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Milchkuhfütterung: CLA-Gehalte sind bei extensiver Haltung höher

03.01.2008
Rund 200 Fettsäuren, die von verschiedenen Mikroorganismen produziert werden, kommen in der Milch von Wiederkäuern vor. Eine besondere Bedeutung für die menschliche Ernährung haben konjugierte Linolsäuren (CLA).

Sie schützen unter anderem vor Herz-Kreislauferkrankungen und einigen Tumorarten. CLA sind in der Kuhmilch mit über 20 Isomeren vertreten. Milch und Fleisch von Wiederkäuern sind also eine wichtige CLA-Quelle für den Menschen.

Im Seminar für Nutztierwissenschaften der Universität Göttingen erläuterte Professor Dr. Gerhard Jahreis vom Institut für Ernährungswissenschaften der Universität Jena, welche Faktoren die Fettsäurezusammensetzung von Milch und Fleisch beeinflussen. So hat der Ernährungswissenschaftler festgestellt, dass bei extensiver Haltung mit Weidegang der Anteil von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren (zu letzteren gehören die CLA) höher war als bei intensiveren Systemen.

Eine nicht wiederkäuergerechte Fütterung durch hohe Mengen an Kraftfutter führe dagegen zu einem Anstieg von ungünstig wirkenden trans-10 Isomeren der CLA. Daneben habe sich gezeigt, dass in höheren Lagen, wie beispielsweise Almen, CLA-Werte erreicht würden, die im Flachland nicht möglich seien. Eine Erklärung dafür sei die unterschiedliche Futterzusammensetzung. Gräser und Kräuter auf den Almen enthielten höhere Gehalte an langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

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Die Fütterung von Milchkühen mit synthetischen CLA könne zu einer Reduktion des Milchfettertrages führen. Das könne eine Nährstoffersparnis und höhere Milchleistung bedeuten, bedürfe aber noch der Abklärung hinsichtlich des Einflusses auf die Produktqualität.

Dr. Ute Zöllner | aid infodienst
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

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