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Universität Leipzig ist Partner in Allianz Funktionalisierung von Polymeren

25.06.2012
Die Universität Leipzig ist ein Partner der neu gegründeten Allianz "Funktionalisierung von Polymeren", die an der Entwicklung biotechnologischer Verfahren zur Energieeinsparung und am verstärkten Einsatz nachwachsender Rohstoffe arbeitet.
Dabei wird sie finanziell vom Bund unterstützt: Staatssekretär Dr. Georg Schütte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) übergab vor wenigen Tagen den Förderbescheid seines Hauses an Vertreter der strategischen Allianz.

Werden petrochemische Produkte durch biotechnologische Verfahren ersetzt, kann der Energieeinsatz verringert und auf nachwachsende Rohstoffe umgestellt werden. Das Ziel der Allianz ist es deshalb, ausgehend vom jeweiligen Marktpotenzial Enzyme zu entwickeln, die zur Funktionalisierung verschiedener Polymere für konkrete Anwendungen in den Industriebranchen Bauchemie, Waschmittel und Textil geeignet sind.

Hierzu wird eine branchenübergreifende Technologieplattform aufgebaut, die es ermöglicht, sowohl natürliche, als auch synthetische Polymere umweltschonend zu modifizieren, um sie für den nachhaltigen Industrieeinsatz in Produkt- und Verfahrensinnovationen nutzbar zu machen. Die branchenübergreifende Technologieplattform soll in enger Kooperation von Industriepartnern sowie den akademischen Partnern erfolgen.

Die Professur Mikrobiologie und Bioverfahrenstechnik am Institut für Biochemie der Universität Leipzig ist Mitglied in dem Forschungsverbundvorhaben, an dem insgesamt neun Partner aus Hochschulen und Industrie in Deutschland und der Schweiz teilnehmen. Das Gesamtvolumen des Vorhabens beläuft sich auf rund 8 Millionen Euro bis zum Jahr 2017, wovon die Fördermittel des BMBF die Hälfte betragen werden. Der Förderanteil der Projekte an der Universität Leipzig, die unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Zimmermann vom Institut für Biochemie stehen, beträgt etwa 460.000 Euro.

Im Rahmen der Projekte werden enzymatische Lösungen zur Veredelung oder Pflege synthetischer Polymere angestrebt.

Hierbei sind neue Waschmittelenzyme ein Schlüssel zur Leistungssteigerung qualitativ hochwertiger Waschmittel. Enzyme können durch ihre katalytische Funktionsweise wesentlich dazu beitragen, dass Waschmittel bei niedrigen Waschtemperaturen und bei minimalem Wasserverbrauch optimale Ergebnisse liefern.

Die strategische Allianz aus der "Innovationsoffensive industrielle Biotechnologie", die aus neun Partnern besteht, wird vom BMBF im Rahmen der Nationalen Forschungsstrategie "BioÖkonomie2030" gefördert. Das Ministerium unterstützt damit Projekte, die wegweisend für die Bioökonomie sind.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Wolfgang Zimmermann
Telefon: +49 341 97-36781
E-Mail: wolfgang.zimmermann@uni-leipzig.de

Susann Huster | idw
Weitere Informationen:
http://www.biochemie.uni-leipzig.de

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