Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

6-Milliarden-Initiative stimuliert die Forschung in der Wirtschaft

24.02.2006


Ministerin Annette Schavan: "Bundesregierung geht in Vorleistung"

... mehr zu:
»BIP

Die Bundesregierung investiert so viel Geld in Forschung und Entwicklung wie keine Regierung zuvor. Insgesamt zusätzliche 6 Milliarden Euro hat das Kabinett dafür bis zum Jahr 2009 vorgesehen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird seinen Anteil von 4 Milliarden Euro in exzellente Forschung und zukunftsträchtige Spitzentechnologien investieren. Das BMBF hat zudem die Federführung bei der Gesamtkoordination der 6-Milliarden-Euro-Initiative übernommen.

"Damit geht die Bundesregierung in Vorleistung", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Donnerstag in Berlin. "Wir erwarten von den Ländern und von der Wirtschaft ebenfalls, dass auch sie ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung steigern." Nur so könne das von der Europäischen Union (EU) vorgegebene Ziel erreicht werden, bis zum Jahr 2010 drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Forschung und Entwicklung auszugeben. Die Ministerin äußerte sich optimistisch, dass dies gelingen werde: "Jeder öffentliche Euro mobilisiert ein Vielfaches an privatem Kapital in der Wirtschaft."


Schavan reagierte damit auch auf neueste Daten, die der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft am Donnerstag vorgelegt hatte. Demnach sank der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung am BIP von 2,52 Prozent im Jahr 2003 auf 2,48 Prozent im Jahr 2004. Damit verringerte sich dieser wichtige Indikator erstmals seit 1994 wieder leicht. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf eine nachlassende Dynamik der FuE-Aktivitäten in der Wirtschaft zurückzuführen. Inzwischen gibt es allerdings wieder einen positiven Trend: Die Planungen der Unternehmen für 2005 und 2006 deuten auf künftige Steigerungsraten hin.

Die Bundesregierung arbeitet bereits unter Federführung des BMBF an einer Hightech-Strategie, die die Forschung an Spitzentechnologien vorantreiben soll. "Wir wollen eine Brücke zwischen der Forschung und wichtigen Zukunftsmärkten schlagen", sagte Schavan. "Dafür streben wir eine Innovationspolitik aus einem Guss an. Wir fördern Zukunfts- und Querschnittstechnologien, beschleunigen die wirtschaftliche Umsetzung und schaffen innovationsfreundliche Rahmenbedingungen." Wichtig seien auch neue Instrumente für den Wissens- und Technologietransfer sowie die Förderung regionaler Schwerpunkte ("Cluster").

Dabei startet Deutschland auf einem hohen Ausgangsniveau: In keinem anderen Land der EU sind die Investitionen in Forschung und Entwicklung absolut betrachtet so hoch wie hier zu Lande. Bei den weltmarktrelevanten Patenten liegt Deutschland nach Japan auf Platz 2 unter den großen Volkswirtschaften. Und mit einem Welthandelsanteil forschungsintensiver Erzeugnisse von 16,2 Prozent liegt Deutschland gleichauf mit den USA an der Spitze.

| BMBF - Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: BIP

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Reifungsmuster des Hippokampus steuert die menschliche Gedächtnisentwicklung
23.07.2018 | Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

nachricht Lehrerbildung für die digitale Welt
17.07.2018 | Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Tiefseebergbau: Forschung zu Risiken und ökologischen Folgen geht weiter

21.09.2018 | Geowissenschaften

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Optimierungspotenziale bei Kaminöfen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics