Spitzentechnik für die Bewertung von giftigem Abfall

Die Verwaltung und Risikobewertung für Lagerstätten von giftigen Abfällen ist ein wichtiges Problem, da diese Lagerstätten starke ökologische und ökonomische Auswirkungen auf das Leben im Meer und auf menschliche Tätigkeiten haben. Insbesondere sollten die ozeanographische Messausrüstung und solche Systeme weiterentwickelt werden, die zur Bewertung von giftigen Abfällen in den Bodensedimenten genutzt werden, damit die Daten zuverlässiger sind.

In diesem Rahmen waren die SITAR-Forscher bei der Entwicklung von akustischen Verfahren und Messausrüstungen zur Abbildung kleiner Unterwasserbehälter, die in lockeren Sedimenten lagern, erfolgreich. Speziell wurden Multiple Aspect Scattering- (Mehrfachaspekt-Streuung, MAS) Verfahren entwickelt, um akustische Hochfrequenzmessungen in ein multistatisches System zu integrieren, das ein innovatives Sonarsystem nutzt. Es wurde ein simuliertes Modell von europäischen Umweltbereichen mit einem mittelgroßen Becken und echtem Meeresboden verwendet, um unter kontrollierten Bedingungen die experimentelle Verifikation zu gewährleisten.

Dies ist das erste Mal, dass ein ganzer Datensatz bei solchen Frequenzen gewonnen wird, während vielfältige experimentelle Bedingungen von Kombinationen aus Zielobjekten und Meeresboden genutzt werden. Die Informationen, die diese innovative Sonartechnik liefert, fördern das physikalische Verständnis über die Schall- und Fernerkundung gegenüber dem konventionellen Sonar. Für diese hochmoderne neue Technik wurden spezialisierte Softwareverfahren entwickelt. Dazu gehören die Entfaltungssoftware zur Rekonstruktion der Lage der Zielobjekte sowie der Streuungseigenschaften.

Die direkte Anwendung auf die physikalischen Aspekte der Kartierung des Meeresbodens und auf die akustische Ozeanographie ist ein Hauptvorteil dieses neuen Verfahrens. Die SITAR-Forscher streben eine Vermittlung der gewonnenen Ergebnisse an die Benutzer und Entscheidungsträger zur weiteren Verifizierung und möglichen Zusammenarbeit an. Letztlich besteht das Ziel in der Nutzung des MAS-Verfahrens zur Unterstützung militärischer, ökologischer, geophysikalischer oder wirtschaftlicher Interessen. Zudem kann die entwickelte experimentelle Verfahrensweise als ein Modell für ähnliche Arbeiten in der Feldforschung genutzt werden.

Media Contact

Dr. Philippe Blondel ctm

Weitere Informationen:

http://www.bath.ac.uk

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz

Dieser Themenkomplex befasst sich primär mit den Wechselbeziehungen zwischen Organismen und den auf sie wirkenden Umweltfaktoren, aber auch im weiteren Sinn zwischen einzelnen unbelebten Umweltfaktoren.

Der innovations report bietet Ihnen interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Teilbereichen: Klimaschutz, Landschaftsschutzgebiete, Ökosysteme, Naturparks sowie zu Untersuchungen der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Neuartige molekulare Prothese für das Gehör

Weltweit erstmals: Forschenden der Universitätsmedizin Göttingen und des Institute for Bioengineering of Catalonia in Spanien ist es gelungen, das Gehör in vivo durch Licht zu stimulieren – ohne eine genetische…

Smarte Folien werden zur Mensch-Maschine-Schnittstelle

Eine schlichte Silikonfolie drückt auf glatten Touch-Displays eine virtuelle Tastatur fühlbar gegen den Finger seines Benutzers. Wird die Folie wie eine zweite Haut am Körper getragen, etwa in einem Arbeitshandschuh,…

Klima: Ammoniak treibt Wolkenbildung an

Der vermehrte Einsatz von Kunstdünger und Mist aus der Tierhaltung bringen mehr Ammoniak in die Atmosphäre. Während des asiatischen Monsuns wird Ammoniak, das von landwirtschaftlich genutzten Gebieten stammt, verstärkt in…

Partner & Förderer