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Nationallizenzen für große Datenbanken und Zeitschriftenarchive

02.12.2005


Datenrechte ermöglichen den bundesweiten Online-Zugang – Förderung mit 21,5 Millionen Euro



Zur nachhaltigen Verbesserung der wissenschaftlichen Literaturversorgung an deutschen Hochschulen unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Erwerb von Nationallizenzen für digitale Publikationen. Dies beschloss der DFG-Bewilligungsausschuss für die Allgemeine Forschungsförderung in seiner heutigen Sitzung. Die Lizenzen für dreißig große Text- und Werksammlungen sowie umfangreiche Zeitschriftenjahrgänge zurückliegender Jahre werden mit 21,5 Millionen Euro finanziert. Auf diesem Wege wird den geistes- und naturwissenschaftlichen Disziplinen in Deutschland eine wichtige Forschungsressource erschlossen. Ab Mai 2006 werden deutschlandweit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende über die einzelnen Hochschulen und Forschungseinrichtungen einen kostenfreien Online-Zugang zu den Datenbanken und digitalen Zeitschriftenarchiven namhafter internationaler Verlage haben.

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Das Ziel der DFG-Förderinitiative ist, die überregionale Literatur- und Informationsversorgung mit digitalen Medien weiter voranzutreiben. In strukturbildender Absicht fördert die DFG seit langem über Hochschulbibliotheken mit Sondersammelgebieten die Bereitstellung spezieller Literatur für Wissenschaft und Forschung. Damit wird der „Spitzenbedarf“ abgedeckt, der über den Versorgungsauftrag der einzelnen Hochschulbibliotheken vor Ort hinausreicht. Im Rahmen der Sondersammelgebiete konnten elektronische Publikationen bislang kaum berücksichtigt werden, da für diese Nationallizenzen angekauft werden müssen, um ein deutschlandweites Zugangsrecht zu ermöglichen. Die Kosten solcher Lizenzen waren in der normalen Förderung der Sondersammelgebiete und der dabei von den Sondersammelbibliotheken selbst zu erbringenden Eigenleistung nicht abzudecken. Vor diesem Hintergrund hat die DFG erstmals im Jahr 2004 den Erwerb von nationalen Datenrechten für ausgewählte Text- und Werksammlungen im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften mit 5,9 Millionen Euro unterstützt.

Mit der neuen Förderinitiative für Natur- und Geisteswissenschaften will die DFG weitere Schritte in Richtung auf eine Digitalisierung der DFG-Sondersammelgebiete tun, um in Deutschland eine einheitliche und effektive Informationsversorgung auf hohem Niveau sicherzustellen. Längerfristig ist geplant, den digitalen Zugriff auch auf laufende wissenschaftliche Zeitschriftenjahrgänge zu erweitern.

Folgende sieben Informationseinrichtungen haben für die Sondersammelgebiete die Verhandlungen mit den lizenzgebenden Verlagen geführt:

- Staatsbibliothek zu Berlin

- GESIS / Informationszentrum Sozialwissenschaften Bonn

- Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt/Main

- Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen

- Technische Informationsbibliothek Hannover

- Universitäts- und Stadtbibliothek Köln

- Bayerische Staatsbibliothek München

Die Bibliotheken werden nun die Lizenzen erwerben und das Bereitstellen der digitalen Publikationen organisieren.

Weiterführende Informationen:

Eine vollständige Liste DFG-finanzierter Nationallizenzen sowie weiterführende Links zu den genannten Sondersammelgebieten sind abrufbar unter www.dfg.de/lis/ssg.

Ansprechpartner bei der DFG sind Dr. Ralf Goebel, Bereich Wissenschaftliche Informationssysteme, Tel.: 0228/885-2358, E-Mail: ralf.goebel@dfg.de, und Dr. Rembert Unterstell, Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit., Tel.: 0228/885-2275, E-Mail: rembert.unterstell@dfg.de.

Jutta Höhn | DFG-Presse
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de/lis/ssg

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