Wie neue Forschungsschiffe unsere Zukunft sichern

Deutsche Meeresforscherinnen und -forscher sind zu jeder Jahreszeit auf großen und kleineren Forschungsschiffen unterwegs, in Nord- und Ostsee ebenso wie im Atlantik, dem Pazifik oder den Polarmeeren. Eingebunden in nationale und internationale Kooperationen gehen sie bedeutsamen Fragestellungen auf den Grund: Den Zusammenhängen zwischen Ozean und Klimageschehen, dem Stoffhaushalt der Ozeane, der Rolle der Organismen sowie den Wechselwirkungen zwischen Ozean und Atmosphäre.

Vor diesem Hintergrund thematisiert ein jetzt erschienenes Strategiepapier die Zukunft der deutschen Forschungsflotte. Welchen wissenschaftlichen und technischen Anforderungen müssen deutsche Forschungsschiffe zukünftig genügen? Welche Schiffe müssen mittelfristig ersetzt werden? Dazu und zu weiteren Fragen bezieht das Papier, herausgegeben von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM), eindeutige Positionen.

In der Strategieschrift „Die deutsche Forschungsflotte – Anforderungen in den nächsten Dekaden“ zeigen DFG und das KDM, wie wichtig moderne Forschungsschiffe für die Wissenschaft sind. Denn das Meer hält nicht nur viele unentdeckte Geheimnisse bereit, sondern spielt auch für die Zukunft der menschlichen Gesellschaft eine große Rolle. DFG und KDM mahnen daher gemeinsam vor allem die Politik zum Erhalt und zur Modernisierung der Forschungsflotte und ihrer technischen Ausstattung an- nicht zuletzt mit Blick auf den international hohen Stellenwert der deutschen Meeresforschung. Konkret begründet die Schrift den unmittelbaren Bedarf an zwei Nachfolgeschiffen für die „Poseidon“ und die „Sonne“ bis 2010.

Die Erkenntnisse, zu denen Forschungsschiffe beitragen, reichen von der Klimaforschung bis zur Ressourcennutzung. Denn die Ozeane spielen eine maßgebliche Rolle im Klimasystem. Wer den Herausforderungen des Klimawandels begegnen will, muss diese Prozesse besser verstehen. Auch die zunehmende Nutzung der Meere als Rohstoffquelle wirft Fragen auf, die die Wissenschaft beantworten kann. Ein weiterer Brennpunkt der Forschung sind die dicht besiedelten Küstengebiete, die den Gefahren des Klimawandels, des steigenden Meeresspiegels und einem weiter zunehmenden Nutzungsdruck ausgesetzt sind.

Die Schrift „Die deutsche Forschungsflotte – Anforderungen in den nächsten Dekaden“ entwickelt eine langfristige Strategie, wie Deutschlands Forschungsschiffe an die Erfordernisse moderner Meeresforschung angepasst werden können. Nur eine langfristige Planung und schrittweise Erneuerung der Forschungsflotte im Verbund mit einer kontinuierlichen Förderung der institutionellen, personellen und instrumentellen Ausstattung kann den Stellenwert Deutschlands als einem der internationalen Leistungsträger der modernen Meeresforschung erhalten. Mit dieser dritten Strategieschrift knüpft die Senatskommission für Ozeanographie der DFG an die zuvor veröffentlichten Schriften „Der Bedarf an Forschungsschiffen für die marine Grundlagenforschung“ (1997) sowie „Meeresforschung im nächsten Jahrzehnt“ (2000) an.

Deutsche Forschungsgemeinschaft
„Die deutsche Forschungsflotte – Anforderungen in den nächsten Dekaden“
Wiley-VCH Verlag, Weinheim 2008,
98 Seiten, 24,90 Euro
ISBN-13: 978-3-527-32260-2
Weitere Informationen:
Hinweis für Redaktionen:
Die Strategieschrift zur deutschen Forschungsflotte kann im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Kennedyallee 40, 53175 Bonn, Tel. +49 228 885-2109, Fax: +49 228 885-2180, E-Mail: Michael.Hoenscheid@dfg.de, angefordert werden.

Ansprechpartnerin für Fragen zur Förderung von Forschungsschiffen durch die DFG ist Dr. Susanne Faulhaber, Tel. +49 228 885-2363, E-Mail: Susanne.Faulhaber@dfg.de.

Informationen vonseiten des Konsortiums Deutsche Meeresforschung erhalten Sie von Dr. Rolf Peinert, Tel. +49 30 200 747-90, E-Mail: peinert@deutsche-meeresforschung.de.

Weitere Informationen zur Senatskommission für Ozeanographie finden Sie im Internet unter www.dfg.de/dfg_im_profil/struktur/gremien/senat/kommissionen_ausschuesse

/senatskommission_ozeanographie/index.html und unter www.ifm-geomar.de/index.php?id=senatskommission.

Das Konsortium Deutsche Meeresforschung finden Sie unter www.deutsche-meeresforschung.de.

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Dr. Eva-Maria Streier idw

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