Vereinbarkeit von Arbeit, Familie und Freizeit erforschen

Deutschlandweite Studie von Psychologen der Universität Jena geht online unter: www.wolibax.de

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Work-Life-Balance-Index“ (WoLiBaX) erforscht der Lehrstuhl für Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena in einer aktuellen Online-Befragung die individuellen Erfahrungen Erwerbstätiger bei der Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben.

Das Thema Work-Life-Balance hat Konjunktur. In einer sich permanent wandelnden Arbeitswelt fällt es vielen Menschen immer schwerer, sowohl ihre beruflichen Aufgaben als auch ihre familiären bzw. privaten Verpflichtungen zufriedenstellend miteinander zu verbinden. Eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben ist erklärtes Ziel der Politik. Und zunehmend mehr Unternehmen entwickeln Lösungsansätze, die ihren Mitarbeitern eine bessere Verbindung von Arbeit, Familie und Freizeit ermöglichen sollen. Trotz zahlreicher guter Praxisbeispiele bedarf es noch systematischer wissenschaftlicher Analysen, um die Gestaltungsmöglichkeiten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufzuzeigen sowie die Wirkungszusammenhänge zu ergründen, die eine gute Vereinbarkeit von Arbeit, Familie und Freizeit ermöglichen.

Das WoLiBaX-Forschungsprojekt untersucht daher gezielt, wie betriebliche Rahmenbedingungen, familiäre Konstellationen und die individuelle Lebenssituation die Vereinbarkeit von Arbeit, Familie und Freizeit im Alltag von Erwerbstätigen beeinflussen. Die früher meist klaren Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben werden von zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen als immer durchlässiger erlebt: Flexible Arbeitszeiten, Überstunden und hoher Termindruck sind in vielen Unternehmen heute ebenso der Normalfall wie eine permanente Erreichbarkeit (über Handy und E-Mail) oder mobile Arbeitsformen (z. B. Telearbeitsplätze). So weichen die Grenzen zwischen den Lebensbereichen immer mehr auf. Damit die Schnittstelle zwischen den Lebensbereichen Beruf und Familie jedoch als möglichst konfliktfrei und gewinnbringend erlebt werden kann, ist eine möglichst optimale Passung zwischen der individuellen und familiären Lebenssituation sowie den betrieblichen Gegebenheiten notwendig. Gelingt dies nicht, sind nicht selten Stress, Überlastungsreaktionen (Burnout), berufliche Leistungsminderungen und familiäre Krisen bis hin zu gesundheitlichen Beschwerden die unerwünschten, aber schwerwiegenden Konsequenzen. Neben der individuellen Lebenssituation haben auch die persönlichen Wünsche und Rollenbilder der Beschäftigten einen Effekt darauf, ob die Lebensbereiche eher als im Gleichgewicht oder eher als unvereinbar erlebt werden. Deshalb steht die Frage, inwieweit das eigene Rollenbild als Frau oder Mann die Work-Life-Balance beeinflusst, im Mittelpunkt der jetzt begonnenen Untersuchung.

Zusätzliche Schwerpunkte der Studie sind der Einfluss verschiedener Arbeitszeitregelungen sowie die Bedeutung einer familienfreundlichen Organisationskultur auf die Work-Life-Balance der Befragten. Die Studienergebnisse dienen nicht zuletzt der Entwicklung konkreter betrieblicher Lösungen, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Betrieben, Behörden und Organisationen Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Arbeit, Familie und Freizeit anbieten zu können. Daher sind alle Erwerbstätigen, gleich welchen Alters oder Berufs, herzlich eingeladen, sich unter der Internetadresse des WoLiBaX-Projekts „www.wolibax.de“ an der Onlinestudie zu beteiligen – und dadurch die Zukunft der Arbeitswelt aktiv mitzugestalten.

Als Dankeschön für ihre Unterstützung besteht für alle Studienteilnehmer die Möglichkeit, sich an einem Gewinnspiel mit attraktiven Preisen zu beteiligen. Zu gewinnen sind:
1. Preis: ein Reisegutschein im Wert von 450 Euro für ein Genießerwochenende im Hotel Rennsteig (Masserberg / Thüringen) für bis zu 4 Personen,
2.-4. Preis: je ein Gutschein des Online-Buchhändlers amazon.de im Wert von 25 Euro,
5.-10. Preis: je ein 1-Monats-Xtra-Superlos der „Aktion Mensch“.

Das Ausfüllen des Online-Fragebogens dauert ca. 20 bis 30 Minuten. Die Befragung, die bis zum 30. Juni 2006 läuft, ist selbstverständlich anonym und unterliegt den strengen Richtlinien des Datenschutzes. Die Daten der Teilnehmer werden ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke verwendet.

Das Projekt wird unter der Leitung von Dipl.-Psych. Andreas Kalveram am Lehrstuhl für Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie von Prof. Dr. Rüdiger Trimpop an der Friedrich-Schiller-Universität Jena durchgeführt.

Kontakt:
Andreas Bobby Kalveram
Institut für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Humboldtstr.27, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 945134
Fax: 03641 / 945132
E-Mail: bobby.kalveram@uni-jena.de

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Axel Burchardt idw

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