Mikroskopie mit subatomarer Auflösung – Microscopy with Subatomic Resolution

Das Rasterkraftmikroskop - The Atomic Force Microscope

In der morgigen Science-Ausgabe: Augsburger Physiker machen Strukturen innerhalb einzelner Atome sichtbar (Sperrfrist 20. Juli 2000, 20.00 Uhr)

Wissenschaftlern der Universität Augsburg ist es erstmals gelungen, Strukturen innerhalb einzelner Atome mittels eines Mikroskops sichtbar zu machen und die Elektronenwolken eines Atoms direkt abzubilden. Wie in der Ausgabe des Magazins Science vom 21. Juli 2000 berichtet wird [F. J.Giessibl, S. Hembacher, H. Bielefeldt, J. Mannhart, Science vol. 289, pp 422-425 (2000)], wurde hierfür am Institut für Physik der Universität Augsburg ein Rasterkraftmikroskop mit optimierter Auflösung entwickelt.

In der Rasterkraftmikroskopie wird eine Probe mit einer feinen Spitze, die sich am Ende eines winzigen Federbalkens befindet, abgetastet und aus der Bewegung der Spitze das Mikroskopiebild gewonnen.

In dem in Augsburg entwickelten Mikroskop (siehe Abb. 1) wurde in einem neuartigen Verfahren eine aus einkristallinem Quarz gefertigte Stimmgabel als Federbalken verwendet und die Oberfläche eines Siliziumchips abgebildet. Die hiermit erreichte Auflösung ist einzigartig: Die Bilder der einzelnen Atome zeigen in den Atomen eine an einen Pilz mit Stiel und Hut erinnernde Doppelstruktur (siehe Abb. 2). Diese Struktur resultiert aus der räumlichen Verteilung der anziehenden Kraft zwischen Spitze und Probe: zwei vom Spitzenatom ausgehende Atomorbitale (Elektronenwolken) werden separat abgebildet.

Die Forscher erwarten, dass es in Zukunft gelingen wird, mit diesem Verfahren die Elektronenwolken von einer Vielzahl von Atomen in verschiedenartigen Kristallen abzubilden um damit ein verbessertes Verständnis des Verhaltens von Elektronen in Festkörpern zu erzielen.

Dr. Gießibl leitet die Rastersondenmikroskopiegruppe am Lehrstuhl von Prof. Dr. Jochen Mannhart an der Universität Augsburg. Er arbeitet derzeit an seiner Habilitation zum Thema „Progress in Atomic Force Microscopy“ und ist Träger des deutschen Nanowissenschaftspreises 2000 (http://www.Presse.Uni-Augsburg.DE/unipressedienst/2000/pm2000_020.html).

KONTAKT UND WEITERE INFORMATIONEN:

Dr. Franz Gießibl
Experimentalphysik VI/EKM
Institut für Physik der Universität Augsburg
D-86135 Augsburg
Deutschland
Telefon: +49-821-598-3675
Telefax.: +49-821-598-3652
e-mail: franz.giessibl@physik.uni-augsburg.de
Microscopy with Subatomic Resolution

Prof. Dr. Jochen Mannhart
Experimentalphysik VI/EKM
Institut für Physik der Universität Augsburg
D-86135 Augsburg
Deutschland
Telefon: +49-821-598-3650
Telefax.: +49-821-598-3652
e-mail: jochen.mannhart@physik.uni-augsburg.de

Die Abbildungen können als Farbabzüge oder tif-Dateien bei den genannten Ansprechpartnern oder über die Pressestelle der Universität Augsburg (Telefon 0821/598-2096, Fax -5288, e-mail: klaus.prem@presse.uni-augsburg.de) angefordert werden.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

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Klaus P. Prem

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