Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

10 Jahre Bologna: Europäischer Hochschulraum ist Realität

11.03.2010
46 Minister der Bologna Staaten treffen sich in Budapest und Wien / Internationale Evaluation macht Fortschritte deutlich, benennt aber auch Defizite

Zehn Jahre nach dem Start des Bologna-Reformprozesses zur Errichtung eines europäischen Hochschulraumes treffen sich die zuständigen Minister aus den 46 Bologna-Staaten in Budapest und Wien, um Bilanz zu ziehen. Im Mittelpunkt der Jubiläumskonferenz steht die internationale Evaluation des Bologna-Prozesses, die Fortschritte wie Defizite aufzeigt.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan sagte dazu am Donnerstag in Budapest: "Wir haben seit der Unterzeichnung der Bologna-Erklärung 1999 einen europaweiten dynamischen Hochschulreformprozess erlebt, der enorm viel bewegt hat. Wir haben einen europäischen Hochschulraum geschaffen, der geprägt ist durch gemeinsame Strukturen wie die gestuften Studiengänge und gemeinsame Instrumente wie das Kreditpunktesystem oder das Qualitätssicherungsregister. Und wir haben uns auf gemeinsame Ziele für unsere Hochschulen geeinigt. Wir wollen in ganz Europa eine attraktive und wettbewerbsfähige Hochschulbildung, die sich an den Bedürfnissen der Studierenden orientiert. Wir wollen eine hohe Qualität des Angebots, und wir wollen die Mobilität unserer Studierenden steigern."

Der deutschen Delegation gehören für die Länder der Kultusminister aus Sachsen-Anhalt, Prof. Jan-Hendrik Olbertz, für die Hochschulen die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Margret Wintermantel und Anja Gadow vom freien Zusammenschluss von StudentInnenschaften als Vertreterin der Studierenden an.

Schavan betonte: "Der Bologna-Prozess hat dazu geführt, dass wir uns kontinuierlich europaweit austauschen und von unseren Nachbarn lernen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Prozess stets im Dialog mit Hochschulvertretern, Studierenden und den Sozialpartnern weiterentwickelt wurde. Diese Kooperation brauchen wir auch zukünftig, um Defizite in der Umsetzung anzugehen." Zu der am 17. Mai 2010 einberufenen nationalen Bologna-Konferenz sagte Schavan: "Ziel ist es, alle Akteure an einen Tisch zu bringen, um gemeinsam Bilanz zu ziehen und uns auf konkrete Maßnahmen zu einigen, um Defizite bei der Umsetzung zu beheben."

Umsetzungsschwierigkeiten anzugehen wird auch europaweit die Hauptaufgabe des zweiten Jahrzehnts der Bologna-Reformen sein. Handlungsbedarf in einzelnen Bereichen besteht in unterschiedlicher Ausprägung in allen Bologna-Ländern. In Deutschland richtet sich die stärkste Kritik auf den Bachelor und seine Akzeptanz, auf die zeitliche Belastung und auf die Studierbarkeit der Studiengänge. Schavan: "Wichtig ist, dass wir den Ländern eine dritte Säule des Hochschulpakts anbieten, mit der die Hochschulen bei der Verbesserung ihrer Lehr- und Studienbedingungen unterstützt werden, auch durch den Einsatz zusätzlichen Personals. Zudem sollen Zentren für Studium und Lehre etabliert werden, die in ihren jeweiligen Fachgebieten neue Impulse zur Professionalisierung und Qualitätssicherung der Lehre geben." Um die Mobilität der Studierenden in den neuen Studiengängen zu steigern, wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung seine Maßnahmen zur Mobilitätsförderung weiter ausbauen. Hochschulkooperationen und Studienprogramme mit gemeinsamen Abschlüssen sollen verstärkt gefördert werden.

Weitere Informationen zur Bologna-Jubiläumskonferenz finden Sie unter: http://www.ond.vlaanderen.be/hogeronderwijs/bologna/2010_conference/

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Das Schulbuch wird digital
21.08.2019 | Universität Siegen

nachricht Forschungsunterstützung durch Ghostwriter
21.08.2019 | Dr. Franke / Thoxan

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neuer Werkstoff für den Bootsbau

Um die Entwicklung eines Leichtbaukonzepts für Sportboote und Yachten geht es in einem Forschungsprojekt der Technischen Hochschule Mittelhessen. Prof. Dr. Stephan Marzi vom Gießener Institut für Mechanik und Materialforschung arbeitet dabei mit dem Bootsbauer Krake Catamarane aus dem thüringischen Apolda zusammen. Internationale Kooperationspartner sind Prof. Anders Biel von der schwedischen Universität Karlstad und die Firma Lamera aus Göteborg. Den Projektbeitrag der THM fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand mit 190.000 Euro.

Im modernen Bootsbau verwenden die Hersteller als Grundmaterial vorwiegend Duroplasten wie zum Beispiel glasfaserverstärkten Kunststoff. Das Material ist...

Im Focus: Novel Material for Shipbuilding

A new research project at the TH Mittelhessen focusses on the development of a novel light weight design concept for leisure boats and yachts. Professor Stephan Marzi from the THM Institute of Mechanics and Materials collaborates with Krake Catamarane, which is a shipyard located in Apolda, Thuringia.

The project is set up in an international cooperation with Professor Anders Biel from Karlstad University in Sweden and the Swedish company Lamera from...

Im Focus: Controlling superconducting regions within an exotic metal

Superconductivity has fascinated scientists for many years since it offers the potential to revolutionize current technologies. Materials only become superconductors - meaning that electrons can travel in them with no resistance - at very low temperatures. These days, this unique zero resistance superconductivity is commonly found in a number of technologies, such as magnetic resonance imaging (MRI).

Future technologies, however, will harness the total synchrony of electronic behavior in superconductors - a property called the phase. There is currently a...

Im Focus: Ultraschneller Blick in die Photochemie der Atmosphäre

Physiker des Labors für Attosekundenphysik haben erkundet, was mit Molekülen an den Oberflächen von nanoskopischen Aerosolen passiert, wenn sie unter Lichteinfluss geraten.

Kleinste Phänomene im Nanokosmos bestimmen unser Leben. Vieles, was wir in der Natur beobachten, beginnt als elementare Reaktion von Atomen oder Molekülen auf...

Im Focus: Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Wie kommt es, dass manche Neutronensterne zu den stärksten Magneten im Universum werden? Eine mögliche Antwort auf die Frage nach der Entstehung dieser sogenannten Magnetare hat ein deutsch-britisches Team von Astrophysikern gefunden. Die Forscher aus Heidelberg, Garching und Oxford konnten mit umfangreichen Computersimulationen nachvollziehen, wie sich bei der Verschmelzung von zwei Sternen starke Magnetfelder bilden. Explodieren solche Sterne in einer Supernova, könnten daraus Magnetare entstehen.

Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2019

14.10.2019 | Veranstaltungen

10. Weltkonferenz der Ecosystem Services Partnership an der Leibniz Universität Hannover

14.10.2019 | Veranstaltungen

Bildung.Regional.Digital: Tagung bietet Rüstzeug für den digitalen Unterricht von heute und morgen

10.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Technologiemodul senkt Ausschussrate von Mikrolinsen auf ein Minimum

14.10.2019 | Informationstechnologie

Diagnostik für alle

14.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Bayreuther Forscher entdecken stabiles hochenergetisches Material

14.10.2019 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics