Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studienabbruch? Karriere im Handwerk!

10.09.2012
In vielen mittelständischen Handwerksbetrieben fehlen Fach- und Führungskräfte.
Oft sind auch keine Nachfolger in Sicht, wenn sich die Besitzer aus dem Geschäft zurückziehen wollen. Aus diesen Gründen gibt es in Würzburg ein neues Angebot für Studierende: eine Karriere im Handwerk zu besonderen Konditionen.

Simon L. fängt nach dem Abitur mit einem Studium an. Schnell merkt er, dass ihm das Fach nicht liegt, und schreibt sich im nächsten Semester für etwas anderes ein. Das gefällt ihm schon besser. Doch nach einem Jahr erscheint ihm der neue Studiengang zu theorielastig.

Marie F. sucht eine Alternative zu der Hochschule, an der sie die ersten Semester verbracht hat, und findet sie in einer anderen Stadt. Aber auch dort läuft es nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat. Darum spielt sie nun mit dem Gedanken, der Hochschulwelt komplett den Rücken zu kehren.

Für Studierende wie Simon und Marie gibt es eine neue Perspektive – sofern sie praktisch veranlagt, organisatorisch geschickt und bereit sind, in einer Firma Führungsaufgaben zu übernehmen: das „Karriereprogramm Handwerk – Studienanschluss statt Studienabbruch“. Es soll Studienabbrechern eine Zukunft im Handwerk eröffnen, etwa in den Bereichen Elektronik, Metallbau, Hörgeräteakustik oder Schreinerei/Tischlerei. Die Universität ist Partnerin dieses bundesweit einmaligen Pilotprojekts in Würzburg.

Was eine Karriere im Handwerk attraktiv macht

Das Karriereprogramm Handwerk bietet einige Vorteile: Die Teilnehmer durchlaufen eine Ausbildung, die auf zwei Jahre verkürzt werden kann. Statt der herkömmlichen Berufsschule besuchen sie spezielle Kurse der Handwerkskammer. Noch während der Ausbildung können sie Teile der Meisterprüfung und Fortbildungen wie die „Qualifikation zum/zur Technischen Fachwirt/in“ absolvieren. Und schon im dritten Jahr können sie ihren Meister machen und in Führungspositionen wechseln.

Die Ausbildung ist für die Teilnehmer kostenfrei. Sie bekommen die branchenübliche Ausbildungsvergütung, unter Umständen ergänzt durch eine Berufsausbildungsbeihilfe. Kostenfrei sind außerdem – auch für die Betriebe – die Fortbildungen und Spezialkurse. Das ist möglich, weil der Europäische Sozialfonds ESF und das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen das Projekt finanziell unterstützen.

Wo Studierende beraten werden

Wer sich für das Karriereprogramm Handwerk interessiert, kann sich beim Career Service der Universität Würzburg informieren und beraten lassen. Ansprechpartnerin ist Dr. Petra Zaus, T (0931) 31-85642, petra.zaus@uni-wuerzburg.de
Interessierte können sich auch direkt an die Handwerkskammer Service GmbH wenden. Ansprechpartnerin dort ist Gabriele Wachter, T (0931) 207001-76.

Wer das Karriereprogramm organisiert

Das bundesweit bislang einmalige Pilotprojekt wird von der Handwerkskammer Service GmbH Würzburg durchgeführt. Kooperationspartner sind die Handwerkskammer für Unterfranken und die Universität Würzburg. Das Projekt hat seine Arbeit im Sommersemester 2012 aufgenommen. In diesem Herbst werden die ersten Azubis ihr Potential als Nachwuchskräfte mittelständischer Unternehmen in Unterfranken unter Beweis stellen.

Zur Homepage des Karriereprogramms Handwerk
http://www.karriereprogramm-handwerk.de

Hinweis für Redaktionen / Journalisten:

Ihre Ansprechpartnerin ist Dr. Petra Zaus, Career Service der Universität Würzburg, T (0931) 31-85642, petra.zaus@uni-wuerzburg.de

Robert Emmerich | Uni Würzburg
Weitere Informationen:
http://www.uni-wuerzburg.de
http://www.karriereprogramm-handwerk.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Reifungsmuster des Hippokampus steuert die menschliche Gedächtnisentwicklung
23.07.2018 | Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

nachricht Lehrerbildung für die digitale Welt
17.07.2018 | Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Größter Galaxien-Proto-Superhaufen entdeckt

Astronomen enttarnen mit dem ESO Very Large Telescope einen kosmischen Titanen, der im frühen Universum lauert

Ein Team von Astronomen unter der Leitung von Olga Cucciati vom Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) Bologna hat mit dem VIMOS-Instrument am Very Large...

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Im Focus: Chemiker der Universitäten Rostock und Yale zeigen erstmals Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen

Die Forschungskooperation zwischen der Universität Yale und der Universität Rostock hat neue wissenschaftliche Ergebnisse hervorgebracht. In der renommierten Zeitschrift „Angewandte Chemie“ berichten die Wissenschaftler über eine Dreierkette aus Ionen gleicher Ladung, die durch sogenannte Wasserstoffbrücken zusammengehalten werden. Damit zeigen die Forscher zum ersten Mal eine Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen, die sich im Grunde abstoßen.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Professoren Mark Johnson, einem weltbekannten Cluster-Forscher, und Ralf Ludwig aus der Physikalischen Chemie der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2018

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nanodiamanten als Photokatalysatoren

18.10.2018 | Materialwissenschaften

Schichten aus Braunschweig auf dem Weg zum Merkur

18.10.2018 | Physik Astronomie

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics