Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wohnen mit Qualität – Lärmschutz schnell und einfach online berechnen

14.03.2013
DBU förderte das Entwickeln einer nutzerfreundlichen Software für den Schallschutzausweis mit 117.000 Euro

Ob Flugzeuge, Autos oder die Musik des Nachbarn – es gibt viele Arten von Lärm. Umso wichtiger ist es, vor dem Kaufen oder Mieten einer Immobilie zu klären, ob der Wohnraum vor Schall geschützt ist.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützte die Technische Universität Braunschweig beim Entwickeln einer Software für das Erstellen eines Schallschutzausweises. „Über die Internetseite www.schallschutzausweis.de gelangen Hauseigentümer und potenzielle Mieter zum benutzerfreundlichen Online-Programm, das einen kostenlosen Ausdruck des individuellen Schallschutzausweises ermöglicht. Eine Datenbank wertet die eingegebenen Daten wissenschaftlich aus. Je mehr mitmachen, desto aktueller ist das Bild der schalltechnischen Qualität von Gebäuden in Deutschland“, sagt Sabine Langer vom Institut für Angewandte Mechanik. Die DBU förderte das Projekt mit rund 117.000 Euro.

Ein von der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA) entwickelter Schallschutzausweis zeige an, wie es um die schalltechnische Qualität eines Wohnraums bestellt sei, sagt Langer. „Durch die finanzielle Hilfe der DBU konnte eine unterstützende Software entwickelt werden, die erstmals großflächig die tatsächliche akustische Gebäudequalität erfasst und belegt.“ Jeder könne sich kostenlos seinen Schallschutzausweis ausdrucken. Die eingegebenen Daten würden nach Zustimmen der Nutzer in einer Datenbank gespeichert und wissenschaftlich ausgewertet. Auch könnten sich Betroffene, Anwender und Entwickler in einem Forum untereinander austauschen.

„Das Ermitteln und Bewerten der schallschutztechnischen Eigenschaften von Wohngebäuden ist aufwändig und erfordert im Regelfall Expertenwissen“, betont DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde. Zwar gebe es verschiedene Anforderungen, Richtlinien und Grenzwerte hinsichtlich der Akustik des Wohnraums. Ob diese erfüllt würden, könne der Laie aber nicht feststellen, ohne bereits über einen längeren Zeitraum das Objekt zu bewohnen. Die neue, anwenderfreundliche Software erleichtere den Zugang und die Anwendbarkeit. Sowohl Fachleute als auch Laien könnten die Ergebnisse von umfangreichen statistischen Auswertungen nutzen, um sich über den tatsächlichen baulichen Schallschutz im Bestand zu informieren und das eigene Wohngebäude im Vergleich zu bewerten.

Weitere Kooperationspartner des Projekts waren die Physikalisch-Technische Bundesanstalt aus Braunschweig, Tac – Technische Akustik aus Korschenbroich, die Gesellschaft Kurz und Fischer aus Winnenden sowie das Akustikbüro Schwartzenberger und Burkhart aus Pöcking.

Franz-Georg Elpers | DBU-Presseabteilung
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de/123artikel34055_335.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht VDI sieht urbane Produktion und Logistik als integrale Teile der Stadt der Zukunft
19.07.2018 | VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V.

nachricht Ein Haus wird zum Internetstar
17.07.2018 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Europaweit erste Patientin mit neuem Hybridgerät zur Strahlentherapie behandelt

19.07.2018 | Medizintechnik

Waldrand oder mittendrin: Das Erbgut von Mausmakis unterscheidet sich je nach Lebensraum

19.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics