: Verbundprojekt an TU Freiberg entwickelt emissionsfreies Verkehrskonzept
27.01.2020 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

nachricht TUD baut Messplattform für weltweit schnellste Chips auf
27.01.2020 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie man ein Bild von einem Lichtpuls macht

Um die Form von Lichtpulsen zu messen, brauchte man bisher komplizierte Messanlagen. Ein Team von MPI Garching, LMU München und TU Wien schafft das nun viel einfacher.

Mit modernen Lasern lassen sich heute extrem kurze Lichtpulse erzeugen, mit denen man dann Materialien untersuchen oder sogar medizinische Diagnosen erstellen...

Im Focus: Ein ultraschnelles Mikroskop für die Quantenwelt

Was in winzigen elektronischen Bauteilen oder in Molekülen geschieht, lässt sich nun auf einige 100 Attosekunden und ein Atom genau filmen

Wie Bauteile für künftige Computer arbeiten, lässt sich jetzt gewissermaßen in HD-Qualität filmen. Manish Garg und Klaus Kern, die am Max-Planck-Institut für...

Im Focus: Integrierte Mikrochips für elektronische Haut

Forscher aus Dresden und Osaka präsentieren das erste vollintegrierte Bauelement aus Magnetsensoren und organischer Elektronik und schaffen eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung von elektronischer Haut.

Die menschliche Haut ist faszinierend und hat viele Funktionen. Eine davon ist der Tastsinn, bei dem vielfältige Informationen aus der Umgebung verarbeitet...

Im Focus: Dresdner Forscher entdecken Mechanismus bei aggressivem Krebs

Enzym blockiert Wächterfunktion gegen unkontrollierte Zellteilung

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) haben gemeinsam mit einem...

Im Focus: Integrate Micro Chips for electronic Skin

Researchers from Dresden and Osaka present the first fully integrated flexible electronics made of magnetic sensors and organic circuits which opens the path towards the development of electronic skin.

Human skin is a fascinating and multifunctional organ with unique properties originating from its flexible and compliant nature. It allows for interfacing with...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

HDT-Tagung: Sensortechnologien im Automobil

24.01.2020 | Veranstaltungen

Tagung befasst sich mit der Zukunft der Mobilität

22.01.2020 | Veranstaltungen

ENERGIE – Wende. Wandel. Wissen.

22.01.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Physik lebender Systeme - Wie Proteine die Zellachse finden

27.01.2020 | Biowissenschaften Chemie

Bioreaktor Kuh - Antikörper aus der Kuh ersetzen Antibiotika

27.01.2020 | Biowissenschaften Chemie

INNOVENT startet Innovatives Anwenderprojekt (INNAP) „Sol-Gel-Beschichtungen für temperaturempfindliche Substrate“

27.01.2020 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics