Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nature Artikel: Ménage à trois - Ungewöhnliche Symbiose entdeckt.

17.05.2001


In einer Symbiose gibt es meist zwei Partner, Wirt und Symbiont, diewechselseitig voneinander profitieren. Bislang glaubte man, dass Symbiosenmit mehr als zwei Partnern für den Wirt nachteilig wären."Konkurrenzkämpfe" um Raum und Nahrung würden zu Lasten desWirts gehen.

Die Wissenschaftlerin Dr. Nicole Dubilier vom Bremer Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie und ihre Kollegen haben eine neue Form von Symbiose entdeckt, die jetzt in der NATURE-Ausgabe vom 17.Mai beschrieben wird. In den meisten Symbiosen gibt es zwei Partner, Wirt und Symbiont, die gegenseitig voneinander profitieren. Bislang glaubte man, dass Symbiosen mit mehreren symbiontischen Partnern für den Wirt nachteilig wären, weil "Konkurrenzkämpfe" zwischen den Symbionten um Raum und Nahrung zu Lasten des Wirtes ausfallen würden. In dem von Dubilier und Koautoren beschriebenen Fall leben zwei verschiedene Symbiontenarten nicht nur in Frieden innerhalb ihres Wirtes, alle drei Partner profitieren voneinander. Diese harmonische "Ménage à trois" wurde in einem Wurm, der in Küstensedimenten vor der Insel Elba lebt, entdeckt. Dieser marine Vetter des Regenwurmes hat weder einen Mund noch einen Darm und beherbergt als primären symbiontischen Partner ein Schwefelbakterium, das Energie aus der Oxidation von Schwefelwasserstoff gewinnt. Da Schwefelwasserstoff nicht in ausreichender Konzentration am Standort des Wurmes vorkommt, hat sich der Wurm als Zweitpartner eine Schwefelwasserstoffquelle "ins Haus geholt" - ein sulfatreduzierendes Bakterium, das Schwefelwasserstoff produziert. In einem symbiontischen Schwefelzyklus tauschen beide Bakterienarten ihre Stoffwechselprodukte miteinander aus und tragen gleichzeitig zur Ernährung des darmlosen Wurmes bei. Dubilier und ihren Kollegen gelang es, nachzuweisen, wie diese Symbiose im Einzelnen funktioniert.

Anfragen an
Frau Dr. Nicole Dubilier, Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie,

... mehr zu:
»Schwefelwasserstoff »Symbiose

Celsiusstr. 1, 28359 Bremen, Tel.: 0421-2028-932, Email ndubilie@mpi-bremen.de
oder an den Pressesprecher Dr. Manfred Schlösser, 0421-2028-704, mschloes@mpi-bremen.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Dr. Manfred Schloesser | idw

Weitere Berichte zu: Schwefelwasserstoff Symbiose

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Zika und Gelbfieber: Impfstoffe ohne Ei
21.09.2018 | Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg

nachricht Einbahnstraße für das Salz
21.09.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

Gesundheitstipps und ein virtueller Tauchgang zu Korallenriffen

20.09.2018 | Veranstaltungen

Internationale Experten der Orthopädietechnik tagen in Göttingen

19.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nervenzellen im menschlichen Gehirn können „zählen“

21.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

CT45 – ein Schlüssel zum langfristigen Überleben beim Eierstockkrebs

21.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Einbahnstraße für das Salz

21.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics