Wie kann Typ 2 Diabetes optimal mit Insulin behandelt werden?

Am Donnerstag, den 19.11.2009, hält Professor Michael Roden vom Deutschen Diabetes-Zentrum Düsseldorf (DDZ) einen Vortrag über das Thema „Optimale Insulinbehandlung bei Typ 2 Diabetes“.

Der Vortrag beginnt um 13:00 Uhr im Seminarraum des DDZ (Auf'm Hennekamp 65, Düsseldorf). Zudem hat Prof. Roden in der Oktober Ausgabe des New England Journal of Medicine in einem Leitartikel zu dieser Problematik und zu der in derselben Ausgabe erschienen so genannten 4-T-Studie (Treating To Target in Type-2-Diabetes) verfasst.

Für die Behandlung eines Typ 2 Diabetes mit Insulin gibt es mehrere unterschiedliche Behandlungsansätze, deren Effektivität in der Studie bewertet werden sollten. Die Behandlungsschemata umfassten die Therapie mit entweder einem ultrakurz wirkenden Insulin dreimal am Tag zu den Hauptmahlzeiten oder einmal am Abend vor dem Zubettgehen mit einem langwirkenden Basalinsulin oder eine Therapie mit Mischinsulin zweimal täglich.

In seinem Leitartikel bewertet Professor Roden die Studienergebnisse, wie folgt: Bei dieser Studie schneidet eine Behandlung, die mit einem Basalinsulin begonnen wurde, am besten ab, da hier weniger Unterzuckerungen und geringere Gewichtszunahmen bei gleich guten HbA1c-Werten auftraten. Jedoch musste bei den meisten Patienten (68-82 Prozent) die ursprünglich begonnene Insulintherapie erweitert werden. Diese Patienten erhielten im Endeffekt eine komplexe Basis-Bolus-Therapie. Hohe Nüchternblutzucker werden mit einer abendlichen Gabe von langwirkendem Insulin behandelt und später wird das ultrakurz wirkende Insulin zu den Hauptmahlzeiten in die Therapie aufgenommen. Dies ist bereits eine gängige Form der Insulinbehandlung für einen Typ 2 Diabetes, bei dem die Gabe von Tabletten nicht mehr ausreicht.

Die aktuelle Studienlage favorisiert dieses Vorgehen. Dennoch ist auch bei Typ 2 Diabetikern eine individualisierte Therapie angezeigt und wichtig. Die Studie erlaubt aber keine Aussagen, ob ein frühzeitiger Beginn der Insulintherapie von Vorteil ist oder ob diese Form der Insulintherapie, auch die Langzeitfolgen des Diabetes günstiger beeinflussen kann.

Nicole Waschke

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Dr. med. Klaus Jürgen Wiefels, Presse und Öffentlichkeitsarbeit, DDZ, Tel.: 0211/3382308 klaus.wiefels@ddz.uni-duesseldorf.de

Das Deutsche Diabetes-Zentrum (DDZ) gehört der „Wissenschaftsgemein-schaft Gottfried Wilhelm Leibniz“ (WGL) an. In der Leibniz-Gemeinschaft sind 86 Institute vereint. Die wissenschaftlichen Beiträge des DDZ sind auf die Ziele der Verbesserung von Prävention, Früherkennung, Diagnostik und Therapie des Diabetes mellitus und seiner Komplikationen sowie der Verbesserung der epidemiologischen Datenlage in Deutschland ausgerichtet. Daneben versteht sich das DDZ als deutsches Referenzzentrum zum Krankheitsbild Diabetes, indem es Ansprechpartner für alle Akteure im Gesundheitswesen ist, wissenschaftliche Informationen zu Diabetes mellitus aufbereitet und für die breite Öffentlichkeit bereitstellt.

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