Nachhaltige Büro- und Haushaltsgeräte

Ein Drucker soll schnell sein, ein Kühlschrank möglichst leise. Aber wieviel Strom verbraucht eigentlich mein schneller Drucker? Und was sind die kühlenden Substanzen in meinem Kühlschrank? Die Münchener Rating-Agentur oekom research hat die 16 weltweit führenden Hersteller von Büro- und Haushaltsgeräten nach 200 ökologischen und sozialen Kriterien im Rahmen eines ’Corporate Responsibility Ratings’ bewertet. Die Untersuchung zeigt zwei japanische Unternehmen an der Spitze: Auf einer Skala von A+ bis D- erreichen Ricoh und Toshiba ein B+ bzw. B. Der schwedische Hersteller Electrolux belegt mit einem B- den dritten Rang. Sanyo Electric aus Japan landet mit der Bewertung D+ auf dem letzten Platz.

Im Untersuchungsbereich Umwelt glänzt die Branche mit detaillierten Umweltberichten und ausgereiften Umweltmanagementsystemen. Ricoh und Toshiba fordern inzwischen sogar auch von ihren Zulieferern hohe Umweltstandards und überwachen, ob diese tatsächlich eingehalten werden. Auch das Design der Produkte ist fortschrittlich. ’Die Geräte können auseinander genommen und schnell und unkompliziert aufgerüstet werden. Das erhöht die Langlebigkeit und kann die Flut an Altgeräten ein wenig eindämmen’, so der zuständige Analyst Frank Werner bei oekom research.

Nicht nur die enorme Menge an Altgeräten, auch deren Entsorgung bereitet Kopfzerbrechen. Denn Schwermetalle wie Blei, Cadmium oder Chrom VI gelangen bei der Entsorgung in den Boden, und über die Nahrungskette in den menschlichen Organismus. In zu hohen Dosen aufgenommen können sie krebserregend und erbgutschädigend sein und Allergien auslösen.

Dass viele Unternehmen der Branche auch im Bereich Erneuerbare Energien tätig sind ist nur Wenigen bewusst: So ist etwa Sharp der weltgrößte Hersteller von Solarzellen, und Hitachi und Matsushita bauen unter anderem Windkraftanlagen und stellen Brennstoffzellen her.

Während die Branche im Umweltbereich ein B- erhält, schneidet sie im sozialen Bereich mit einem C- eine ganze Note schlechter ab. Sozialberichte sind eine Rarität, und Programme für ein sozialverträgliches Ausscheiden von Mitarbeitern nicht vorhanden. Und das obwohl alle Unternehmen außer Ricoh im letzten Jahr ihre Mitarbeiterzahlen gründlich reduziert haben.

Frauen in Managementpositionen sind besonders in japanischen Unternehmen die Ausnahme. Toshiba und Sharp haben nur 0,5 Prozent der Toppositionen mit Frauen besetzt. Zum Vergleich: Der amerikanische Wettbewerber Xerox kommt auf eine Quote von immerhin 31 Prozent.

’Insgesamt betrachtet ist das Ergebnis der Untersuchung erfreulich. Trotz der schwachen Sozialperformance zeigen sich die Hersteller von Büro- und Haushaltsgeräten mit einer durchschnittlichen Bewertung von C+ fortschrittlicher als viele andere Branchen’, so Frank Werner.

Nähere Informationen erhalten Sie bei:
Marnie Bammert, Communications & PR, oekom research AG
Goethestr. 28, 80336 München, Deutschland
Fon: 0049-89-544184-64, Fax: 0049-89-544184-99
www.oekom-research.com, bammert@oekom-research.com

oekom research AG – die Rating-Agentur

Die Münchener oekom research AG analysiert und bewertet Unternehmen und Staaten nach ökologischen und sozialen Kriterien. 14 Unternehmen wurden im Rahmen des aktuellen Corporate Responsibility Ratings bewertet: Canon (JP), Electrolux (SE), Hitachi (JP), Matsushita Electric Industrial (JP), Mitsubishi Electric (JP), Océ (NL), Philips Electronics (NL), Ricoh (JP), Samsung Electronics (KR), Sanyo (JP), Sharp (JP), Sony (JP), Toshiba (JP), Xerox (US). Zwei Unternehmen gaben keine Auskunft: NCR (US) und Whirlpool (US).

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