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Wärmespeicherbau mit GFK

16.05.2003


Mobile Speichersysteme mit geringem Gewicht



Solare Wärme muss man speichern. Geduscht und geheizt wird eben auch, wenn die Sonne nicht scheint. Für die Wärmespeicherung nutzt man üblicherweise Stahltanks oder Betonkonstruktionen. Eine Alternative sind glasfaserverstärkte Kunststoffe (GFK). GFK ist ein Verbundwerkstoff aus Glas und synthetischen Polymeren; er ist reißfest und dabei korrosions- und medienbeständig.



Das neue BINE-Projekt-Info "Glasfaserverstärkte Kunststoffe für den Wärmespeicherbau" stellt Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung an Heisswasser-Wärmespeichern aus GFK vor.

An der Technischen Universität Ilmenau wird in Zusammenarbeit mit Industriepartnern an der Entwicklung von Heißwasser-Wärmespeichern aus GFK gearbeitet. Der 3-jährige Probebetrieb eines 300 m³ Pilotspeichers im Schortetal bei Ilmenau in Thüringen hat die entscheidenden Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der GFK-Speichertechnologie geliefert, die geringer Bauaufwand und einfache Vorfertigung auszeichnet. Entwickelt wurden mobile Speichersysteme mit geringem Gewicht, die zudem UV- und hitzeresistent sind.

Die Pilotanwendungen bestätigen die Eignung für hohe Speichertemperaturen, lange Lebensdauern sowie eine hohe Anpassungsfähigkeit der Konstruktion an veränderte Projekt- und Standortbedingungen. Entwicklungsergebnis der Ilmenauer Forscher ist eine einsatzfähige Baureihe inklusive Kostenkalkulationen und Konstruktionsunterlagen für Speichervolumina von 100, 300, 900 und 1.000 - 6.000 m3. Marktchancen ergeben sich für GFK-Speicher vor allem im mittleren Größensegment (etwa 100-1.000 m³), das künftig als Tages-, Wochen- oder Monatsspeicher an Bedeutung gewinnen wird. Die Forschungsarbeiten wurden im Rahmen des Förderkonzepts Solarthermie-2000 gefördert.

BINE Informationsdienst
Mechenstraße 57
53129 Bonn
Paul Feddeck
Tel. +49 (0) 228/9 23 79-25
Fax +49 (0) 228/9 23 79-29

BINE ist ein Informationsdienst der Fachinformationszentrum Karlsruhe GmbH und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) gefördert.


Rüdiger Mack | idw
Weitere Informationen:
http://www.bine.info

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