Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HPI-Innovationsschule präsentiert Projekte: Neues System für Airport-Sicherheitskontrollen entwickelt

16.07.2010
Ein komfortabler Rollwagen, der es Fluggästen erleichtert, die Sicherheitskontrollen an Flughäfen schneller zu passieren, sowie weitere sieben innovative Lösungen für viele Lebensbereiche haben die diesjährigen Absolventen von Europas erster Innovationsschule für Studenten vorgestellt.

44 Studierende aus 30 verschiedenen Fachgebieten erläuterten bei der Präsentation ihrer kreativen Projekte an der HPI School of Design Thinking des Hasso-Plattner-Instituts die Ergebnisse ihrer zwölfwöchigen Arbeit.

Darunter war auch ein multifunktionales Armband, das Patienten mit kardiologischem Implantat die Rückkehr in den beruflichen Alltag erleichtert. Mehr als 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft waren zu der Veranstaltung nach Potsdam gekommen. Darunter befanden sich auch Vertreter der Projektpartner Metro, Telekom, SAP, RBB und ZAB sowie mehrerer kleinerer und mittlerer Institutionen.

Ihr komfortables Vehikel, mit dem Passagiere künftig Handgepäck und persönliche Utensilien auf dem langen Weg durch das Flughafengebäude und durch die Sicherheitskontrollen transportieren sollen, nannten die jungen Design Thinker „FAST“. Der „Flight Assistant Security Trolley“ dürfte einmal die vom Sicherheits-Check bekannten Förderbänder und Schalen ersetzen. Projektpartner war die ZukunftsAgentur Brandenburg und das European Aviation Security Center (easc) Schönhagen e.V.

Zusammen mit dem Schweizer Technologie-Think Tank Biolab erfand ein weiteres Team aus jungen Innovatoren ein Armband, das Trägern eines kardiologischen Implantats (z.B. eines Herzschrittmachers) hilft, sich am Arbeitsplatz auf mögliche Störquellen und Gefahrensituationen einzustellen. Das Armband wird kalt, wenn sich der Patient in ein Störfeld begeben hat oder warnt mit Verengung vor einem drohenden gesundheitlichen Risiko. Per Vibration kann sogar signalisiert werden, dass ein Partner mit ähnlichem Armband sich in Erinnerung bringt.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hatte eine andere Studentengruppe der HPI School of Design Thinking die Frage beantworten lassen „Wie kann man junge Berliner motivieren, Rundfunkgebühren zu bezahlen?“. Die Lösung des Innovationsteams: Eine personalisierbare Internetplattform mit dem Titel „Wellenreiter“. Sie soll jungen Berliner das vielseitige RBB-Angebot spielerisch und interaktiv näher bringen und die Zielgruppe auch mit einer Community als überzeugte Gebührenzahler an den Sender binden.

Erstmals ein Auslandsprojekt der „Design Thinker“

Erstmals präsentierte ein Design Thinking-Team die Ergebnisse eines Auslands-Projekts. Nach einem Forschungsaufenthalt in Südafrika entwickelte die Gruppe eine innovative Lösung, die Besitzern ländlicher Lebensmittelläden hilft, den Warenfluss zu optimieren. Eingesetzt werden soll ein intuitiv zu bedienendes Gerät mit berührungsempfindlicher Oberfläche, über das Bestellung und Bezahlung leicht zu steuern sind.

Vier andere Lösungen, welche die Design Thinking-Studenten auf der D-Vision 12 genannten Veranstaltung in Potsdam vorstellten, drehten sich um
- ein innovatives Konferenzerlebnis für die Teilnehmer des Vision Summit 2010 zum Thema Innovationen für das Social Business (24. bis 26.9. in Berlin)
- ein neues Konzept, wie Cash & Carry-Großmärkte der Metro Group für die Geschäftskunden zum nachhaltigen Einkaufserlebnis gemacht werden können
- einen innovativen Ansatz, um in Telekom-Shops die wichtigsten Dienste des Web 2.0 im Wortsinn „begreifbar“ zu machen

- neue Perspektiven für ein dreirädriges Elektrofahrzeug der Smiles AG.

Wer sich für ein Zusatzstudium an der HPI School of Design Thinking in Potsdam interessiert, kann sich bis zum 31. Juli dafür online bewerben: http://www.hpi.uni-potsdam.de/d_school/studium/bewerbung.html

Hintergrund zur HPI School of Design Thinking

Das Zusatzstudium „Design Thinking“ an der HPI School of Design Thinking des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam-Babelsberg richtet sich an Studierende, die kurz vor dem Diplom-, Master- oder Magister-Abschluss in ihrer Disziplin stehen. Pro Semester werden höchstens 120 Studierende angenommen – je 40 in zwei Basic-Kursen und einem Advanced-Lehrgang. Studiengebühren fallen nicht an. Die Ausbildungsdauer beträgt ein oder zwei Semester - bei zwei Präsenztagen in Potsdam pro Woche. Der erfolgreiche Abschluss wird mit einem Zertifikat des Instituts bescheinigt. Modell hat die berühmte „d.school“ der US-Eliteuniversität Stanford im Silicon Valley gestanden, das Schwesterinstitut des Potsdamer HPI. Revolutionär an der neuen akademischen Zusatzausbildung ist, dass sowohl die fünf bis sechs Studenten pro Lerngruppe als auch ihre Professoren und Dozenten jeweils aus ganz unterschiedlichen Disziplinen kommen – und nur wenige aus der Informationstechnologie. Den Studierenden stehen erfahrene Professoren und Dozenten aus verschiedenen Fachbereichen der Wissenschaftslandschaft in der Region Berlin/Brandenburg zur Seite.

Weitere Infos und in Kürze auch Fotos zu den Einzelprojekten finden Sie hier:
http://www.hpi.uni-potsdam.de/presse/download/d_vision12.html

Katrin Augustin | idw
Weitere Informationen:
http://www.hpi.uni-potsdam.de/presse/download/d_vision12.html
http://www.hpi.uni-potsdam.de/d_school/studium/bewerbung.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Lehrerbildung für die digitale Welt
17.07.2018 | Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

nachricht Innovationen in der beruflichen Weiterbildung stärken
26.06.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen

19.07.2018 | Studien Analysen

Mit dem Nano-U-Boot gezielt gegen Kopfschmerzen und Tumore

19.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics