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EU BON - Building the European Biodiversity Observation Network

19.12.2012
Ein europäischer Biodiversitätsdienst entsteht:
„Ähnlich wie bei der Wettervorhersage möchten wir Aussagen darüber machen, in welche Richtung sich die biologische Vielfalt entwickelt“, sagt Dr. Christoph Häuser, Leiter des neuen Projektes EU BON (Building the European Biodiversity Observation Network). „Dafür ist es nötig, die verschiedenen Datenquellen öffentlich zugänglich zu machen und Methoden zu ihrer Interpretation weiter zu entwickeln und nutzbar zu machen“. EU BON wird genau dies leisten und die verschiedenen Netzwerke zusammenbringen.

Ziel ist eine Standardisierung der Formate, damit Daten leichter austauschbar sind und immer alle Meta-Informationen zur Verfügung stehen. Wichtige Anwendungen sind beispielsweise das Monitoring biologischer Vielfalt an Land und im Meer. Zudem wird EU BON auch eine wichtige Rolle bei der Arbeit des neu entstehenden globalen Wissenschaftsrats für Biodiversität (IPBES) spielen.

Hintergrund:
Das neue EC-FP7 Projekt EU BON „Building the European Biodiversity Observation Network“ geht mit einer Laufzeit vom 4,5 Jahren im Dezember 2012 an den Start. Der Aufbau dieses europäischen Netzwerkes für Biodiversitätsinformation soll dazu dienen, unterschiedlichste Datenquellen (Fernerkundung, GBIF, ökologische Daten) für verschiedene Fragestellungen (Klimawandel, Naturschutzmanagement) verfügbar zu machen. Das Hauptziel von EU BON ist einen europäischen Beitrag zur globalen Informationsinfrastruktur für Biodiversitätsdaten (GEO BON - Global Earth Observation Biodiversity Observation Network) zu leisten.
Die Kernfunktion von EU BON ist die Erleichterung des Zugangs zu relevanten Biodiversitätsinformationen (terrestrisch, limnisch, marin; Geländeaufzeichnungen und Fernerkundung) und deren Analysen für verschiedene Interessensvertreter und Entscheidungsträger, von lokaler bis internationaler Ebene. Der integrative EU BON Ansatz soll (i.w. politische) Entscheidungen in allen Bereichen unterstützen, in denen die Biodiversität eine wichtige Rolle für Wohlstand und Entwicklung spielt; vom Schutzgebietsmanagement über Agrarpolitik bis hin zum globalen Wissenschaftsrat für Biodiversität (IPBES). Das EU BON Konsortium setzt sich aus 30 Partnern aus 18 Ländern zusammen und wird von Dr. Christoph Häuser vom Museum für Naturkunde - Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung koordiniert.

Mit Bezug auf die Zielsetzung von EU BON wird ein Symposium mit dem Titel "Nature and governance: biodiversity data, people, and politics” vom 11.-12. Februar 2013 in Berlin stattfinden. Sie sind herzlich zu diesem Event eingeladen und können sich auf dieser Webpage anmelden: www.symposium.eubon.eu/

Kontakt:

Dr. Christoph Häuser
MfN - Museum für Naturkunde, Germany
EU BON coordinator
Email: Christoph.Haeuser@mfn-berlin.de
Phone: +49-30-2093 8479; fax:+49- 30-2093 8561

Dr. Gesine Steiner | idw
Weitere Informationen:
http://www.eubon.eu
http://www.naturkundemuseum-berlin.de/forschung/eubon/

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