Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ATZ Entwicklungszentrum ist Institutsteil von Fraunhofer UMSICHT

06.07.2012
Seit 1. Juli 2012 ist das Forschungsinstitut ATZ in Sulzbach-Rosenberg Teil des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT. Schwerpunkt der damit größten Fraunhofer-Einrichtung in der Oberpfalz sind zukunftsfähige Energiespeicher.

Auf dem heutigen Sommerssymposium übergibt der bisherige ATZ-Vorstandsvorsitzende Prof. Martin Faulstich den Institutsschlüssel an Prof. Eckhard Weidner, Institutsleiter von UMSICHT. Bei der Veranstaltung stellen die ATZ-Wissenschaftler erstmals gemeinsam mit den neuen Kollegen aus Oberhausen Leitprojekte zum Thema Nachhaltigkeit vor.

Professor Weidner, der die Veranstaltung eröffnet, ist sicher: »Mit der Integration des ATZ in die Fraunhofer-Gesellschaft gewinnen wir einen starken Partner. Unsere Kompetenzen lassen sich sehr gut mit denen des ATZ kombinieren.« Der operative Leiter des Standortes Sulzbach-Rosenberg Dipl.-Ing. Gerold Dimaczek fügt hinzu: »Durch die Anbindung an Fraunhofer können wir am Standort die bestehenden Arbeitsplätze langfristig sichern, derzeitige Forschungsprojekte fortführen und neue Themen initiieren.«

Kompetenz für Energieforschung
Der erste gemeinsame Schritt besteht im Aufbau des Fraunhofer-Centrums für Energiespeicherung (CES) an den Standorten Sulzbach-Rosenberg und Straubing. Die Wissenschaftler des CES werden technologieübergreifend vor allem an chemischen und thermischen Energiespeichern forschen. Dazu bewerten sie Erfolg versprechende Technologien und testen sie konkret in Demonstrationsanlagen. In Deutschland gibt es bislang kein vergleichbares Forschungszentrum. Fraunhofer-Präsident Prof. Hans-Jörg Bullinger betont die Wichtigkeit der neuen Einrichtung: »Effiziente Speichertechnologien spielen eine Schlüsselrolle bei der Energiewende. Da hier ein großer Forschungsbedarf besteht, ist der Aufbau eines Fraunhofer-Centrums für Energiespeicherung dringend nötig.«

Die Mitarbeiter am UMSICHT in Oberhausen und Sulzbach-Rosenberg erarbeiten Studien, Strategien, Methoden und Materialien, um die Energiewende zu gestalten und die Rohstoffversorgung zu sichern. Schwerpunkt des neuen Standorts der Fraunhofer-Gesellschaft in der Oberpfalz ist die Energieforschung mit dem Ziel wirtschaftlich umsetzbarer Verfahren und Produkte. Die bestehenden engen Kooperationen mit der Hochschule Amberg-Weiden, weiteren bayerischen Universitäten sowie Wirtschaftsunternehmen ermöglichen zusammen mit der Einbindung in den Fraunhofer-Kompetenzpool eine praxisnahe Forschung und Entwicklung. Die Ergebnisse daraus können Industrieunternehmen, besonders kleine und mittlere Firmen, aber auch Behörden regional oder überregional nutzen.

Das bayerische Wirtschaftsministerium unterstützt die Integration des ATZ Entwicklungszentrums in die Fraunhofer Gesellschaft, den Aufbau des CES und damit den Ausbau der Energiekompetenz am Standort Sulzbach-Rosenberg in den nächsten fünf Jahren mit ca. 20 Millionen Euro.

Nach dem Symposium wird der bisherige ATZ-Vorstandsvorsitzende Professor Faulstich am Abend festlich verabschiedet. Er hatte die Geschicke des Instituts zwölf Jahre gelenkt und maßgeblich zu dessen Zukunftssicherung beigetragen – etwa mit der Initiierung des CES am Standort.

Hintergrundinformation
Das ATZ Entwicklungszentrum in Sulzbach-Rosenberg, 1990 gegründet und durch das bayerische Wirtschaftsministerium grundfinanziert, entwickelt mit derzeit 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wirtschaftsnahe Konzepte und Verfahren zur Bereitstellung und zum Einsatz von Energie, Rohstoffen und Materialien. Themen sind unter anderem thermische Energieerzeugung aus Biomasse und Abfall, thermische und chemische Energiespeicher, Rohstoffe, Werkstoffe und Oberflächen für die Energietechnik und Ressourcenmanagement. Der Jahresumsatz beträgt etwa vier Millionen Euro.

Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen wurde ebenfalls 1990 gegründet und entwickelt technische Neuerungen in den Bereichen Umwelt-, Werkstoff-, Prozess- und Energietechnik. Ziel des Instituts ist es nachhaltiges Wirtschaften, umweltschonende Technologien und innovatives Verhalten voranzubringen, um die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft zu fördern. Fraunhofer UMSICHT erwirtschaftete im Jahr 2011 mit 345 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Betriebshaushalt in Höhe von circa 25 Millionen Euro.

Die Fraunhofer-Gesellschaft nimmt seit ihrer Gründung im Jahr 1949 mit der Entwicklung zukunftsrelevanter Schlüsseltechnologien zum Nutzen von Wirtschaft und Gesellschaft eine zentrale Rolle im Innovationsprozess Deutschlands und Europas ein.

Iris Kumpmann | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2012/juli/ATZ-Entwicklungszentrum-Institutsteil-von-Fraunhofer.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Chillventa 2018: Fraunhofer ISE rückt Wärmepumpen in den Fokus
12.10.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht Mikro-Energiesammler für das Internet der Dinge
11.10.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Im Focus: Chemiker der Universitäten Rostock und Yale zeigen erstmals Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen

Die Forschungskooperation zwischen der Universität Yale und der Universität Rostock hat neue wissenschaftliche Ergebnisse hervorgebracht. In der renommierten Zeitschrift „Angewandte Chemie“ berichten die Wissenschaftler über eine Dreierkette aus Ionen gleicher Ladung, die durch sogenannte Wasserstoffbrücken zusammengehalten werden. Damit zeigen die Forscher zum ersten Mal eine Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen, die sich im Grunde abstoßen.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Professoren Mark Johnson, einem weltbekannten Cluster-Forscher, und Ralf Ludwig aus der Physikalischen Chemie der...

Im Focus: Storage & Transport of highly volatile Gases made safer & cheaper by the use of “Kinetic Trapping"

Augsburg chemists present a new technology for compressing, storing and transporting highly volatile gases in porous frameworks/New prospects for gas-powered vehicles

Storage of highly volatile gases has always been a major technological challenge, not least for use in the automotive sector, for, for example, methane or...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2018

16.10.2018 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz in der Medizin

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Sinneswahrnehmung ist keine Einbahnstraße

17.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Space Farming dank Pflanzenhormon Strigolacton

17.10.2018 | Agrar- Forstwissenschaften

Oberflächen mit flexiblen und handlichen Plasmaquellen aktivieren

17.10.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics