Hyperthermie – gezielt dem Krebs einheizen

Rund 400.000 neue Krebspatienten gibt es nach einer Studie der „Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsbezogener Krebs-register“ jedes Jahr alleine in Deutschland. Bei rund 200.000 Menschen pro Jahr ist der Krankheitsverlauf tödlich.

Die unterschiedlichen Tumorarten werden derzeit mit drei Behandlungsmethoden bekämpft: Chemotherapie, Strahlentherapie und chirurgischen Eingriffen. Häufig reichen diese Therapieformen jedoch nicht aus, um die Krebszellen endgültig zu vernichten. Eine ergänzende Behandlungsmethode, die durch Einsatz von Wärme den Erfolg der klassischen Therapien deutlich steigern kann, ist die Hyperthermie.

Wörtlich bedeutet der Begriff „Überwärmung“ oder „sehr hohes Fieber“. Mithilfe gezielter elektromagnetischer Energiestrahlung werden die vom Krebs befallenen Bereiche auf 42,5°C erhitzt. Die hohen Temperaturen begünstigen eine verstärkte Durchblutung des Tumors und damit eine signifikant verbesserte Wirkung von Strahlen- und Chemotherapie.

Je nach Krebsart werden unterschiedliche Hyperthermie-Verfahren angewandt. Neben der Ganzkörper-Hyperthermie verspricht vor allem die regionale Tiefenhyperthermie Erfolg. Klinische Studien haben gezeigt, dass durch diese Anwendung so genannter therapeutischer Wärme das krankheitsfreie Überleben verlängert und die lokale Tumorkontrolle verbessert werden. Mediziner in den Niederlanden konnten mit dieser Methode sehr gute Ergebnisse erzielen. Hier wurden 114 Frauen mit der klassischen Strahlentherapie behandelt, ein Teil der Frauen zusätzlich der regionalen Tiefenhyperthermie unterzogen. Die Überlebenschance dieser Frauen lag im Drei-Jahres-Vergleich etwa doppelt so hoch wie in der Vergleichsgruppe.

Der Studienergebnisse zeigen deutlich: Es kommt zu einer Wirkungssteigerung von Chemo- und Strahlentherapie und eine erhöhte Durchblutung durch die Wärme kann den Tumor für die Strahlentherapie empfindlicher machen. Durch die verstärkte Durchblutung in der Tumorregion kann außerdem eine höhere Konzentration von zellabtötenden Medikamenten erzielt werden. Ein zweites wichtiges Ergebnis ist die direkte zellabtötende Wirkung durch die Erhitzung, was durch verschiedene Untersuchungen untermauert wurde. Darüber hinaus wandelt sich der Immunstatus: die Temperaturerhöhung führt zur Änderung bestimmter Moleküle auf der Oberfläche der Tumorzellen, was die „Enttarnung“ dieser Zellen und somit die Aktivierung des körpereigenen Immunsystems zur Folge hat.

Dr. Sennewald Medizintechnik GmbH

Die Dr. Sennewald Medizintechnik GmbH vertreibt die fortschrittlichsten Hyperthermiesysteme, die bei der Behandlung von onkologischen Erkrankungen zum Einsatz kommen. Hyperthermie ist eine äußerst schonende, etablierte und klinisch erprobte Behandlungsform zur verstärkten Zerstörung von Tumorzellen durch selektive Überwärmung. Die stationäre Hyperthermie wird heute nur in Kombination mit Strahlen- und Chemotherapie angewandt. Mittlerweile nutzen neben elf renommierten deutschen Krankenhäusern weitere elf Hyperthermie-Therapie-Zentren im europäischen Ausland die Geräte der in München ansässigen Dr. Sennewald Medizintechnik GmbH.

Dr. Sennewald Medizintechnik GmbH
Monica Sennewald
Schatzbogen 86
D-81829 München
Tel.: +49 89 / 542143-25
Fax: +49 89 / 542143-30
E-Mail: monica.sennewald@sennewald.de

Media Contact

Monica Sennewald Dr.Sennewald Medizintechnik GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik

Kennzeichnend für die Entwicklung medizintechnischer Geräte, Produkte und technischer Verfahren ist ein hoher Forschungsaufwand innerhalb einer Vielzahl von medizinischen Fachrichtungen aus dem Bereich der Humanmedizin.

Der innovations-report bietet Ihnen interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Teilbereichen: Bildgebende Verfahren, Zell- und Gewebetechnik, Optische Techniken in der Medizin, Implantate, Orthopädische Hilfen, Geräte für Kliniken und Praxen, Dialysegeräte, Röntgen- und Strahlentherapiegeräte, Endoskopie, Ultraschall, Chirurgische Technik, und zahnärztliche Materialien.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Funktionsweise von Adrenalin-bindendem Rezeptor entschlüsselt

Leipziger Biophysiker verfolgen Mechanismus der Signalübertragung im Körper nach. G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR) sind im menschlichen Körper allgegenwärtig und an vielen komplexen Signalwegen beteiligt. Trotz ihrer Bedeutung für zahlreiche biologische Vorgänge…

Eine Alternative für die Manipulation von Quantenzuständen

Forschende der ETH Zürich haben gezeigt, dass man die Quantenzustände einzelner Elektronenspins durch Elektronenströme mit gleichmässig ausgerichteten Spins kontrollieren kann. Diese Methode könnte in Zukunft in elektronischen Schaltelementen eingesetzt werden….

Neue Einblicke in das Entstehen kleinster Wolkenpartikel in der Arktis

Ny-Ålesund (Spitzbergen). Mobile Messgeräte ermöglichen die Untersuchung von atmosphärischen Prozessen in höheren Luftschichten, die von klassischen Messstationen am Boden bisher nicht erfasst werden. Die luftgetragenen Flugsysteme leisten somit einen wichtigen…

Partner & Förderer