Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Spaß an Mathe durch interaktives E-Learning

21.02.2006


Saarbrücker Informatiker präsentieren auf der CeBIT 2006 zukunftsweisende Online-Lernumgebung und Mathekurse für Schule und Hochschule.



Wer Mathe-Aufgaben nicht versteht, hätte gern einen Tutor, der mit Rat und Lob zur Seite steht. Neue E-Learning-Systeme bieten dies auf virtuelle Weise: Der Lernende kann Übungsaufgaben am Computer selbständig bearbeiten, erhält Vorschläge für zu vertiefende Inhalte und wird bei richtigem Vorgehen gelobt und ermuntert. Das System passt sich zudem seinem Benutzer an und bietet die für ihn geeigneten Inhalte und Übungen in einem jeweils angemessenen Lerntempo an. Auf der CeBIT 2006 in Hannover (9. bis 15. März 2006) präsentieren die Universität des Saarlandes und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) dieses neue interaktive und adaptive E-Learning-System mit seinen diversen Tools. Es wurde im Rahmen des LeActiveMath-Projekts der Europäischen Union gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Industrie entwickelt. Das Projekt ist am saarländischen Forschungsstand (Halle 9, Stand B 43) vertreten.



LeActiveMath ist eine web-basierte Lernumgebung, die derzeit vor allem für Mathematik- und Informatikinhalte eingesetzt wird, aber auch für andere Themen angewendet werden kann. Das System ist in der Lage, sich auf die Ziele, die Arbeitsweise und den Wissensstand des Lernenden einzustellen. Die individuellen Anforderungen werden in einem Benutzermodell festgehalten und ständig aktualisiert. LeActiveMath schlägt dann selbstständig neue, zu wiederholende und zu vertiefende Inhalte mit vielen Beispielen und Übungsaufgaben vor. Dabei stellt sich das Lernprogramm auf den Benutzer und dessen Lernziele ein: Ein Lerner der sich auf eine Klausur vorbereiten will, wird anders behandelt als ein Nutzer der tiefgehende Information über ein Gebiet erhalten möchte. Ein Lernender, dessen Kenntnisse eines benötigten Begriffs noch ungenügend sind, erhält die Gelegenheit, diese zu vertiefen und zu üben, während einer, der schon mehr weiß, schwierigere Aufgaben angeboten bekommt oder zum nächsten Thema übergehen darf. Damit das Lernen möglichst motivierend ist, werden auch die Interessensgebiete des Nutzers bei der Wahl der Beispiele und Übungsaufgaben berücksichtigt.

Die Inhalte des Lernsystems sind in einer semantischen XML-Sprache abgelegt und mit Metadaten versehen, also mit Angaben etwa zu den Autoren, Schwierigkeitsgrad, geübte Kompetenzen sowie dem Bezug zu anderen Lernobjekten. Die Lerninhalte können dadurch in vielfältiger Weise dargestellt und auch in anderen Zusammenhängen - zum Beispiel für andere Vorlesungen oder zur Prüfungsvorbereitung - wieder verwendet werden. Außerdem können Themen und Begriffe semantisch gesucht werden, so dass der Lernende sich das mathematische Wissen und seine vielfältigen Beziehungen ganzheitlich erschließen kann. LeActiveMath soll künftig unter anderem für so genannte Brückenkurse für Studienanfänger eingesetzt werden. In Brückenkursen werden vor dem Studium zum Beispiel Mathematik-Kenntnisse vermittelt, die sich künftige Studierende der Informatik, Ingenieurwissenschaften oder Betriebswirtschaft in der Schule nicht oder nicht ausgerichtet auf die Probleme ihrer Studienrichtung erarbeiten konnten.

LeActiveMath wurde im Jahr 2004, gemessen an einer sehr starken Konkurrenz, von der Europäischen Union im sechsten Forschungsrahmenprogramm als besonders förderungswürdig eingestuft. An der Entwicklung des neuartigen tutoriellen Lernsystems sind neben der Universität des Saarlandes und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) auch die Universitäten von Edinburgh, Glasgow (beide Großbritannien), Malaga (Spanien) und München (LMU) sowie der Ernst Klett Verlag beteiligt. Die wissenschaftliche Projektleitung liegt bei Dr. Erica Melis am DFKI. Zur Zeit wird das System an Schulen und Hochschulen in mehreren europäischen Ländern erprobt.

Während der CeBIT wenden Sie sich für Terminabsprachen bitte an:
Tel. 0511/89 49 71 80 oder Fax 0511/89 69 71 84

Fragen beantworten Ihnen:

PD. Dr. Erica Melis
Deutsches Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)
und Universität des Saarlandes
Tel: +49 (0)681 302 4629/5276
Fax: +49 (0)681 302 2235
E-Mail: Erica.Melis@dfki.de

Friederike Meyer zu Tittingdorf
Kompetenzzentrum Informatik an der Universität des Saarlandes
Tel. 0681/302-58099
Email: presse@cs.uni-sb.de

Saar - Uni - Presseteam | idw
Weitere Informationen:
http://www.leactivemath.org/
http://www.uni-saarland.de
http://www.cebit.de

Weitere Berichte zu: DFKI Intelligenz Künstlich Lernender Übungsaufgabe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2006:

nachricht Zum Abschluss der CeBIT 2006 Hannover: Trends und Themen der CeBIT 2006
16.03.2006 | Deutsche Messe AG, Hannover

nachricht Eine elektronische Umarmung
16.03.2006 | Bauhaus-Universität Weimar

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2006 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Implantate aus Nanozellulose: Das Ohr aus dem 3-D-Drucker

Aus Holz gewonnene Nanocellulose verfügt über erstaunliche Materialeigenschaften. Empa-Forscher bestücken den biologisch abbaubaren Rohstoff nun mit zusätzlichen Fähigkeiten, um Implantate für Knorpelerkrankungen mittels 3-D-Druck fertigen zu können.

Alles beginnt mit einem Ohr. Empa-Forscher Michael Hausmann entfernt das Objekt in Form eines menschlichen Ohrs aus dem 3-D-Drucker und erklärt: «Nanocellulose...

Im Focus: Nanocellulose for novel implants: Ears from the 3D-printer

Cellulose obtained from wood has amazing material properties. Empa researchers are now equipping the biodegradable material with additional functionalities to produce implants for cartilage diseases using 3D printing.

It all starts with an ear. Empa researcher Michael Hausmann removes the object shaped like a human ear from the 3D printer and explains:

Im Focus: Roter Riesenvollmond in den Morgenstunden des 21. Januar

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg - Frühaufsteher sind diesmal im Vorteil: Wer am Morgen des 21. Januar 2019 vor 6:45 Uhr einen Blick an den Himmel wirft, kann eine totale Mondfinsternis bestaunen. Dann leuchtet der sonst so strahlende Vollmond zwischen den Sternbildern Zwillingen und Krebs glutrot.

Um das Finsternis-Spektakel in seiner gesamten Länge zu verfolgen, muss man allerdings sehr früh aus dem Bett: Kurz nach 4:30 Uhr beginnt der Mond sich langsam...

Im Focus: Atomarer Mechanismus der Supraschmierung aufgeklärt

Das Phänomen der sogenannten Supraschmierung ist bekannt, es war jedoch auf atomarer Ebene bislang nicht zu erklären: Wie entsteht die extrem niedrige Reibung beispielsweise in Lagern? Forscherinnen und Forscher der Fraunhofer-Institute IWM und IWS entschlüsselten gemeinsam einen universellen Mechanismus der Supraschmierung bei bestimmten diamantähnlichen Kohlenstoffschichten in Verbindung mit organischen Schmierstoffen. Auf dieser Wissensbasis ist es nun möglich, Designregeln für supraschmierende Schicht-Schmierstoff-Kombinationen zu formulieren. Die Ergebnisse präsentiert ein Artikel der Zeitschrift Nature Communications, Ausgabe 10.

Eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen für nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität ist, Reibung zu minimieren. Diesem wichtigen Vorhaben widmen sich...

Im Focus: Elucidating the Atomic Mechanism of Superlubricity

The phenomenon of so-called superlubricity is known, but so far the explanation at the atomic level has been missing: for example, how does extremely low friction occur in bearings? Researchers from the Fraunhofer Institutes IWM and IWS jointly deciphered a universal mechanism of superlubricity for certain diamond-like carbon layers in combination with organic lubricants. Based on this knowledge, it is now possible to formulate design rules for supra lubricating layer-lubricant combinations. The results are presented in an article in Nature Communications, volume 10.

One of the most important prerequisites for sustainable and environmentally friendly mobility is minimizing friction. Research and industry have been dedicated...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Tagung zu Antibiotikaresistenzen

15.01.2019 | Veranstaltungen

Lasersymposium Elektromobilität in Aachen

11.01.2019 | Veranstaltungen

Die Rolle des Menschen in der digitalisierten Arbeitswelt

10.01.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Multiple Sklerose: Hilfe zur zellulären Selbsthilfe

15.01.2019 | Biowissenschaften Chemie

Tagung zu Antibiotikaresistenzen

15.01.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Implantate aus Nanozellulose: Das Ohr aus dem 3-D-Drucker

15.01.2019 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics