Die „grüne Konferenz“ zur biologischen Vielfalt

„Zum ersten Mal haben wir ein umfassendes Umweltkonzept für eine internationale Veranstaltung dieser Größe entwickelt, das einen Standard für zukünftige Ereignisse dieser Art setzen kann.“ Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv): „Verbraucherinnen und Verbraucher sind zunehmend bereit, im Konsumalltag ihre Verantwortung für Klima- und Ressourcenschutz zu übernehmen. Um so wichtiger ist es, dass die Bundesregierung hier Zeichen setzt“.

An der 9. Vertragsstaatenkonferenz zur Konvention über die biologische Vielfalt nehmen fast 7000 Menschen aus 191 Ländern teil. Elemente des Umweltkonzeptes sind die Vermeidung und Verminderung von Abfällen, der Einsatz von zertifiziertem grünen Strom und ein umweltfreundliches Verkehrskonzept mit kostenfreier Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die für individuelle Fahrten zur Verfügung stehende Pkw-Flotte weist einen durchschnittlichen CO2-Ausstoß von nur 123 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer auf. Das entspricht einem mittleren Verbrauch von 4,7 Liter pro 100 Kilometer. Es kommen sparsamste Fahrzeuge der Mittelklasse zum Einsatz, mit sauberster Abgasreinigung und Partikelfiltern.

Auch das Catering ist ein Element des Umweltkonzeptes. Es steht unter dem Motto „vielfältig-regional-biologisch-fair“ für das kulinarische Erleben. Gabriel: „Gerade für die inhaltliche Ausrichtung der Konferenz ist es für mich wichtig, das Thema ,Vielfalt` auch bei der Verpflegung aufzugreifen.“ Die Vielfalt der Nutztierrassen und Nutzpflanzenarten geht heute weltweit drastisch zurück. Mit Spezialitäten aus der Region werden Akzente für die verstärkte Ausrichtung auf regionale Produkte gesetzt. Auf der Speisekarte sind umweltgerecht hergestellt Bioprodukte zum gesunden Genießen zu finden. Darüber hinaus werden Produkte wie Kaffee aus fairem Handel angeboten.

Parallel mit der Umsetzung des Umweltkonzeptes strebt das Bundesumweltministerium die Zertifizierung der Konferenz nach EMAS an, dem europäischen Umweltaudit. Die UN-Naturschutzkonferenz wird so die erste von einem Bundesressort organisierte Großveranstaltung mit einer EMAS Zertifizierung sein.

Ein weiteres Ziel der Konferenz ist es, den eigenen CO2-Ausstoß zu reduzieren. Dazu sollen vermeidbare Emissionen vermieden werden, unvermeidbare der Konferenz zuzuschreibenden Treibhausgas-Emissionen werden durch ein Einsparprojekt ausgeglichen. Dies bezieht sich sowohl auf die Emissionen, die durch die An- und Abreise der Teilnehmer entstehen, als auch auf die CO2-Emissionen die in Bonn durch Übernachtungen und den Verkehr vor Ort anfallen. Hierzu wird ein Projekt in Burkina Faso unterstützt, durch das ländliche Gebiete mit elektrischem Strom ausgestattet werden. Hier werden Dieselgeneratoren in Dörfern und Kleinstädten durch Biomassevergaser mit installierten Leistungen zwischen 20 und 850 Kilowatt ersetzt. Neben der Einsparung von Treibhausgasen in Hohe von 10.000 Tonnen CO2 pro Jahr trägt dieses Projekt zusätzlich zu lokaler nachhaltiger Entwicklung bei.

Billen: „Große Veranstaltungen und Konferenzen sind eine Visitenkarte des Gastgebers. Sie bieten die Möglichkeit, an prominenter Stelle zu demonstrieren, wie nachhaltiges Wirtschaften in der Praxis aussehen kann. Ich hoffe, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz mit ihrem Verhalten das Umweltkonzept unterstützen.“

Ansprechpartner für Medien

Michael Schroeren BMU-Pressereferat

Weitere Informationen:

http://www.bmu.de/presse

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