Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

„Labor der Zukunft“ läutet neue Weichenstellung in der Technologiepolitik ein

09.03.2011
Forschung für und mit Unternehmen - Wertschöpfung im Saarland halten / Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT führt Know-how in Entwicklung innovativer Labore zusammen

Der saarländische Wirtschaftsminister Dr. Christoph Hartmann stärkt den Technologiestandort durch neue Förderschwerpunkte: „Künftig sollen saarländische Unternehmen verstärkt von Beginn an in die Entwicklung neuer Technologien eingebunden werden. Wir wollen hier im Saarland Forschung für und mit Unternehmen betreiben, anwendungs- und verwertungsbezogen.

Dann fließen auch private Gelder in den zielgerichteten Ausbau von Forschungsschwerpunkten“, so Hartmann. Zudem soll die Wertschöpfung im Saarland bleiben: „Die neu entwickelten Standards und Produkte sollen auch im Saarland produziert, vermarktet und eingesetzt werden. Aus den Projekten heraus werden wir Ausgründungen und Ansiedlungen unterstützen. So entstehen Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Land“, erklärte der Minister. Das Wirtschaftsministerium wird in Zukunft insbesondere Technologieprojekte fördern, die diese Kriterien erfüllen. Es müsse sich für das Land lohnen, wenn Fördermittel fließen, so Hartmann. Technologieprojekte wie das "Labor der Zukunft" stünden für eine zukunftsorientierte Standortentwicklung.

Bei der Entwicklung des Labors der Zukunft wird die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft beispielhaft umgesetzt: Das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT) führt dieses Know-how branchen-, fach-, und ausbildungsübergreifend zusammen. Bei der Entwicklung von neuen Labortechnologien sollen Labordienstleister, Klimatechnikhersteller, Pharmazie- und Maschinenbauunternehmen sowie weitere saarländische Firmen mitarbeiten. Ein Ziel ist zum Beispiel, ein mobiles, multifunktionales Labor in einem LKW zu entwickeln, das überall eingesetzt werden kann. Darüber hinaus werden speziell ausgebaute Forschungsräume, sogenannte Andockstellen, eingerichtet, die es weiteren Partnerunternehmen ermöglichen, später in die gemeinsame Entwicklungsarbeit einzusteigen. Die aus dem Projekt resultierenden Ergebnisse sollen mit neuen Patenten im Saarland umgesetzt und aus dem Saarland heraus vermarktet werden. In einem dreimonatigen Vorprojekt wurden bereits die erforderlichen Grundlagen geschaffen, um den Aufbau eines Demonstrations- und Funktionallabors anzugehen. Prof. Dr. Heiko Zimmermann, stellvertretender Institutsleiter des IBMT: „Die Labortechnologien sind die Schlüsseltechnologien für eine moderne, produzierende Biotechnologie. Sie entscheiden darüber, wie schnell neue Erkenntnisse der Biowissenschaften in Therapien, Medikamente und Produkte überführt werden können. Nachhaltige und zukunftsfähige Labore können nur dann entstehen, wenn Forschungsinstitute, High-Tech-Unternehmen, Industrie und das Handwerk interdisziplinär und integriert zusammenarbeiten. Das Saarland wird mit dem „Labor der Zukunft“ den vorhandenen Vorsprung in diesem Thema sichern und ausbauen.“ Das Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft fördert das Labor der Zukunft mit 6,6 Millionen Euro.

Ansprechpartner am Fraunhofer IBMT:
Prof. Dr. Heiko Zimmermann
Tel: 06894 / 980 - 257
E-Mail: heiko.zimmermann@ibmt.fraunhofer.de

Annette Maurer | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ibmt.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Lehrerbildung für die digitale Welt
17.07.2018 | Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

nachricht Innovationen in der beruflichen Weiterbildung stärken
26.06.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck

18.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten

18.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

18.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics