Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mikroelektronik ist Schlüssel zur Digitalisierung

01.07.2014

Bundesregierung unterstützt EU-Forschungsinitiative ECSEL / Schütte: "Deutschland setzt bei Mikroelektronik auf europäische Zusammenarbeit"

Forschungsstaatssekretär Georg Schütte hat heute in Brüssel zum Start der von Kommission, Mitgliedstaaten und Industrie gemeinsam finanzierten Forschungsinitiative ECSEL die Position Deutschlands zur Mikroelektronik dargestellt und ein entsprechendes Papier an die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Neelie Kroes, übergeben.

Schütte: "Sicherheit, Zuverlässigkeit und Energieeffizienz sind entscheidende Faktoren für die Digitalisierung von Industrie und Gesellschaft. Deshalb brauchen wir die Mikroelektronik als eine der Schlüsselindustrien für die Zukunft und müssen die Rahmenbedingungen am Standort Deutschland weiter verbessern".

In dem Papier formuliert die Bundesregierung Eckpunkte für den Ausbau der Mikroelektronik in Deutschland und eine stärkere europäische Zusammenarbeit. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der besonders forschungsintensiven Branche in den nächsten Jahren deutlich zu verbessern.

Dabei unterstützt die Bundesregierung die Zielsetzung der Europäische Kommission, die Wertschöpfung der Mikroelektronik-Branche in Europa erheblich zu steigern.

Neben verstärkter Forschungs- und Innovationsförderung der "intelligenten Elektroniksysteme", des Chip- und Systemsdesigns, der Leistungselektronik sowie auch der chipbasierten Sicherheitstechnologien will die Bundesregierung den Zugang zu neuen wichtigen Technologieentwicklungen ermöglichen und vorhandene Kompetenzen - wie zum Beispiel in der Produktionstechnologie - stärken. Zudem spricht sich die Bundesregierung für eine Verbesserung der Standort- und Rahmenbedingungen für unternehmerische Investitionsentscheidungen in der Mikroelektronik-Branche aus.

Die Kommissarin für die Digitale Agenda, Neelie Kroes, begrüßte das deutsche Engagement ausdrücklich: "Das enge Zusammenwirken von EU, Mitgliedstaaten und Regionen zusammen mit Forschung und Industrie ist wesentlicher Bestandteil der Mikroelektronikstrategie, die die Europäische Kommission im Mai 2013 verabschiedet hat und Voraussetzung für ihr Gelingen".

Mit dem Positionspapier leistet die Bundesregierung ihren Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der europäischen Strategie. Die Bundesregierung unterstreicht zugleich die eigenen Schwerpunktsetzungen und gibt die Leitlinie für die Gestaltung auch der künftigen nationalen Forschungsförderung vor. Das BMBF, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium des Innern werden - ggf. unter Beteiligung weiterer Ressorts - zur Konkretisierung der notwendigen Maßnahmen und Schritte einen Aktionsplan zur Verbesserung der Innovations- und Rahmenbedingungen für die Mikroelektronik ausarbeiten.

ECSEL steht für "Electronic Components and Systems for European Leadership". Das Programm mobilisiert als Teil des EU-Forschungsrahmenprogramms Horizont 2020 über die nächsten sieben Jahre knapp 5 Milliarden Euro für die Forschung in Mikro- und Nanoelektronik, einschließlich der "Smart System Integration" und der "Embedded Systems". Die Hälfte davon trägt die beteiligte Industrie, jeweils weitere ca. 1,2 Mrd. Euro werden von der EU-Kommission und den Mitgliedstaaten aufgebracht. Das neue europäische Förderinstrument für die Elektronische Komponenten und Systeme ECSEL basiert auf der Zusammenlegung der drei Initiativen aus dem 7. EU-Forschungsrahmenprogramm ENIAC (Mikroelektronik) und ARTEMIS (eingebettete Systeme) und der Europäischen Technologieplattform EPoSS (smart systems).

Die Mikroelektronik gilt als eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien für die europäische Industrie. Als Querschnittstechnologie ermöglichen komplexe Elektronik- und Mikrosysteme Lösungen in Industrieautomatisierung, Mobilität, Medizintechnik und Kommunikation sowie Energiesicherheit.

Weitere Informationen unter http://www.bmbf.de/de/6247.php.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Lehrerbildung für die digitale Welt
17.07.2018 | Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

nachricht Innovationen in der beruflichen Weiterbildung stärken
26.06.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics